Waschtisch 60 Cm Breit Mit Unterschrank Und Spiegelschrank
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir alle haben ihn schon mal gesehen. Den Waschtisch. Genauer gesagt, den Waschtisch 60 cm breit mit Unterschrank und Spiegelschrank. Er ist quasi der VW Golf unter den Badezimmermöbeln. Solide. Zuverlässig. Und... ein bisschen langweilig?
Bevor jetzt die Waschtisch-60-cm-Fangemeinde aufschreit: Ja, ich weiß. Er passt perfekt in kleine Bäder. Er bietet Stauraum. Und der Spiegelschrank? Der ist Gold wert, wenn man versucht, morgens halbblind Kontaktlinsen einzusetzen.
Die Vorhersehbarkeit des Waschtischs
Aber mal ehrlich: Wie viele Bäder habt ihr schon betreten, in denen genau DIESER Waschtisch stand? Eine gefühlte Million? Er ist wie das weiße Rauschen der Badezimmereinrichtung. Man nimmt ihn kaum noch wahr.
Und ich behaupte: Das ist ein Problem. Das Badezimmer sollte doch ein Ort der Entspannung sein. Ein kleines Spa für Zuhause. Und da passt so ein 08/15-Waschtisch irgendwie nicht so recht ins Bild. Er schreit nicht gerade "Wellness-Oase", oder?
Der ewige Unterschrank
Apropos Unterschrank: Was befindet sich eigentlich IN diesen Unterschränken? Bei mir ist es ein bunter Mix aus angebrochenen Shampooflaschen, vergessenen Reise-Duschgels und einer einzelnen, einsamen Socke, die vermutlich seit Jahren auf ihren Partner wartet.
Der Unterschrank. Er ist das Bermuda-Dreieck der Badezimmerutensilien. Dinge gehen rein und verschwinden auf Nimmerwiedersehen. Und wenn man dann mal wirklich was sucht, findet man natürlich erstmal alles andere. Außer dem, was man gerade braucht.
Und dann die Farbe! Meistens Weiß. Oder vielleicht noch Buche-Imitat. Warum eigentlich? Warum nicht mal ein knalliges Türkis? Oder ein sattes Waldgrün? Ein bisschen mehr Mut zur Farbe, liebe Waschtisch-Hersteller!
Der Spiegelschrank: Freund oder Feind?
Kommen wir zum Spiegelschrank. Eigentlich eine geniale Erfindung. Spiegel UND Stauraum in einem. Aber Hand aufs Herz: Wie oft haben wir uns schon erschreckt, wenn wir morgens in den Spiegel schauen und von gefühlten 100 Zahnpastatuben und Haarsprays angegafft werden?
Und das Licht! Dieses grelle, gnadenlose Licht, das jede Falte und jeden Pickel schonungslos offenbart. Man könnte meinen, das Designteam hat sich gedacht: "Lasst uns das Selbstwertgefühl unserer Kunden mal so richtig in den Keller befördern!"
Ich bin ja schon froh, wenn das Licht überhaupt funktioniert. Bei meinem Spiegelschrank ist ständig eine Birne kaputt. Und das Auswechseln ist eine Wissenschaft für sich. Da braucht man gefühlt einen Ingenieur-Abschluss.
Ich plädiere also für mehr Individualität im Badezimmer! Mehr Farbe, mehr Kreativität, mehr... Waschtische, die nicht aussehen wie aus dem Katalog für genormte Badezimmer.
Klar, der Waschtisch 60 cm breit mit Unterschrank und Spiegelschrank hat seine Daseinsberechtigung. Er ist praktisch. Er ist günstig. Aber er ist eben auch... naja... ein bisschen einfallslos.
Vielleicht sollten wir uns einfach mal trauen, etwas Neues auszuprobieren. Einen Waschtisch aus Altholz? Einen Unterschrank in Form einer alten Seekiste? Oder einen Spiegel ohne Licht – einfach nur ein Spiegel, der uns so zeigt, wie wir wirklich sind (mit oder ohne Pickel).
Ich weiß, das ist vielleicht eine unpopuläre Meinung. Aber ich stehe dazu: Der Waschtisch 60 cm breit mit Unterschrank und Spiegelschrank braucht dringend eine Frischzellenkur. Oder zumindest einen neuen Anstrich.
Also, was meint ihr? Bin ich allein mit meiner Waschtisch-Kritik? Oder gibt es da draußen noch andere, die sich nach mehr Abwechslung im Badezimmer sehnen?
