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Was Versteht Man Unter Cybermobbing


Was Versteht Man Unter Cybermobbing

Cybermobbing ist ein ernstes Problem, das in unserer zunehmend digitalen Welt immer häufiger auftritt. Für Expats, Neuankömmlinge und alle, die sich in Deutschland mit diesem Thema auseinandersetzen müssen, ist es wichtig, ein klares Verständnis davon zu haben, was Cybermobbing ist, welche Formen es annimmt und welche rechtlichen und praktischen Schritte man unternehmen kann, um sich selbst oder andere zu schützen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Cybermobbing in Deutschland.

Was ist Cybermobbing?

Cybermobbing, auch bekannt als Online-Mobbing oder digitales Mobbing, ist eine Form des Mobbings, die über elektronische Kommunikationsmittel wie Smartphones, Computer und Tablets stattfindet. Es unterscheidet sich vom traditionellen Mobbing hauptsächlich durch den Einsatz von Technologie und die damit verbundene Reichweite und Anonymität. Im Wesentlichen geht es darum, dass eine Person oder eine Gruppe von Personen eine andere Person über einen längeren Zeitraum hinweg absichtlich und wiederholt belästigt, bedroht, erniedrigt oder ausgrenzt. DieWiederholung und die Absicht, Schaden anzurichten, sind wesentliche Merkmale von Cybermobbing.

Merkmale von Cybermobbing:

  • Wiederholtes Verhalten: Cybermobbing ist kein einmaliger Vorfall, sondern eine Reihe von Handlungen, die darauf abzielen, das Opfer zu schädigen.
  • Machtungleichgewicht: Der Täter oder die Tätergruppe hat oft eine gewisse Macht über das Opfer, sei es durch Anonymität, eine größere Anzahl von Anhängern in sozialen Medien oder andere Faktoren.
  • Absicht, Schaden anzurichten: Das Ziel des Cybermobbers ist es, das Opfer emotional, sozial oder psychisch zu verletzen.
  • Öffentliche oder private Angriffe: Cybermobbing kann öffentlich in sozialen Medien oder Foren stattfinden, aber auch privat über Nachrichten oder E-Mails.
  • Schwer zu entkommen: Im Gegensatz zum traditionellen Mobbing kann Cybermobbing das Opfer rund um die Uhr erreichen, da die Technologie allgegenwärtig ist.

Formen von Cybermobbing

Cybermobbing kann viele verschiedene Formen annehmen. Einige der häufigsten sind:

  • Flaming: Das Versenden von beleidigenden oder provokativen Nachrichten in Online-Diskussionen.
  • Harassment (Belästigung): Wiederholte Versendung von beleidigenden, bedrohlichen oder belästigenden Nachrichten.
  • Outing (Bloßstellung): Veröffentlichung persönlicher oder peinlicher Informationen über eine Person ohne deren Zustimmung.
  • Exclusion (Ausschluss): Jemanden absichtlich aus einer Online-Gruppe oder Community ausschließen.
  • Cyberstalking: Wiederholtes Belästigen und Bedrohen einer Person online, oft mit dem Ziel, sie zu kontrollieren oder einzuschüchtern.
  • Denigration (Verunglimpfung): Verbreitung von Gerüchten oder falschen Informationen über eine Person, um ihren Ruf zu schädigen.
  • Impersonation (Identitätsdiebstahl): Erstellung eines falschen Online-Profils, um sich als jemand anderes auszugeben und in dessen Namen schädliche Dinge zu tun.
  • Happy Slapping: Aufnehmen und Verbreiten von Videos, die gewalttätige oder erniedrigende Handlungen zeigen.

Rechtliche Aspekte von Cybermobbing in Deutschland

Cybermobbing ist in Deutschland nicht als eigenständiger Straftatbestand definiert. Allerdings können viele Handlungen, die als Cybermobbing gelten, unter bestehende Gesetze fallen. Einige relevante Gesetze sind:

  • § 185 StGB – Beleidigung: Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung sind Straftaten, die mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen geahndet werden können.
  • § 201a StGB – Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen: Das unbefugte Aufnehmen und Verbreiten von Bildaufnahmen, die den höchstpersönlichen Lebensbereich einer Person verletzen, ist strafbar.
  • § 238 StGB – Nachstellung (Stalking): Wiederholtes Belästigen oder Bedrohen einer Person, das deren Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt, kann als Stalking verfolgt werden.
  • § 240 StGB – Nötigung: Jemanden durch Gewalt oder Drohung zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung zu zwingen, ist strafbar.
  • § 166 StGB – Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsgemeinschaften: Öffentliche Beschimpfung von religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen kann strafbar sein.
  • Jugendschutzgesetz (JuSchG): Insbesondere der Verbreitung von jugendgefährdenden Inhalten, wie z.B. Gewaltverherrlichung, wird durch das Jugendschutzgesetz Einhalt geboten.

