Was Wird Beim Service B Mercedes Gemacht
Hand aufs Herz: Wer von uns freut sich wirklich auf den Service B bei seinem Mercedes? Ich jedenfalls nicht. Sagt mir, ich sei ein Banause, aber ich habe da so meine...Gedanken.
Service B: Das Mysterium
Was genau wird da eigentlich gemacht? Der Name klingt geheimnisvoll, fast wie ein Agentencode. "Aktion Adler" oder "Operation Nachtfalke" wären passendere Bezeichnungen. Man fährt in die Werkstatt, gibt seinen geliebten Stern ab und bekommt dann eine Rechnung, die so lang ist wie die Warteschlange beim Bäcker am Sonntagmorgen.
Ölwechsel, klar...aber was noch?
Okay, okay, ich weiß. Ölwechsel. Das ist wichtig. Das leuchtet mir sogar ein. Aber dann? Reifendruck prüfen? Scheibenwischer kontrollieren? Das kann ich doch auch! Und ehrlich gesagt, manchmal habe ich das Gefühl, die Scheibenwischer wurden vorher extra ein bisschen verdreckt, damit die Kontrolle auch wirklich "nötig" ist. Eine Verschwörung? Vielleicht. Unwahrscheinlich? Niemals!
Man wird mit Fachbegriffen bombardiert: "Bremsflüssigkeit hygroskopisch", "Partikelfilter Sättigung hoch"... Ich nicke dann immer wissend, obwohl ich im Grunde nur Bahnhof verstehe. Hauptsache, das Auto fährt danach noch. Am besten sogar besser. Tut es aber meistens nicht, oder?
"Ihr Auto ist in einem Top-Zustand! Aber wir empfehlen dringend, die xyz-Einheit für nur 800 Euro auszutauschen. Sicherheit geht vor!"
Diese Sätze liebe ich besonders. "Top-Zustand", aber trotzdem dringend was austauschen. Das ist wie: "Dein Kuchen ist perfekt gebacken! Aber du solltest ihn trotzdem wegwerfen!" Macht das Sinn? Nein. Aber hey, wenigstens bin ich sicher...
Die Sache mit den Filtern...
Und dann sind da noch die Filter. Luftfilter, Innenraumfilter, Pollenfilter... Mein Auto hat wahrscheinlich mehr Filter als mein Staubsauger. Werden die überhaupt wirklich gewechselt? Oder werden die nur einmal kurz ausgeklopft und dann wieder eingebaut? Ich sage ja nicht, dass es so ist. Ich frage nur. Für einen Freund. Der auch einen Mercedes fährt.
Ich weiß, ich weiß, die Werkstatt will ja nur mein Bestes. Und ich will ja auch, dass mein Mercedes lange hält. Aber manchmal...manchmal denke ich, ein bisschen weniger "Service B" und ein bisschen mehr Transparenz wären schon nett. Oder vielleicht ein "Service B Light" für Leute wie mich, die sich mit dem Nötigsten zufriedengeben. Hauptsache, der Stern glänzt und das Auto schnurrt.
Mein Unpopuläre Meinung
Hier kommt meine unbequeme Wahrheit: Ich glaube, ein Großteil des Service B ist reine Geldschneiderei. Natürlich, Sicherheit geht vor und Wartung ist wichtig. Aber muss es wirklich so teuer sein? Könnte man die Kosten nicht irgendwie...angemessener gestalten? Vielleicht mit einem Abo-Modell? Oder einer Flatrate für alle Filter? Nur so eine Idee.
Versteht mich nicht falsch. Ich liebe meinen Mercedes. Ich liebe das Fahrgefühl, das Design, den Stern auf der Motorhaube. Aber ich liebe nicht den Service B. Vielleicht bin ich da ja nicht allein. Vielleicht gibt es ja noch andere Mercedes-Fahrer da draußen, die heimlich zustimmend nicken, während sie diesen Artikel lesen. Ihr seid nicht allein! Wir gründen eine Selbsthilfegruppe: "Mercedes-Fahrer gegen den Service B". Wer ist dabei?
Und bis dahin? Werde ich weiter brav meinen Service B über mich ergehen lassen. Und heimlich hoffen, dass die Scheibenwischer dieses Mal wirklich sauber sind.
Die Werkstatt meines Vertrauens (oder so ähnlich)
Eigentlich mag ich meinen Werkstattmeister ja auch. Er ist immer freundlich und erklärt alles geduldig. Nur die Preise...die sind halt leider so Mercedes-mäßig. Vielleicht sollte ich ihm mal einen Artikel über "Service B" schicken. Dann weiß er wenigstens, was seine Kunden wirklich denken. Oder vielleicht auch nicht. Lieber nicht. Sonst bekomme ich beim nächsten Mal eine noch höhere Rechnung.
