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Welche Arten Gibt Es Von Mobbing


Welche Arten Gibt Es Von Mobbing

Hallo und herzlich willkommen! Planen Sie einen Urlaub, einen Umzug oder einen kurzen Aufenthalt in Deutschland? Dann ist es gut, sich mit einigen Aspekten des deutschen Alltags vertraut zu machen. Ein Thema, das leider auch hier präsent ist, ist Mobbing. Auch wenn wir hoffen, dass Sie niemals damit in Berührung kommen, ist es hilfreich, zu wissen, was Mobbing ist und welche Formen es annehmen kann. So können Sie es im Idealfall erkennen und gegebenenfalls reagieren.

Mobbing ist ein ernstes Problem, das sich durch systematische, wiederholte und feindselige Handlungen einer oder mehrerer Personen gegen eine andere Person auszeichnet. Es zielt darauf ab, die betroffene Person zu isolieren, zu demütigen oder auszugrenzen. Anders als ein einmaliger Konflikt, ist Mobbing ein Prozess, der sich über einen längeren Zeitraum hinzieht und oft zu erheblichen psychischen Belastungen beim Opfer führt.

Verschiedene Formen von Mobbing in Deutschland

Mobbing kann viele Gesichter haben. Es ist wichtig, die verschiedenen Formen zu kennen, um es frühzeitig zu erkennen. Hier sind einige der häufigsten Arten von Mobbing, denen man in Deutschland begegnen kann:

1. Psychisches Mobbing (Psychoterror)

Psychisches Mobbing ist eine der am weitesten verbreiteten Formen. Es umfasst eine Vielzahl von Verhaltensweisen, die darauf abzielen, das Selbstwertgefühl des Opfers zu untergraben und es psychisch zu belasten. Dazu gehören:

  • Gerüchte verbreiten: Unwahre oder verfälschte Geschichten über die Person in Umlauf bringen.
  • Lächerlich machen und verspotten: Die Person öffentlich oder privat herabsetzen.
  • Isolieren und Ausgrenzen: Die Person ignorieren, von Gruppenaktivitäten ausschließen oder sozial isolieren.
  • Beleidigungen und Beschimpfungen: Die Person verbal angreifen und beleidigen.
  • Drohungen aussprechen: Die Person mit körperlicher Gewalt, beruflichen Konsequenzen oder anderen negativen Auswirkungen bedrohen.
  • Schikanen und Belästigungen: Die Person ständig kritisieren, kontrollieren oder unfaire Aufgaben zuweisen.

Ein Beispiel für psychisches Mobbing wäre ein Kollege, der ständig hinter dem Rücken einer anderen Person schlecht über sie redet, sie bei Meetings ignoriert oder ihr grundlos schwierige Aufgaben zuweist, um sie in Verlegenheit zu bringen.

2. Verbales Mobbing

Verbales Mobbing beinhaltet den Einsatz von Sprache, um eine Person zu verletzen oder zu demütigen. Es kann offen oder subtil sein und umfasst:

  • Beschimpfungen und Beleidigungen: Direkte verbale Angriffe auf die Person.
  • Drohungen: Androhung von Gewalt oder anderen negativen Konsequenzen.
  • Abwertende Bemerkungen: Kommentare, die die Person herabsetzen oder ihr Selbstwertgefühl untergraben.
  • Sarkasmus und Zynismus: Ironische oder spöttische Bemerkungen, die die Person lächerlich machen.
  • Schreien und Anschreien: Die Person lautstark zurechtweisen oder einschüchtern.

Ein Vorgesetzter, der einen Mitarbeiter regelmäßig anschreit und beleidigt, oder Kollegen, die sich ständig über die Aussprache eines ausländischen Kollegen lustig machen, sind Beispiele für verbales Mobbing.

3. Cybermobbing

Mit der zunehmenden Verbreitung von Technologie hat auch Cybermobbing zugenommen. Es findet online statt und umfasst:

  • Beleidigende Nachrichten und E-Mails: Hassnachrichten oder beleidigende Kommentare über soziale Medien oder per E-Mail versenden.
  • Bloßstellung in sozialen Medien: Peinliche Fotos oder Videos ohne Zustimmung der Person veröffentlichen.
  • Fake-Profile erstellen: Falsche Profile erstellen, um die Person zu verunglimpfen.
  • Hacking und Identitätsdiebstahl: Sich illegal Zugang zum Konto einer Person verschaffen und ihre Identität missbrauchen.
  • Online-Hetze und Hassreden: Die Person online öffentlich diffamieren oder Hassreden verbreiten.

Cybermobbing kann besonders verheerend sein, da es die Person rund um die Uhr erreichen kann und die Verbreitung von Informationen im Internet nur schwer zu kontrollieren ist. Ein Beispiel wäre, wenn jemand kompromittierende Bilder von einem Kollegen ohne dessen Wissen online stellt.

4. Körperliches Mobbing

Körperliches Mobbing ist die aggressivste Form des Mobbings und umfasst:

  • Schlagen, Treten, Schubsen: Körperliche Angriffe auf die Person.
  • Sachbeschädigung: Beschädigung des Eigentums der Person.
  • Nötigung und Bedrohung: Die Person zu etwas zwingen oder sie mit körperlicher Gewalt bedrohen.
  • Sexuelle Belästigung: Unerwünschte sexuelle Annäherungen oder Kommentare.

Körperliches Mobbing ist nicht nur inakzeptabel, sondern auch strafbar. Ein Beispiel wäre, wenn ein Kollege einen anderen ständig schubst oder ihm den Weg versperrt.

