Welche Medikamente Machen Zähne Kaputt
Hallo meine Lieben! Eure reisefreudige Freundin Anna meldet sich wieder. Heute möchte ich mit euch ein Thema anschneiden, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, und das vielleicht nicht sofort mit strahlenden Urlaubsbildern in Verbindung gebracht wird: die Zahngesundheit auf Reisen. Genauer gesagt, welche Medikamente unsere Zähne während unserer Abenteuer ganz schön in Mitleidenschaft ziehen können. Klingt vielleicht erstmal trocken, aber glaubt mir, ein strahlendes Lächeln ist das beste Souvenir, das man von jeder Reise mitbringen kann! Und das wollen wir uns ja nicht durch unbedachte Medikamenteneinnahme vermiesen lassen.
Ich spreche aus eigener Erfahrung. Bei meiner Trekkingtour durch Nepal hatte ich ständig mit einer Erkältung zu kämpfen und habe fleißig Hustensaft gelöffelt. Erst später, beim Zahnarztcheck zu Hause, kam die böse Überraschung: Karies! Und der Übeltäter? Der Zucker im Hustensaft. Ja, so unscheinbar kann’s gehen. Seitdem bin ich deutlich sensibilisierter für die Inhaltsstoffe meiner Reiseapotheke.
Die heimlichen Zahnschädlinge in der Reiseapotheke
Es gibt eine ganze Reihe von Medikamenten, die unseren Zähnen schaden können, oft ohne dass wir es direkt bemerken. Hier eine kleine Übersicht der häufigsten "Übeltäter":
Hustensäfte und Lutschtabletten
Wie schon erwähnt, sind Hustensäfte und Lutschtabletten oft wahre Zuckerbomben. Der Zucker dient dazu, den Geschmack zu verbessern und die Wirkstoffe zu binden, aber er ist auch der ideale Nährboden für Kariesbakterien. Diese Bakterien wandeln den Zucker in Säure um, die den Zahnschmelz angreift und zu Karies führt. Achtet also beim Kauf auf zuckerfreie Alternativen. Es gibt mittlerweile viele gute Produkte mit Süßstoffen wie Xylit oder Stevia.
Besonders tückisch sind Lutschtabletten, da sie lange im Mund verbleiben und die Zähne somit über einen längeren Zeitraum dem Zucker aussetzen. Nach der Einnahme von zuckerhaltigen Hustensäften oder Lutschtabletten solltet ihr idealerweise den Mund mit Wasser ausspülen oder sogar die Zähne putzen.
Antihistaminika
Antihistaminika werden oft gegen Allergien eingesetzt, zum Beispiel bei Heuschnupfen oder Insektenstichen. Viele Antihistaminika haben als Nebenwirkung, dass sie den Speichelfluss reduzieren. Speichel ist aber unser natürlicher Schutzschild gegen Karies. Er spült Speisereste weg, neutralisiert Säuren und remineralisiert den Zahnschmelz. Wenn weniger Speichel vorhanden ist, haben Kariesbakterien leichteres Spiel.
Wenn ihr Antihistaminika einnehmt, achtet besonders auf eine gute Mundhygiene und trinkt ausreichend Wasser, um den Speichelfluss anzuregen. Es gibt auch spezielle Mundspülungen, die den Speichelfluss anregen können. Fragt einfach in der Apotheke nach.
Asthmasprays
Auch Asthmasprays können den Zähnen schaden. Sie enthalten oft Substanzen, die den Mund austrocknen und somit das Kariesrisiko erhöhen. Außerdem können sie Säuren enthalten, die den Zahnschmelz direkt angreifen. Nach der Anwendung eines Asthmasprays solltet ihr ebenfalls den Mund mit Wasser ausspülen.
