Who Which Whose übungen Mit Lösungen
Hallo liebe Reisefreunde! Seid ihr bereit für ein kleines, aber feines Deutsch-Abenteuer? Heute nehmen wir uns etwas vor, was vielen von euch vielleicht schon beim Deutschlernen begegnet ist – und was manchmal für ein bisschen Verwirrung sorgt: die Relativpronomen "wer," "welcher," und "wessen". Keine Angst, wir machen das Ganze spielerisch und praxisnah, fast so, als ob wir gerade zusammen durch Berlin schlendern und uns die Stadt erklären. Und das Beste: Am Ende gibt’s ein paar Übungen mit Lösungen, damit ihr euer Wissen gleich testen könnt! Los geht's!
Relativpronomen – Was ist das überhaupt?
Stellt euch vor, ihr steht vor dem Brandenburger Tor und wollt euren Freunden erzählen, was ihr seht. Ihr könntet sagen: "Da ist das Brandenburger Tor. Das Brandenburger Tor ist sehr berühmt." Aber das klingt doch ein bisschen holprig, oder? Viel eleganter wäre: "Da ist das Brandenburger Tor, das sehr berühmt ist." Genau das ist die Funktion eines Relativpronomens: Es verbindet zwei Sätze miteinander und bezieht sich dabei auf ein Nomen, das bereits genannt wurde.
Im Deutschen haben wir verschiedene Relativpronomen, die sich nach Genus (männlich, weiblich, neutral), Numerus (Singular, Plural) und Kasus (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ) des Bezugswortes richten. Das klingt kompliziert, ist es aber gar nicht, wenn man's einmal verstanden hat. Und hier kommen "wer," "welcher," und "wessen" ins Spiel.
"Wer" – Der Spezialfall
"Wer" ist ein bisschen ein Sonderling unter den Relativpronomen. Es bezieht sich nämlich nicht auf ein konkretes Nomen, sondern auf eine unbestimmte Person oder Personengruppe. Man könnte sagen, "wer" ist immer dann im Einsatz, wenn wir nicht genau wissen, welche Person gemeint ist.
Ein Beispiel: "Wer Deutsch lernen möchte, muss üben." Hier bezieht sich "wer" auf jede Person, die Deutsch lernen möchte – es ist also keine bestimmte Person gemeint. Oftmals wird "wer" auch in Kombination mit "der" verwendet: "Wer das sagt, der lügt."
Merke: "Wer" steht immer im Singular, auch wenn es sich auf mehrere Personen beziehen kann. Außerdem richtet sich der Kasus des Relativpronomens nicht nach dem Bezugswort (weil es ja keines gibt!), sondern nach seiner Funktion im Relativsatz. Ein Beispiel: "Ich suche jemanden, dem ich mein Geheimnis anvertrauen kann." (Dativ, weil "dem" das Dativobjekt im Relativsatz ist).
"Welcher/Welche/Welches" – Die Alternative
"Welcher," "welche," und "welches" sind im Grunde genommen Alternativen zu "der," "die," und "das." Ihr könnt sie also oft austauschen. Allerdings klingen sie ein bisschen gehobener und werden daher nicht ganz so häufig verwendet, besonders in der gesprochenen Sprache. Sie passen aber wunderbar in schriftliche Texte oder wenn ihr einen besonders eleganten Eindruck machen wollt.
Die Form richtet sich nach Genus, Numerus und Kasus des Bezugswortes, genau wie bei "der/die/das." Hier ein paar Beispiele:
- "Das ist das Hotel, welches ich euch empfohlen habe." (Neutrum, Singular, Akkusativ)
- "Das sind die Museen, welche wir besuchen wollen." (Femininum, Plural, Nominativ)
- "Der Mann, welchem ich geholfen habe, war sehr dankbar." (Maskulinum, Singular, Dativ)
Achtung: "Welcher," "welche," und "welches" werden besonders gerne verwendet, wenn der Relativsatz durch ein Komma vom Hauptsatz abgetrennt ist und ein Präpositionalausdruck im Relativsatz vorkommt. Zum Beispiel: "Das ist das Café, in welchem wir uns immer treffen."
"Wessen" – Der Besitzanzeiger
Und schließlich "wessen"! "Wessen" ist das Genitiv-Relativpronomen und zeigt den Besitz oder die Zugehörigkeit an. Es ist unveränderlich und richtet sich nur nach dem Genus und Numerus des Besitzers, nicht des Besitzten. Klingt kompliziert? Ein Beispiel macht es klarer:
"Das ist der Mann, dessen Auto gestohlen wurde." Hier gehört das Auto dem Mann, also verwenden wir "dessen." Egal ob das Auto männlich, weiblich oder neutral ist, "wessen" bleibt "dessen" (bzw. "deren" im Plural, dazu gleich mehr).
