When Was The Birth Of Jesus
Also, wann genau hat der Weihnachtsmann äh... ich meine, Jesus, eigentlich Geburtstag? Eine Frage, die so alt ist wie Omas Weihnachtsplätzchen (und manchmal genauso bröselig). Wir alle feiern brav am 24. Dezember, aber war er wirklich ein Dezember-Kind? Die Antwort ist, wie so oft bei alten Geschichten: Es ist komplizierter als ein Ikea-Regal ohne Anleitung.
Kein Datum auf der Geburtsurkunde
Das Problem ist, dass die Bibel selbst kein exaktes Datum liefert. Stell dir vor, Maria kommt ins Krankenhaus (oder eher in den Stall) und vergisst, sich das Geburtsdatum ins Stammbuch eintragen zu lassen! Unvorstellbar heutzutage, aber damals waren die Leute wohl mit anderen Dingen beschäftigt. Hirten, Engel, ein Baby, du kennst das ja…
Also, woher kommt dann der 24. Dezember? Nun, im Laufe der Jahrhunderte haben sich Gelehrte und Kirchenväter die Köpfe zerbrochen, gerechnet und interpretiert. Einige haben sich auf astronomische Ereignisse konzentriert (der Stern von Bethlehem!), andere auf politische Umstände (wann war Kaiser Augustus so richtig aktiv?), wieder andere auf theologische Überlegungen.
Tatsächlich wurde Weihnachten erst im 4. Jahrhundert offiziell auf den 25. Dezember (beziehungsweise den Abend des 24.) festgelegt. Und das hatte wahrscheinlich weniger mit konkreten Beweisen zu tun als mit einem cleveren Schachzug: Damals feierten die Römer nämlich ein heidnisches Fest zu Ehren des Sonnengottes, genannt "Sol Invictus" (die unbesiegte Sonne). Die Kirche dachte sich wohl: "Hey, wenn wir den Geburtstag von Jesus auf denselben Tag legen, haben wir die Party gleich mitübernommen!" Klingt pragmatisch, oder?
Frühling, Sommer, Herbst? Alles ist möglich!
Es gibt nämlich einige Indizien, die gegen einen Dezember-Geburtstag sprechen. Zum Beispiel die Sache mit den Hirten, die nachts ihre Herden hüteten. Im Winter, speziell in der Gegend um Bethlehem, ist es aber oft ziemlich kalt und ungemütlich für eine Nachtwanderung mit Schafen. Da würden sich die Hirten wahrscheinlich lieber am Lagerfeuer wärmen, anstatt draußen zu campieren.
Deshalb spekulieren einige Historiker, dass Jesus eher im Frühling oder Herbst geboren wurde. Im Frühling, weil dann die Lämmer zur Welt kommen und die Hirten alle Hände voll zu tun haben. Oder im Herbst, nach der Ernte, wenn die Menschen Zeit für religiöse Feste hatten.
Ein bisschen Detektivarbeit...
Andere Theorien stützen sich auf die Erwähnung des Priesters Sacharja im Lukas-Evangelium. Sacharja war im Tempel von Jerusalem tätig, und einige Gelehrte haben versucht, anhand der biblischen Angaben seinen Dienstplan zu rekonstruieren. Wenn man dann noch die Empfängnis von Johannes dem Täufer (dem Cousin von Jesus) und die anschließende Empfängnis von Jesus berücksichtigt, kommt man – je nach Interpretation – auf einen Geburtstermin im Frühling oder Herbst.
Aber Vorsicht: Diese Berechnungen sind alles andere als exakt und basieren auf vielen Annahmen. Im Grunde ist es ein bisschen wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen – nur dass der Heuhaufen aus alten Texten und historischen Puzzleteilen besteht.
Was wirklich zählt
Am Ende ist es vielleicht gar nicht so wichtig, wann genau Jesus geboren wurde. Wichtiger ist doch, *dass* er geboren wurde. Und dass wir uns an die Botschaft von Liebe, Frieden und Hoffnung erinnern, die er verkündet hat. Ob wir das nun am 24. Dezember, im Frühling oder an einem ganz anderen Tag tun, bleibt jedem selbst überlassen.
Und hey, vielleicht ist die ganze Geheimniskrämerei um das Geburtsdatum ja auch ganz gut so. So bleibt Jesus ein bisschen rätselhaft und mysteriös – wie ein richtig guter Superheld eben.
"Es ist nicht wichtig, wann wir feiern, sondern wie wir feiern." - Ein weiser Mensch (vermutlich kurz vor Weihnachten)
Also, lasst uns die Weihnachtszeit genießen, egal ob mit Schnee oder ohne, mit präzisem Datum oder ohne. Hauptsache, wir feiern mit Herz und teilen die Freude mit anderen. Und wenn jemand fragt, wann Jesus Geburtstag hat, können wir ganz nonchalant antworten: "Irgendwann. Aber das ist eigentlich gar nicht so wichtig." Und dann zwinkern wir verschmitzt und reichen ein weiteres Plätzchen.