Eisenpräparate
Eisenpräparate, die flüssig eingenommen werden, können Verfärbungen auf den Zähnen verursachen. Das Eisen lagert sich auf dem Zahnschmelz ab und führt zu bräunlichen oder gräulichen Flecken. Diese Verfärbungen sind zwar in der Regel nicht schädlich, aber sie können unschön aussehen. Am besten nehmt ihr Eisenpräparate in Tablettenform ein oder spült den Mund nach der Einnahme gründlich aus. Eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt kann die Verfärbungen entfernen.
Schmerzmittel
Auch wenn sie uns bei Kopfschmerzen oder Fieber helfen, können bestimmte Schmerzmittel indirekt schädlich für unsere Zähne sein. Einige Schmerzmittel enthalten Zucker oder Säuren, die den Zahnschmelz angreifen können. Achtet auch hier auf die Inhaltsstoffe und spült den Mund nach der Einnahme aus.
Mundspülungen mit Chlorhexidin
Mundspülungen mit Chlorhexidin sind zwar wirksam gegen Bakterien im Mund, aber sie können bei längerer Anwendung zu Verfärbungen der Zähne und der Zunge führen. Außerdem können sie den Geschmackssinn beeinträchtigen. Verwendet diese Spülungen daher nur nach Anweisung des Zahnarztes und nicht über einen längeren Zeitraum.
Meine Tipps für gesunde Zähne auf Reisen
Nachdem wir nun die potenziellen Gefahren kennen, hier ein paar Tipps, wie ihr eure Zähne auf Reisen schützen könnt:
- Sorgfältige Mundhygiene: Zähneputzen ist das A und O! Nehmt eine gute Zahnbürste, Zahnpasta mit Fluorid und Zahnseide mit auf Reisen. Putzt eure Zähne mindestens zweimal täglich, am besten nach jeder Mahlzeit.
- Zuckerfreie Alternativen wählen: Achtet beim Kauf von Medikamenten auf zuckerfreie Varianten.
- Mund ausspülen: Spült nach der Einnahme von Medikamenten, die Zucker oder Säuren enthalten, den Mund gründlich mit Wasser aus.
- Ausreichend trinken: Trinken regt den Speichelfluss an und schützt die Zähne vor Karies.
- Zahnärztliche Kontrolle vor der Reise: Lasst eure Zähne vor längeren Reisen von einem Zahnarzt untersuchen und eventuelle Probleme beheben.
- Kaugummi kauen: Zuckerfreier Kaugummi regt den Speichelfluss an und neutralisiert Säuren.
- Gesunde Ernährung: Achtet auch auf Reisen auf eine ausgewogene Ernährung mit wenig Zucker und Säuren.
- Reiseversicherung: Informiert euch über die Leistungen eurer Reiseversicherung im Falle von Zahnproblemen im Ausland. Viele Versicherungen übernehmen die Kosten für eine Notfallbehandlung.
Meine persönliche Reiseapotheke für gesunde Zähne
Hier ein kleiner Einblick in meine Reiseapotheke, wenn es um Zahnpflege geht:
- Eine Reisezahnbürste mit Schutzkappe (super hygienisch!).
- Eine kleine Tube Zahnpasta mit Fluorid.
- Zahnseide oder Interdentalbürsten.
- Eine zuckerfreie Mundspülung (kleine Reisegröße).
- Zuckerfreie Kaugummis (immer griffbereit!).
- Ein kleines Fläschchen Xylit-Pulver (zum Süßen von Tee oder Kaffee, wenn keine zuckerfreien Alternativen vorhanden sind).
Ich hoffe, dieser Artikel hat euch geholfen, eure Zähne auf Reisen besser zu schützen. Denkt daran: Ein strahlendes Lächeln ist der beste Begleiter auf jedem Abenteuer! Und wenn ihr noch Fragen habt, hinterlasst mir einfach einen Kommentar. Bis zum nächsten Mal und happy travels!
Wichtig: Dieser Artikel dient nur der Information und ersetzt keine zahnärztliche Beratung. Bei Fragen oder Problemen wendet euch bitte an euren Zahnarzt.
