Wie Alt Ist Anakin In Episode 2
Ah, Star Wars. Eine Saga voller Lichtschwerter, Macht, und... verwirrender Timelines? Lasst uns über Anakin sprechen, genauer gesagt, über Anakin Skywalker in Episode II: Angriff der Klonkrieger. Und vor allem, darüber, wie alt er da eigentlich ist.
Okay, haltet euch fest, denn hier kommt die Antwort, die vielleicht nicht so spektakulär ist wie ein Laserschwertkampf, aber dennoch interessant: Anakin ist in Episode II 19 Jahre alt. Ja, richtig gelesen. 19! Das bedeutet, er ist offiziell kein Teenager mehr, sondern ein junger Mann, der gerade erst die Führerscheinprüfung bestanden haben könnte (wenn es sowas in der Galaxis weit, weit entfernt gäbe).
Was macht diese Information so... nun, faszinierend? Denkt mal darüber nach: Wir sehen ihn als kleinen Jungen in Episode I, der mit seinem Podracer durch die Wüste rast. Dann springen wir zehn Jahre in die Zukunft, und plötzlich ist er ein fast erwachsener, manchmal etwas mürrischer Jedi-Padawan. Das ist wie bei einem dieser Zeitraffer-Videos, in denen ein Samen zu einem Baum heranwächst, nur dass der Baum in diesem Fall auch noch die Tendenz hat, gelegentlich zu fluchen und sich über Sand zu beschweren.
Ein junger Jedi mit großen Problemen
Mit 19 Jahren ist Anakin in einer seltsamen Lebensphase. Er ist kein Kind mehr, aber auch noch kein fertiger Jedi-Meister (was man ihm auch deutlich anmerkt). Er ist voll von jugendlichem Enthusiasmus, aber auch von Unsicherheit und dem Drang, sich zu beweisen. Er ist, kurz gesagt, ein emotionales Pulverfass, das jederzeit hochgehen kann. Und das tut es ja auch, im Laufe des Films.
Stellt euch vor, ihr wärt 19 und hättet diese Verantwortung: Einerseits sollt ihr ein friedfertiger Jedi sein, der die Macht kontrolliert. Andererseits seid ihr verliebt in eine Senatorin, die deutlich älter ist, müsst Krieg führen und habt ständig Obi-Wan Kenobi im Nacken, der euch ermahnt, geduldig zu sein. Das ist so, als ob man gleichzeitig eine Abschlussprüfung schreibt, versucht, ein Date zu organisieren und gleichzeitig einen Vulkanausbruch verhindern muss. Keine leichte Aufgabe für einen jungen Mann!
Die Liebe und das Sandkorn
Und dann ist da natürlich noch Padmé Amidala. Die Beziehung zwischen Anakin und Padmé in Episode II ist... nun ja, "komplex" ist vielleicht noch untertrieben. Eine junge, idealistische Senatorin und ein ungestümer Jedi-Padawan, die sich inmitten einer politischen Krise ineinander verlieben? Das schreit geradezu nach Drama. Und Drama bekommen wir auch zur Genüge.
Einer der denkwürdigsten (und amüsansten) Momente ist natürlich Anakins Monolog über den Sand. Ja, dieser Sand, der ihn so sehr stört. "Ich mag keinen Sand. Er ist grob und kratzig und irritierend und er kommt überall hin." Mal ehrlich, wer von uns hat sich nicht schon mal über etwas so Kleinliches aufgeregt? Nur dass wir es wahrscheinlich nicht vor einer Senatorin gesagt hätten, in die wir heimlich verliebt sind. Aber Anakin ist eben Anakin.
Es ist leicht, über diese Szene zu lachen (und das tun wir ja auch gerne), aber sie zeigt auch etwas Wichtiges über Anakin: Er ist emotional und ungeschliffen. Er sagt, was er denkt, ohne viel darüber nachzudenken. Er ist noch nicht der ausgeglichene, beherrschte Jedi, der er eigentlich sein sollte. Er ist eben noch jung und lernt (oder versucht es zumindest).
Die Last der Prophezeiung
Vergessen wir nicht die Bürde der Prophezeiung. Anakin wurde als der "Auserwählte" bezeichnet, der die Macht ins Gleichgewicht bringen soll. Das ist eine Menge Druck für jeden, geschweige denn für einen 19-Jährigen. Es ist, als würde man von ihm erwarten, dass er die Welt rettet, während er noch versucht herauszufinden, wie man eine Socke richtig zusammenlegt.
„Du bist der Auserwählte, Anakin. Du bringst die Macht ins Gleichgewicht.“
Die Last dieser Erwartungen trägt Anakin während des gesamten Films mit sich herum. Er will unbedingt beweisen, dass er würdig ist, aber er hat auch Angst zu versagen. Diese Angst und Unsicherheit tragen dazu bei, die dunkle Seite in ihm zu nähren, die wir alle kennen und fürchten.
Also, das nächste Mal, wenn ihr Episode II schaut, denkt daran: Anakin Skywalker ist kein perfekter Jedi-Meister. Er ist ein 19-jähriger junger Mann mit großen Träumen, großen Problemen und einer großen Verantwortung. Er ist ein bisschen tollpatschig, ein bisschen impulsiv und manchmal auch ein bisschen nervig. Aber er ist auch voller Potenzial und guten Willens. Und genau das macht ihn so interessant und so menschlich (obwohl er ja eigentlich ein Jedi ist). Er ist ein Produkt seiner Jugend, seiner Ausbildung und seiner eigenen inneren Konflikte. Und das macht ihn zu einem der komplexesten und tragischsten Charaktere der Star Wars-Saga.
Und ja, er hasst Sand. Das sollten wir nie vergessen.
