Wie Alt Muss Man Für Einen Minijob Sein
Hallo ihr Lieben! Eure reiselustige Freundin ist zurück, diesmal nicht mit einem atemberaubenden Sonnenuntergangsfoto von Santorini (obwohl, wer weiß, was noch kommt!), sondern mit einem Thema, das besonders für junge Weltenbummler und solche, die es werden wollen, interessant ist: Minijobs in Deutschland. Ich weiß, klingt erstmal nicht nach dem größten Abenteuer, aber glaubt mir, ein Minijob kann die Tür zu vielen eurer Reiseträume öffnen!
Gerade wenn man jung ist und die Welt entdecken möchte, ist das liebe Geld oft der Knackpunkt. Backpacking durch Südostasien, ein Sprachkurs in Spanien, oder einfach nur das Finanzieren des nächsten Wochenendtrips – all das kostet. Und da kommen Minijobs ins Spiel. Aber bevor ihr euch voller Elan auf die Jobsuche stürzt, ist es wichtig zu wissen: Wie alt muss man überhaupt für einen Minijob sein?
Das magische Alter: 13 Jahre! (Fast...)
Die Antwort ist eigentlich recht simpel, aber es gibt ein paar wichtige Details zu beachten. Grundsätzlich gilt in Deutschland, dass man ab 13 Jahren mit dem Arbeiten anfangen darf. Allerdings sind die Möglichkeiten und die Art der Arbeit, die erlaubt ist, stark eingeschränkt. Hier geht es hauptsächlich um das sogenannte Taschengeld aufbessern. Stellt euch vor, ihr seid 13 und wollt euch endlich dieses neue Computerspiel oder das angesagte Skateboard leisten. Dann könnt ihr euch zum Beispiel mit kleinen Hilfsjobs etwas dazuverdienen.
Was ist erlaubt, was ist verboten?
Für 13- und 14-Jährige sind folgende Tätigkeiten erlaubt, sofern sie leicht und für Kinder geeignet sind:
- Zeitungen austragen: Der Klassiker! Frische Luft und ein bisschen Bewegung inklusive.
- Babysitten: Wenn ihr gut mit kleinen Kindern umgehen könnt, ist das eine tolle Möglichkeit, euer Taschengeld aufzubessern.
- Nachhilfe geben: Seid ihr in einem bestimmten Fach besonders gut? Dann könnt ihr jüngeren Schülern helfen und gleichzeitig etwas verdienen.
- Hilfe im Haushalt oder Garten: Rasen mähen, Laub harken, oder beim Abwaschen helfen – das sind typische Aufgaben für jüngere Minijobber.
- Aushilfe im landwirtschaftlichen Familienbetrieb: Wenn eure Familie einen Bauernhof hat, könnt ihr beispielsweise bei der Ernte helfen.
Wichtig ist: Die Arbeit darf eure schulische Leistung nicht beeinträchtigen und eure Gesundheit nicht gefährden. Außerdem ist die Arbeitszeit begrenzt. Kinder unter 15 Jahren dürfen maximal zwei Stunden pro Tag arbeiten, und das auch nur zwischen 8 und 18 Uhr. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen ist Arbeit grundsätzlich verboten (es gibt aber Ausnahmen, z.B. in der Landwirtschaft).
Verboten sind für Kinder unter 15 Jahren:
- Gefährliche Arbeiten (z.B. mit gefährlichen Maschinen oder Chemikalien)
- Akkordarbeit (also Arbeit, bei der ihr nach Stückzahl bezahlt werdet)
- Nachtarbeit (zwischen 18 und 8 Uhr)
Mit 15 wird's interessanter: Das Jugendarbeitsschutzgesetz
Sobald ihr 15 Jahre alt seid, ändert sich die Lage. Dann greift das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG). Das bedeutet, dass ihr deutlich mehr Möglichkeiten habt, einen Minijob zu finden. Ihr dürft nun auch Arbeiten ausüben, die etwas anspruchsvoller sind. Aber auch hier gibt es natürlich Regeln, die euch schützen sollen.
Mehr Freiheit, aber immer noch Schutz
Mit 15 Jahren dürft ihr zum Beispiel:
- Im Einzelhandel aushelfen: Regale auffüllen, Kunden bedienen – das sind typische Aufgaben im Einzelhandel.
