Who Won The Vietnam War
Okay, lasst uns über Vietnam reden. Und zwar nicht so bierernst, wie Geschichtslehrer das früher gemacht haben. Sondern so, dass man am Ende denkt: "Hoppla, das ist ja komplizierter als ein IKEA-Regal!" Denn, mal ehrlich, wer hat den Vietnamkrieg gewonnen?
Die offizielle Antwort: Vietnam
Wenn man's ganz offiziell nimmt, dann hat Nordvietnam gewonnen. Die nordvietnamesische Armee (NVA) und die Viet Cong (VC) haben Saigon eingenommen, Südvietnam ist gefallen und wurde mit dem Norden wiedervereinigt. Fertig. Fall abgeschlossen. Oder?
Naja, so einfach ist es dann doch nicht. Stellen wir uns mal vor, es ist wie bei einem Fußballspiel, bei dem eine Mannschaft zwar gewinnt, aber trotzdem alle total fertig und pleite sind. Nordvietnam hatte zwar das Land geeint, aber das Land war verwüstet. Wirtschaftlich am Boden. Die Infrastruktur im Eimer. Und die Bevölkerung? Teilweise traumatisiert und am Verzweifeln.
Die USA: Verloren? Oder doch irgendwie nicht?
Die USA haben natürlich *nicht* gewonnen. Das ist klar wie Kloßbrühe. Sie haben sich zurückgezogen, das Land im Chaos zurückgelassen und eine Menge Geld, Ausrüstung und Menschenleben verloren. Ein Desaster auf ganzer Linie, zumindest militärisch. Aber… und jetzt kommt der Clou…
Denken wir mal ein bisschen weiter. Was wollten die USA eigentlich erreichen? Die offizielle Begründung war ja, die Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern – die sogenannte Domino-Theorie. Wenn Vietnam fällt, dann fallen alle anderen südostasiatischen Länder auch! Bumm! Kommunismus-Tsunami! Nur: Das ist ja nicht passiert, oder? Klar, es gab kommunistische Regierungen in Laos und Kambodscha, aber der große rote Flächenbrand blieb aus.
Und jetzt kommt der eigentliche Witz: Heute sind Vietnam und die USA ziemlich dicke Freunde! Sie handeln miteinander, US-Touristen besuchen Vietnam, und vietnamesische Studenten studieren in den USA. Vietnam ist sogar ein wichtiger Partner der USA im Kampf gegen China! Ist das nicht ironisch?
Die Vietnamesen: Gewonnen, aber zu welchem Preis?
Klar, die Vietnamesen haben ihr Land wiedervereint. Das ist ein riesiger Erfolg! Aber der Preis war immens hoch. Millionen Tote, Zerstörung, jahrelange Armut. Und dann kommt noch die Sache mit den "Boatpeople". Nach dem Fall von Saigon flohen Hunderttausende Vietnamesen, weil sie Angst vor der neuen kommunistischen Regierung hatten. Sie riskierten ihr Leben in überfüllten Booten, um in anderen Ländern ein besseres Leben zu suchen. Ist das der Sieg, von dem sie geträumt hatten?
Ein Beispiel: Onkel Ho
Erinnert ihr euch an Ho Chi Minh? Der charismatische Führer Nordvietnams? Er wollte ein unabhängiges Vietnam. Und er hat es bekommen. Aber er hat den Sieg nicht mehr erlebt. Er starb 1969, lange bevor Saigon fiel. Hätte er sich das so vorgestellt?
Also, wer hat nun gewonnen?
Tja, das ist die Millionen-Dollar-Frage. Vielleicht hat niemand so richtig gewonnen. Vielleicht ist es am Ende eine Geschichte von Verlust, Leid und unerwarteten Wendungen. Es ist, als ob alle Beteiligten mit einem fetten blauen Auge aus der Sache rausgegangen sind.
Vielleicht ist die wahre Lehre aus dem Vietnamkrieg, dass Kriege selten einfache Gewinner und Verlierer haben. Dass die Folgen oft unvorhersehbar sind und dass die menschlichen Kosten immens sind. Vielleicht sollten wir uns alle mal öfter an diese Lektion erinnern, bevor wir wieder anfangen, uns gegenseitig die Köpfe einzuschlagen.
Und vielleicht ist es auch an der Zeit, die Geschichte des Vietnamkriegs nicht nur als eine Geschichte von Schlachten und Politik zu sehen, sondern auch als eine Geschichte von Menschen. Von ihren Träumen, ihren Ängsten und ihrem Überlebenswillen. Denn am Ende des Tages sind es die Menschen, die Kriege ausfechten und die unter ihren Folgen leiden.
"Krieg ist die Hölle." – Ein kluger Mensch, irgendwo, irgendwann.
Und wer weiß, vielleicht ist es ja auch ein bisschen wie bei "Wer wird Millionär?": Am Ende gewinnt man vielleicht eine Million, aber man hat auch graue Haare, Herzrasen und den Verdacht, dass alle einen nur ausnutzen wollen. Ob sich das gelohnt hat, muss jeder selbst entscheiden.
