Wenn Jemand Gehen Will Lass Ihn Gehen
Kennt ihr das? Man klammert sich fest, wie ein Äffchen an eine Palme, obwohl die Palme eigentlich lieber ein Solo-Sunset am Strand genießen würde? Und dann ist da dieses nagende Gefühl, dass da irgendwas nicht stimmt? Ja, meine Lieben, dann ist es Zeit für einen Schlachtruf: "Wenn jemand gehen will, lass ihn gehen!"
Ich weiß, ich weiß, es klingt hart. Als würde man seinen Lieblingskuchen in den Mülleimer werfen (was natürlich NIEMAND tun würde!). Aber glaubt mir, manchmal ist es das Beste – für euch UND für den Kuchenäh… die Person, die gehen möchte.
Denkt mal an folgendes Szenario: Ihr habt ein Aquarium. Ein wunderschönes Aquarium mit schillernden Fischen und bunten Pflanzen. Aber einer dieser Fische, nennen wir ihn Freddy, ist irgendwie unglücklich. Er schwimmt immer an der Scheibe entlang, als würde er nach einem Ausweg suchen. Ihr füttert ihn mit dem besten Fischfutter der Welt, dekoriert das Aquarium mit neuen, glitzernden Steinen, aber Freddy bleibt unglücklich. Was macht ihr?
Klar, ihr könnt ihn zwangsernähren und ihm eine winzige, maßgeschneiderte Fisch-Zwangsjacke anziehen, damit er nicht mehr so unruhig ist. Aber wäre das wirklich fair? Würde Freddy dadurch glücklicher werden? Wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlicher ist, dass Freddy dann ein noch unglücklicherer Fisch in einer sehr unbequemen Zwangsjacke wäre. Und ihr wärt ein Fischhalter mit einem schlechten Gewissen und einer riesigen Rechnung für Miniatur-Fischmode.
Warum Festhalten selten eine gute Idee ist
Das Problem mit dem Festhalten ist, dass es meistens auf Angst basiert. Angst vor dem Alleinsein, Angst vor Veränderung, Angst davor, nicht gut genug zu sein. Aber Angst ist ein schlechter Ratgeber! Sie flüstert euch Lügen ins Ohr und malt Schreckensszenarien an die Wand. Lasst euch nicht von der Angst manipulieren!
Die Energie des Loslassens
Loslassen ist nicht einfach, das ist klar. Es erfordert Mut, Stärke und eine gehörige Portion Selbstliebe. Aber es ist auch befreiend! Es ist, als würde man einen schweren Rucksack abwerfen, der einem schon seit Ewigkeiten auf den Schultern lastet. Plötzlich fühlt man sich leichter, freier, energiegeladener! Man hat Platz für neue Abenteuer, neue Freundschaften, neue Kuchen (ja, Kuchen sind wichtig!).
Erinnert euch an diesen einen Pullover, den ihr so geliebt habt, der aber schon seit Jahren Löcher hat und total ausgeleiert ist? Irgendwann habt ihr ihn dann doch weggegeben, und wisst ihr was? Ihr habt es nicht bereut! Stattdessen habt ihr Platz für einen neuen, kuscheligen Lieblingspullover geschaffen. Genauso ist es mit Menschen. Wenn jemand nicht mehr in euer Leben passt, ist es Zeit, Platz zu schaffen.
"Wenn jemand gehen will, lass ihn gehen. Es ist nicht das Ende der Welt. Es ist vielleicht nur der Anfang eines neuen Abenteuers."
Und mal ehrlich, wer will schon jemanden, der eigentlich gar nicht da sein will? Stell dir vor, du planst eine epische Pyjamaparty mit deinen besten Freundinnen. Du hast Popcorn, Filme, Nagellack und jede Menge Klatsch und Tratsch. Aber eine Freundin, nennen wir sie Berta, ist total unmotiviert. Sie sitzt nur in der Ecke, starrt auf ihr Handy und sehnt sich nach ihrem Bett. Wäre es dann nicht besser, Berta ziehen zu lassen, damit sie sich in ihr Bettchen kuscheln kann und ihr den Abend mit den Mädels unbeschwert genießen könnt?
Genau darum geht es! Es geht darum, sich selbst und anderen zu erlauben, glücklich zu sein. Auch wenn das bedeutet, dass man getrennte Wege geht. Es bedeutet nicht, dass man ein Versager ist oder dass man etwas falsch gemacht hat. Es bedeutet einfach nur, dass man erkannt hat, dass es für beide Seiten besser ist, loszulassen.
Also, das nächste Mal, wenn ihr merkt, dass jemand gehen möchte, erinnert euch an Freddy den Fisch, den ausgeleierten Pullover und Berta die Pyjamaparty-Muffel. Atmet tief durch, lächelt und sagt: "Ciao, Kakao! Mach's gut!" Und dann geht ihr raus und genießt euer Leben! Es gibt so viel zu entdecken, so viele neue Menschen kennenzulernen und so viele neue Kuchen zu essen!
Und wer weiß, vielleicht kreuzen sich eure Wege ja irgendwann wieder. Vielleicht kommt Freddy der Fisch irgendwann mal zu Besuch in eurem neuen, noch viel größeren Aquarium. Vielleicht findet ihr den alten Pullover auf einem Flohmarkt wieder und lacht darüber. Und vielleicht kommt Berta irgendwann mal mit neuer Energie und guter Laune zu einer Pyjamaparty. Aber bis dahin: Lasst los und genießt die Freiheit!
