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Was Sind Prophylaxen In Der Pflege


Was Sind Prophylaxen In Der Pflege

Willkommen in Deutschland! Planen Sie einen längeren Aufenthalt oder ziehen Sie sogar hierher? Dann ist es gut, sich mit einigen Aspekten des deutschen Gesundheitssystems vertraut zu machen. Ein wichtiger Bereich, der oft übersehen wird, sind die Prophylaxen in der Pflege. Keine Sorge, das klingt komplizierter als es ist. In diesem Artikel erklären wir Ihnen alles, was Sie wissen müssen – einfach, verständlich und ohne Fachchinesisch.

Was sind Prophylaxen in der Pflege überhaupt?

Der Begriff "Prophylaxe" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Vorbeugung". In der Pflege geht es also darum, Maßnahmen zu ergreifen, um bestimmten gesundheitlichen Problemen vorzubeugen, die besonders bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen auftreten können. Denken Sie daran wie an vorbeugende Wartung für Ihren Körper! Es geht darum, die Lebensqualität zu erhalten und Komplikationen zu vermeiden.

Prophylaktische Maßnahmen sind ein fester Bestandteil der deutschen Pflegepraxis und werden in verschiedenen Bereichen angewendet. Sie zielen darauf ab, häufige Risiken zu minimieren und das Wohlbefinden der Betroffenen zu fördern. Dabei wird stets ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sowohl körperliche als auch psychische Aspekte berücksichtigt.

Warum sind Prophylaxen so wichtig?

Stellen Sie sich vor, Sie sind für längere Zeit bettlägerig oder haben Bewegungseinschränkungen. Dadurch erhöht sich das Risiko für verschiedene Komplikationen. Hier kommen die Prophylaxen ins Spiel:

  • Vermeidung von Komplikationen: Prophylaktische Maßnahmen helfen, das Auftreten von Druckgeschwüren (Dekubitus), Lungenentzündungen (Pneumonie), Thrombosen und Kontrakturen (Verkürzungen von Muskeln und Sehnen) zu verhindern.
  • Erhaltung der Selbstständigkeit: Indem man gesundheitlichen Problemen vorbeugt, trägt man dazu bei, die Selbstständigkeit und Lebensqualität der pflegebedürftigen Person so lange wie möglich zu erhalten.
  • Reduzierung von Krankenhausaufenthalten: Durch die Vermeidung von Komplikationen können teure und belastende Krankenhausaufenthalte reduziert oder sogar vermieden werden.
  • Verbesserung des Wohlbefindens: Prophylaktische Maßnahmen tragen dazu bei, dass sich die pflegebedürftige Person wohler fühlt und weniger Schmerzen hat.

Die wichtigsten Arten von Prophylaxen in der Pflege

Es gibt eine Vielzahl von prophylaktischen Maßnahmen, die je nach Bedarf und Risikofaktoren eingesetzt werden. Hier sind einige der wichtigsten:

Dekubitusprophylaxe (Vorbeugung von Druckgeschwüren)

Druckgeschwüre entstehen durch anhaltenden Druck auf bestimmte Körperstellen, insbesondere bei bettlägerigen oder immobilen Personen. Dieser Druck unterbricht die Blutzufuhr und kann zu Gewebeschäden führen. Die Dekubitusprophylaxe zielt darauf ab, diesen Druck zu reduzieren und die Hautgesundheit zu fördern. Maßnahmen umfassen:

  • Regelmäßige Umlagerung: Die Person wird regelmäßig (mindestens alle 2 Stunden) umgelagert, um den Druck auf verschiedene Körperstellen zu verteilen.
  • Druckentlastende Hilfsmittel: Spezielle Matratzen, Kissen oder Auflagen werden verwendet, um den Druck zu reduzieren.
  • Hautpflege: Die Haut wird regelmäßig mit feuchtigkeitsspendenden Lotionen gepflegt, um sie geschmeidig und widerstandsfähig zu halten.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß und Vitaminen ist wichtig für die Hautgesundheit.

Pneumonieprophylaxe (Vorbeugung von Lungenentzündung)

Lungenentzündungen können bei pflegebedürftigen Personen aufgrund von Inaktivität, Schluckstörungen oder einer geschwächten Immunabwehr auftreten. Die Pneumonieprophylaxe zielt darauf ab, die Atmung zu fördern und das Risiko einer Infektion zu reduzieren. Maßnahmen umfassen:

  • Atemübungen: Regelmäßige Atemübungen helfen, die Lunge zu belüften und Schleim zu lösen.
  • Frühmobilisation: So früh wie möglich nach einer Erkrankung oder Operation sollte die Person mobilisiert werden, um die Atmung zu fördern.
  • Achten auf die richtige Lagerung: Halbaufgerichtete Lagerung kann die Atmung erleichtern.
  • Mundpflege: Eine gute Mundpflege reduziert die Anzahl der Bakterien im Mundraum und verringert das Risiko einer Aspiration (Einatmen von Flüssigkeit oder Speichel).

