Wehen In Der Badewanne Weg Danach Wieder Da
Kennt ihr das? Man liegt entspannt in der Badewanne, das Wasser ist herrlich warm, der Schaum duftet nach Lavendel (oder was auch immer euer Herz begehrt) und plötzlich… PLOPP! Weg ist er, der Moment. Der *Gedanke*, die *Idee*, der *Einfall*! Gerade noch war sie da, die brillante Lösung für das Problem auf der Arbeit, die perfekte Textzeile für den Geburtstagskartenentwurf oder der Name für den Goldfisch. Pustekuchen! Verschwunden wie ein Eis in der Sahara.
Das ist wie mit diesen Sockenmonstern in der Waschmaschine, nur dass es hier Ideenmonster in der Badewanne sind. Die klauen uns die Geistesblitze! Und das Schlimmste: Man kann sie nicht fangen. Man liegt da im warmen Wasser, angestrengt grübelnd, versucht krampfhaft, sich an das Geniale zu erinnern, das gerade noch da war. Aber es ist, als hätte jemand den Stecker gezogen. Blackout!
Ich habe schon alles versucht. Ich habe mir wasserfeste Notizblöcke gekauft (die dann doch immer nass werden und unleserlich sind), ich habe versucht, die Idee laut auszusprechen (und mich dann erschrocken, weil ich vergessen hatte, dass die Kinder vielleicht doch noch wach sind), und ich habe sogar mal versucht, mich mental in den Moment zurückzuversetzen, in dem ich die Idee hatte (hat nur dazu geführt, dass ich noch länger in der Wanne lag und meine Haut runzelig wurde wie die einer alten Schildkröte).
Die Rückkehr des Genies
Aber wisst ihr was? Manchmal, ganz plötzlich, ist sie wieder da! Die Idee! Wie ein verlorener Schlüssel, der hinter dem Sofa wieder auftaucht. Und das ist dann der Moment, in dem man sich fühlt wie Einstein höchstpersönlich. Man springt aus der Wanne (Achtung, Rutschgefahr!), wickelt sich in ein Handtuch (oder auch nicht, je nachdem, wer gerade zuhause ist) und rennt zum nächstbesten Stift und Zettel, um die Idee festzuhalten. Adrenalin pur!
Es ist, als ob das Universum einem einen kleinen Streich gespielt hätte, nur um einem dann doch noch die Erleuchtung zu gönnen. So nach dem Motto: „Haha, dich haben wir aber ganz schön zappeln lassen! Aber hier, bitteschön, deine Idee. Viel Spaß damit!“
Das Mysterium der Badewannen-Ideen
Warum passiert das eigentlich? Warum kommen uns die besten Ideen immer dann, wenn wir sie am wenigsten gebrauchen können? Liegt es am warmen Wasser? An der Entspannung? An der Tatsache, dass wir endlich mal fünf Minuten Ruhe haben, ohne dass jemand „Mama!“ schreit? Ich weiß es nicht. Aber ich bin mir sicher, dass es irgendeine wissenschaftliche Erklärung dafür gibt. Irgendwas mit Gehirnströmen und Neurotransmittern und Quantenphysik. Oder vielleicht sind es einfach nur die Badewannen-Ideenmonster, die mit uns spielen. Wer weiß das schon?
„Das Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des Anderen zu verstehen.“ – Henry Ford (hat der vielleicht auch in der Badewanne Ideen gehabt?)
Ich persönlich glaube ja, dass es eine Kombination aus allem ist. Die Entspannung, die Ruhe, die warme Umgebung – all das schafft die perfekte Atmosphäre für kreative Gedanken. Und die Tatsache, dass wir gerade nichts anderes tun, als in der Wanne zu liegen, gibt unserem Gehirn die Freiheit, mal so richtig abzuschweifen. Und dabei entstehen dann eben die besten Ideen.
Also, was lernen wir daraus? Erstens: Badewannen sind nicht nur zum Waschen da, sondern auch zum Denken. Zweitens: Wenn eine Idee in der Badewanne verschwindet, nicht verzweifeln! Sie kommt wieder. Irgendwann. Und drittens: Immer einen Stift und Zettel in Reichweite haben. Man weiß ja nie, wann das Genie wieder zuschlägt.
Und wenn die Idee dann doch nicht wiederkommt? Dann ist das auch nicht schlimm. Dann war sie vielleicht doch nicht so genial, wie man im ersten Moment dachte. Oder sie war einfach nur für diesen Moment bestimmt und sollte nicht festgehalten werden. Manchmal muss man die Dinge einfach loslassen. So wie das Badewasser nach dem Baden. (Obwohl, ich muss zugeben, manchmal würde ich das Badewasser am liebsten aufheben, nur für den Fall, dass die Idee doch noch wiederkommt… Aber das ist eine andere Geschichte.)
In diesem Sinne: Genießt eure nächste Badewanne und lasst die Ideen sprudeln! Und wenn eine Idee mal kurzzeitig verschwindet, keine Panik! Sie findet ihren Weg zurück. Früher oder später. Und wenn nicht, dann gibt es ja noch das Internet. Da findet man ja bekanntlich alles. Sogar Ideen für Goldfisch-Namen.