Es ist wichtig zu beachten, dass auch Plattformbetreiber (z.B. soziale Medien) eine Verantwortung haben, gegen Cybermobbing vorzugehen. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) verpflichtet Betreiber großer sozialer Netzwerke, offensichtlich rechtswidrige Inhalte, wie Hassrede und Beleidigungen, innerhalb kurzer Zeit zu entfernen.

Was tun bei Cybermobbing?

Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, von Cybermobbing betroffen ist, gibt es mehrere Schritte, die Sie unternehmen können:

  1. Beweise sichern: Machen Sie Screenshots von beleidigenden Nachrichten, Kommentaren oder Profilen. Diese Beweise können für eine spätere Meldung oder Anzeige wichtig sein.
  2. Nicht reagieren: Reagieren Sie nicht auf die Nachrichten des Täters. Eine Reaktion kann ihn ermutigen, weiterzumachen.
  3. Blockieren: Blockieren Sie den Täter auf allen Plattformen und in sozialen Medien.
  4. Melden: Melden Sie den Vorfall der jeweiligen Plattform (z.B. Facebook, Instagram, Twitter). Die meisten Plattformen haben Mechanismen, um Belästigungen und Mobbing zu melden.
  5. Vertrauen Sie sich jemandem an: Sprechen Sie mit einer Vertrauensperson, einem Freund, einem Familienmitglied, einem Lehrer oder einem Berater.
  6. Unterstützung suchen: Es gibt viele Organisationen, die Unterstützung für Opfer von Cybermobbing anbieten. Einige Beispiele sind:
    • Nummer gegen Kummer: Eine kostenlose und anonyme Beratungshotline für Kinder und Jugendliche (Tel.: 116 111).
    • Telefonseelsorge: Eine kostenlose und anonyme Beratungshotline für Menschen in Krisensituationen (Tel.: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222).
    • Weisser Ring: Eine Organisation, die Opfern von Straftaten hilft und berät.
  7. Rechtliche Schritte: Wenn das Cybermobbing schwerwiegend ist oder unter einen Straftatbestand fällt, können Sie Anzeige bei der Polizei erstatten.

Prävention von Cybermobbing

Prävention ist der Schlüssel, um Cybermobbing zu verhindern. Hier sind einige Tipps:

  • Medienkompetenz fördern: Kinder und Jugendliche sollten lernen, wie sie sich sicher und verantwortungsbewusst im Internet bewegen. Dazu gehört das Verständnis für Privatsphäre-Einstellungen, die Risiken der Online-Kommunikation und die Auswirkungen von Cybermobbing.
  • Offene Kommunikation: Eltern und Erziehungsberechtigte sollten eine offene und vertrauensvolle Beziehung zu ihren Kindern pflegen, damit diese sich bei Problemen an sie wenden.
  • Vorbild sein: Erwachsene sollten im Umgang mit digitalen Medien ein gutes Vorbild sein und respektvolles Verhalten vorleben.
  • Regeln aufstellen: Familien sollten klare Regeln für die Nutzung von Computern, Smartphones und sozialen Medien aufstellen.
  • Schulprogramme: Schulen sollten Programme zur Prävention von Cybermobbing anbieten, die sowohl Schüler als auch Lehrer und Eltern einbeziehen.

Cybermobbing bei Erwachsenen

Cybermobbing beschränkt sich nicht nur auf Kinder und Jugendliche. Auch Erwachsene können Opfer von Cybermobbing werden, beispielsweise am Arbeitsplatz oder in sozialen Netzwerken. Die gleichen Prinzipien gelten auch hier: Beweise sichern, den Täter blockieren, den Vorfall melden und Unterstützung suchen. Im Arbeitsumfeld kann es ratsam sein, den Vorfall dem Vorgesetzten oder der Personalabteilung zu melden.

Schlussfolgerung

Cybermobbing ist ein ernstes Problem, das schwerwiegende Folgen für die Betroffenen haben kann. Es ist wichtig, sich der verschiedenen Formen von Cybermobbing bewusst zu sein, die rechtlichen Aspekte zu kennen und zu wissen, wie man sich selbst und andere schützen kann. Durch Aufklärung, Prävention und konsequentes Handeln gegen Cybermobbing können wir dazu beitragen, eine sicherere und respektvollere Online-Umgebung zu schaffen. Denken Sie daran, dass Sie nicht allein sind, wenn Sie von Cybermobbing betroffen sind, und dass es Hilfe und Unterstützung gibt.

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