Thromboseprophylaxe (Vorbeugung von Blutgerinnseln)

Thrombosen entstehen, wenn sich Blutgerinnsel in den Venen bilden, insbesondere in den Beinen. Dies kann zu schweren Komplikationen wie einer Lungenembolie führen. Die Thromboseprophylaxe zielt darauf ab, die Durchblutung zu fördern und die Bildung von Blutgerinnseln zu verhindern. Maßnahmen umfassen:

  • Bewegungsübungen: Regelmäßige Bewegungsübungen der Beine fördern die Durchblutung.
  • Kompressionsstrümpfe: Kompressionsstrümpfe üben Druck auf die Venen aus und verbessern den Blutfluss.
  • Medikamentöse Prophylaxe: In bestimmten Fällen werden blutverdünnende Medikamente eingesetzt, um die Bildung von Blutgerinnseln zu verhindern.
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hält das Blut flüssig und beugt der Bildung von Gerinnseln vor.

Kontrakturenprophylaxe (Vorbeugung von Gelenkversteifungen)

Kontrakturen entstehen, wenn sich Muskeln und Sehnen verkürzen und die Beweglichkeit der Gelenke einschränken. Dies kann zu Schmerzen und Funktionseinschränkungen führen. Die Kontrakturenprophylaxe zielt darauf ab, die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten und die Verkürzung von Muskeln und Sehnen zu verhindern. Maßnahmen umfassen:

  • Regelmäßige Bewegung: Die Gelenke sollten regelmäßig passiv (durch eine andere Person) oder aktiv (durch die Person selbst) bewegt werden.
  • Lagerung: Die Gelenke sollten in einer funktionsgerechten Position gelagert werden.
  • Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten und zu verbessern.

Soor- und Parotitisprophylaxe (Vorbeugung von Pilzinfektionen im Mund und Entzündung der Ohrspeicheldrüse)

Diese Prophylaxe fokussiert sich auf die Mundhygiene, um Infektionen vorzubeugen, die besonders bei geschwächten Personen auftreten können. Maßnahmen umfassen:

  • Regelmäßige Mundpflege: Gründliches Zähneputzen und Spülen des Mundes.
  • Anregung der Speichelproduktion: Durch Kaugummi kauen oder saure Bonbons lutschen (sofern möglich).
  • Beobachtung des Mundraums: Achten auf Veränderungen wie Rötungen, Beläge oder Schwellungen.

Sturzprophylaxe (Vorbeugung von Stürzen)

Stürze sind eine häufige Ursache für Verletzungen bei älteren Menschen. Die Sturzprophylaxe zielt darauf ab, das Sturzrisiko zu reduzieren und Stürze zu verhindern. Maßnahmen umfassen:

  • Anpassung des Wohnumfeldes: Entfernen von Stolperfallen wie Teppichen oder Kabeln, gute Beleuchtung, Anbringen von Haltegriffen.
  • Bewegungstraining: Gezieltes Training zur Verbesserung von Gleichgewicht, Kraft und Koordination.
  • Überprüfung der Medikamente: Einige Medikamente können das Sturzrisiko erhöhen.
  • Sehhilfe: Regelmäßige Überprüfung der Sehkraft und ggf. Anpassung der Sehhilfe.

Wo bekomme ich Hilfe und Informationen?

In Deutschland gibt es zahlreiche Anlaufstellen, die Ihnen bei Fragen zur Pflege und zu Prophylaxen weiterhelfen können:

  • Hausarzt: Ihr Hausarzt ist die erste Anlaufstelle für alle gesundheitlichen Fragen.
  • Pflegedienste: Pflegedienste bieten ambulante Pflege und Beratung an.
  • Krankenkassen: Ihre Krankenkasse berät Sie zu Leistungen der Pflegeversicherung und vermittelt Ihnen Ansprechpartner.
  • Pflegestützpunkte: Pflegestützpunkte bieten kostenlose Beratung und Unterstützung für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen.
  • Selbsthilfegruppen: In Selbsthilfegruppen können Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen und Unterstützung finden.

Fazit

Prophylaxen in der Pflege sind ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Sie tragen dazu bei, die Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen zu erhalten und Komplikationen zu vermeiden. Wenn Sie planen, längere Zeit in Deutschland zu verbringen oder hier zu leben, ist es gut, sich mit diesem Thema vertraut zu machen. Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe und Beratung in Anspruch zu nehmen, um die bestmögliche Versorgung für sich selbst oder Ihre Angehörigen sicherzustellen.

Wir hoffen, dieser Artikel hat Ihnen geholfen, einen besseren Einblick in das Thema Prophylaxen in der Pflege zu bekommen. Genießen Sie Ihren Aufenthalt in Deutschland und bleiben Sie gesund!

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