- In der Gastronomie jobben: Teller abräumen, Getränke servieren, oder in der Küche helfen – auch das ist möglich.
- Im Büro assistieren: Einfache Büroarbeiten erledigen, Dokumente sortieren, oder am Computer arbeiten.
Die Arbeitszeit ist aber auch hier begrenzt. Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren dürfen maximal acht Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche arbeiten. Außerdem müsst ihr genügend Pausen machen. Bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb Stunden steht euch eine Pause von mindestens 30 Minuten zu, und bei mehr als sechs Stunden sogar 60 Minuten.
Wichtig: Auch für Jugendliche gelten weiterhin bestimmte Beschränkungen. Gefährliche Arbeiten, Akkordarbeit und Nachtarbeit sind weiterhin tabu. Und natürlich darf die Arbeit eure Schulpflicht nicht beeinträchtigen.
Gut zu wissen: Bevor ihr euren ersten Minijob antretet, müsst ihr euch von einem Arzt untersuchen lassen. Diese Untersuchung soll sicherstellen, dass ihr für die Arbeit körperlich und geistig geeignet seid.
Der Klassiker: Der 450-Euro-Minijob
Wenn wir von Minijobs sprechen, meinen wir meistens den sogenannten 450-Euro-Minijob (auch bekannt als geringfügige Beschäftigung). Das bedeutet, dass ihr maximal 450 Euro im Monat verdienen dürft. Der Vorteil ist, dass ihr dann keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen müsst (mit Ausnahme eines geringen Beitrags zur Rentenversicherung, von dem ihr euch aber befreien lassen könnt). Das macht den 450-Euro-Minijob besonders attraktiv für Schüler, Studenten und Reisende, die sich etwas dazuverdienen möchten.
Minijob als Sprungbrett für die Reisekasse
Stellt euch vor, ihr arbeitet ein paar Monate lang neben der Schule oder dem Studium in einem Café, einem Supermarkt oder einem Kino. Das verdiente Geld könnt ihr dann für eure nächste Reise sparen. Oder ihr nutzt den Minijob, um euch während einer längeren Reise über Wasser zu halten. Viele Hostels und Restaurants bieten Minijobs für Reisende an. So könnt ihr nicht nur Geld verdienen, sondern auch neue Leute kennenlernen und eure Sprachkenntnisse verbessern.
"Ich habe mir meinen ersten Backpacking-Trip durch Südamerika mit einem Minijob in einem Eiscafé finanziert. Es war zwar nicht immer einfach, aber die Erfahrung war unbezahlbar! Und das Eis war auch nicht schlecht 😉" - Eure reiselustige Freundin
Wo findet man Minijobs?
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, einen Minijob zu finden. Hier sind ein paar Tipps:
- Online-Jobbörsen: Auf Plattformen wie Indeed, StepStone oder Minijob-Zentrale findet ihr zahlreiche Angebote.
- Aushänge in Supermärkten, Cafés und Restaurants: Oft hängen dort Zettel mit Jobangeboten aus.
- Direkt bewerben: Fragt einfach in euren Lieblingsgeschäften oder Restaurants nach, ob sie Aushilfen suchen.
- Freunde und Bekannte fragen: Manchmal wissen Freunde oder Bekannte von offenen Stellen.
- Jobmessen: Auf Jobmessen könnt ihr euch direkt bei verschiedenen Unternehmen vorstellen.
Fazit: Minijobs – Eine tolle Chance für junge Reisende
Wie ihr seht, gibt es viele Möglichkeiten, mit einem Minijob die eigene Reisekasse aufzubessern. Ob als 13-Jähriger beim Zeitung austragen oder als 17-Jähriger im Supermarkt – ein Minijob kann euch dabei helfen, eure Träume zu verwirklichen. Also, worauf wartet ihr noch? Stürzt euch ins Abenteuer und entdeckt die Welt!
Und denkt daran: Egal wo ihr arbeitet und wie viel ihr verdient, das Wichtigste ist, dass ihr Spaß habt und eure Erfahrungen genießt. Denn am Ende sind es die Erinnerungen, die zählen!
Bis zum nächsten Mal und happy travels!