5. Sexuelles Mobbing

Sexuelles Mobbing beinhaltet unerwünschte sexuelle Annäherungen, Kommentare oder Handlungen, die die Würde der betroffenen Person verletzen. Dazu gehören:

  • Unerwünschte Berührungen: Körperliche Annäherungen ohne Zustimmung.
  • Sexuelle Witze und Anspielungen: Unangebrachte sexuelle Kommentare oder Witze.
  • Belästigende Blicke: Anstarren der Person auf sexuell suggestive Weise.
  • Sexuelle Nötigung: Die Person unter Druck setzen, sexuelle Handlungen vorzunehmen.
  • Verbreitung pornografischer Inhalte: Die Person mit pornografischem Material konfrontieren.

Sexuelles Mobbing ist in Deutschland illegal und kann schwerwiegende Konsequenzen für den Täter haben. Ein Beispiel wäre, wenn ein Vorgesetzter einer Mitarbeiterin anzügliche Komplimente macht und sie zu einem Date drängt, obwohl sie ihm bereits mehrfach gesagt hat, dass sie kein Interesse hat.

6. Wirtschaftliches Mobbing

Wirtschaftliches Mobbing zielt darauf ab, die finanzielle Situation einer Person zu beeinträchtigen. Dazu gehören:

  • Unfaire Bezahlung: Die Person schlechter bezahlen als andere Mitarbeiter in derselben Position.
  • Verweigerung von Beförderungen: Die Person trotz guter Leistung nicht befördern.
  • Unbegründete Abmahnungen: Die Person ohne triftigen Grund abmahnen.
  • Schlechte Arbeitsbedingungen: Die Person mit unangenehmen oder gefährlichen Arbeitsbedingungen konfrontieren.
  • Entzug von Verantwortlichkeiten: Der Person wichtige Aufgaben entziehen, um sie zu demotivieren.

Wirtschaftliches Mobbing kann dazu führen, dass die betroffene Person finanzielle Schwierigkeiten hat und ihr Selbstwertgefühl weiter sinkt. Ein Beispiel wäre, wenn ein Arbeitgeber einem bestimmten Mitarbeiter regelmäßig schlechtere Projekte zuweist, um dessen Chancen auf eine Beförderung zu verringern.

Was tun bei Mobbing?

Wenn Sie selbst von Mobbing betroffen sind oder Zeuge von Mobbing werden, ist es wichtig, aktiv zu werden. Hier sind einige Schritte, die Sie unternehmen können:

  1. Dokumentieren Sie die Vorfälle: Notieren Sie Datum, Uhrzeit, Ort, beteiligte Personen und eine detaillierte Beschreibung der Vorfälle. Diese Dokumentation kann später als Beweismittel dienen.
  2. Sprechen Sie mit einer Vertrauensperson: Vertrauen Sie sich einer Person an, der Sie vertrauen, z.B. einem Freund, einem Familienmitglied, einem Kollegen oder einem Berater.
  3. Suchen Sie das Gespräch mit dem Mobber: Wenn Sie sich sicher fühlen, sprechen Sie den Mobber direkt an und machen Sie ihm klar, dass sein Verhalten inakzeptabel ist.
  4. Informieren Sie den Arbeitgeber oder die zuständige Stelle: Wenn das Mobbing am Arbeitsplatz stattfindet, informieren Sie Ihren Vorgesetzten, den Betriebsrat oder die Personalabteilung.
  5. Suchen Sie professionelle Hilfe: Ein Therapeut oder Berater kann Ihnen helfen, mit den psychischen Belastungen des Mobbings umzugehen und Strategien zur Bewältigung zu entwickeln.
  6. Wenden Sie sich an eine Beratungsstelle: Es gibt in Deutschland zahlreiche Beratungsstellen, die Opfern von Mobbing kostenlose und anonyme Unterstützung anbieten.
  7. Erwägen Sie rechtliche Schritte: In bestimmten Fällen kann es sinnvoll sein, rechtliche Schritte gegen den Mobber einzuleiten. Lassen Sie sich hierzu von einem Anwalt beraten.

Wichtig: Sie sind nicht allein! Es gibt Hilfe und Unterstützung. Scheuen Sie sich nicht, diese in Anspruch zu nehmen.

Mobbing Prävention

Noch besser als die Reaktion auf Mobbing ist die Prävention. Arbeitgeber und Bildungseinrichtungen können Maßnahmen ergreifen, um ein Klima zu schaffen, in dem Mobbing nicht toleriert wird. Dazu gehören:

  • Klare Richtlinien und Verhaltensregeln: Erstellung von klaren Richtlinien, die Mobbing verbieten und die Konsequenzen für Verstöße festlegen.
  • Schulungen und Sensibilisierung: Durchführung von Schulungen für Mitarbeiter und Schüler, um das Bewusstsein für Mobbing zu schärfen und Verhaltensweisen zu erkennen.
  • Förderung einer offenen Kommunikationskultur: Schaffung einer Umgebung, in der sich Mitarbeiter und Schüler wohlfühlen, Bedenken anzusprechen und Unterstützung zu suchen.
  • Konfliktmanagement-Strategien: Implementierung von Strategien zur frühzeitigen Erkennung und Lösung von Konflikten.
  • Unterstützung für Opfer: Bereitstellung von Unterstützung und Beratung für Opfer von Mobbing.

Indem wir alle zusammenarbeiten, können wir eine Kultur schaffen, in der Mobbing nicht geduldet wird und sich jeder sicher und respektiert fühlt.

Wir hoffen, dass dieser Artikel Ihnen einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Arten von Mobbing in Deutschland gegeben hat. Genießen Sie Ihren Aufenthalt in Deutschland und denken Sie daran: Seien Sie aufmerksam, seien Sie hilfsbereit und stehen Sie füreinander ein!

Disclaimer: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar.

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