Wichtig: "Wessen" wird verwendet, wenn sich der Besitz auf eine Person oder ein Tier bezieht. Wenn sich der Besitz auf eine Sache bezieht, verwendet man normalerweise "dessen" + Präposition. Zum Beispiel: "Das ist das Haus, dessen Dach kaputt ist" (Personenbezug). Aber: "Das ist das Haus, dessen Dach durch einen Sturm beschädigt wurde" (Sachenbezug mit Präposition).
Für den Plural gilt: "deren" bezieht sich auf mehrere Personen oder Dinge. "Das sind die Kinder, deren Eltern im Urlaub sind." Hier gehören die Eltern den Kindern, also verwenden wir "deren."
Übungen mit Lösungen – Teste dein Wissen!
So, genug Theorie! Jetzt wird es Zeit, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Hier sind ein paar Übungen, mit denen ihr euer Wissen testen könnt. Keine Sorge, die Lösungen findet ihr weiter unten. Viel Erfolg!
- Er ist der Mann, _________ ich gestern getroffen habe. (der/welcher)
- _________ das gesagt hat, muss sich entschuldigen. (Wer)
- Das ist die Frau, _________ Katze entlaufen ist. (deren/wessen)
- Das ist das Buch, _________ ich dir erzählt habe. (von dem/von welchem)
- Die Touristen, _________ wir geholfen haben, waren sehr dankbar. (denen/welchen)
- Das ist das Hotel, in _________ wir gewohnt haben. (dem/welchem)
- _________ sich nicht an die Regeln hält, wird bestraft. (Wer)
- Das sind die Leute, _________ ich mein Auto verkauft habe. (denen/welchen)
- Das ist das Haus, _________ Garten wunderschön ist. (dessen/wessen)
- _________ fleißig lernt, wird die Prüfung bestehen. (Wer)
Lösungen:
- Er ist der Mann, den ich gestern getroffen habe. (Welchen wäre hier grammatisch korrekt, aber unüblich im alltäglichen Sprachgebrauch)
- Wer das gesagt hat, muss sich entschuldigen.
- Das ist die Frau, deren Katze entlaufen ist. (oder: wessen Katze entlaufen ist)
- Das ist das Buch, von dem ich dir erzählt habe. (Von welchem wäre möglich, aber stilistisch weniger elegant)
- Die Touristen, denen wir geholfen haben, waren sehr dankbar.
- Das ist das Hotel, in dem wir gewohnt haben. (Welchem wäre möglich, aber stilistisch weniger elegant)
- Wer sich nicht an die Regeln hält, wird bestraft.
- Das sind die Leute, denen ich mein Auto verkauft habe.
- Das ist das Haus, dessen Garten wunderschön ist.
- Wer fleißig lernt, wird die Prüfung bestehen.
Na, wie viele hattet ihr richtig? Lasst euch nicht entmutigen, wenn nicht alles auf Anhieb geklappt hat. Übung macht den Meister! Und denkt daran, das Wichtigste ist, dass ihr euch traut, Deutsch zu sprechen und zu schreiben. Fehler sind ganz normal und gehören zum Lernprozess dazu.
Tipps für die Praxis
Hier noch ein paar Tipps, wie ihr "wer," "welcher," und "wessen" im Alltag besser verstehen und anwenden könnt:
- Lest deutsche Bücher und Zeitungen: Achtet darauf, wie die Relativpronomen in verschiedenen Kontexten verwendet werden.
- Hört deutsche Podcasts und schaut deutsche Filme: Konzentriert euch darauf, wie die Relativpronomen in der gesprochenen Sprache klingen.
- Schreibt eigene Texte: Versucht, die Relativpronomen bewusst einzusetzen.
- Sprecht mit Muttersprachlern: Fragt sie, ob ihr die Relativpronomen richtig verwendet habt.
Und das Wichtigste: Habt Spaß beim Lernen! Deutsch ist eine wunderschöne Sprache, und es lohnt sich, sie zu entdecken. Ich hoffe, dieser kleine Ausflug in die Welt der Relativpronomen hat euch geholfen. Bis zum nächsten Mal, und viel Erfolg beim Deutschlernen!
Pro-Tipp: Vergesst nicht, dass Kontexte entscheidend sind. Manchmal gibt es mehrere korrekte Optionen, aber eine klingt natürlicher als die andere. Hört genau zu, wie Muttersprachler sprechen, und ahmt sie nach!
