Wie Bereitet Man Weißen Spargel Zu
Hallo liebe Reisefreunde und Feinschmecker! Eure Lisa hier, wieder einmal mit einem kulinarischen Abenteuer im Gepäck. Diesmal entführen wir uns in die wunderbare Welt des deutschen Spargels, genauer gesagt, des Königs unter den Gemüsesorten: dem weißen Spargel! Ich erinnere mich noch gut an meine erste Spargelsaison. Ich war jung, neugierig und total überfordert von der schieren Menge an Spargelständen, die plötzlich überall auftauchten. Alle redeten von "Spargelzeit" und schwärmten von diesem zarten, fast magischen Gemüse. Aber wie bereitet man weißen Spargel eigentlich richtig zu? Das war die große Frage! Keine Sorge, ich habe mich durchgekämpft, viel gelernt und möchte euch jetzt meine besten Tipps und Tricks verraten, damit auch eure Spargel-Erfahrung ein voller Erfolg wird.
Die Qual der Wahl: Spargel-Sorten und Qualitätsmerkmale
Bevor wir in die Zubereitung eintauchen, lasst uns kurz über die verschiedenen Sorten und Qualitätsmerkmale sprechen. Denn nicht jeder Spargel ist gleich! Es gibt verschiedene Sortierungen, die sich hauptsächlich nach Dicke und Aussehen richten. Die dicksten Stangen, oft als "Extra" oder "Gourmet" bezeichnet, sind natürlich am teuersten, aber auch am saftigsten. Aber auch dünnere Stangen können köstlich sein, vor allem, wenn sie frisch sind.
Achtet beim Kauf auf folgende Punkte, um sicherzustellen, dass ihr frischen Spargel bekommt:
- Feste, geschlossene Köpfe: Die Spargelköpfe sollten prall und geschlossen sein, nicht aufgeblüht oder welk.
- Glänzende Stangen: Die Stangen sollten eine glatte, glänzende Oberfläche haben.
- Feuchte Enden: Die Schnittenden sollten feucht und nicht ausgetrocknet sein.
- Quietschtest: Reibt zwei Spargelstangen aneinander. Wenn sie quietschen, ist das ein gutes Zeichen für Frische.
- Angenehmer Geruch: Frischer Spargel riecht leicht nussig und angenehm.
Wenn ihr die Möglichkeit habt, kauft euren Spargel direkt beim Bauern auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen. Dort bekommt ihr in der Regel die frischeste Ware und könnt euch oft auch noch wertvolle Tipps vom Experten holen. Und natürlich unterstützt ihr damit auch die lokalen Landwirte!
Die Vorbereitung: Spargel schälen wie ein Profi
Das Schälen des Spargels ist wahrscheinlich der wichtigste Schritt für ein perfektes Ergebnis. Denn die Schale ist faserig und bitter und muss gründlich entfernt werden. Aber keine Angst, mit der richtigen Technik ist das gar nicht so schwer!
Hier meine bewährte Methode:
- Spargelschäler bereitlegen: Am besten eignet sich ein spezieller Spargelschäler, aber auch ein normaler Gemüseschäler tut es.
- Stangen halten: Legt die Spargelstange auf eine ebene Fläche und haltet sie am Kopf fest.
- Schälen: Beginnt etwa 2-3 cm unterhalb des Kopfes und schält die Stange gleichmäßig und sorgfältig bis zum Ende. Achtet darauf, die Schale nicht zu dick abzuschneiden, aber auch keine Stellen auszulassen.
- Enden abschneiden: Schneidet die holzigen Enden etwa 1-2 cm ab.
- Fertig! Kontrolliert die Stangen noch einmal und entfernt eventuelle Schalenreste.
Tipp: Wenn ihr sehr dünne Spargelstangen habt, müsst ihr sie eventuell gar nicht schälen. Einfach die Enden abschneiden und direkt zubereiten!
Die Zubereitung: Spargel kochen, dämpfen oder braten?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, weißen Spargel zuzubereiten. Die klassischste und meiner Meinung nach auch beste Methode ist das Kochen. Aber auch Dämpfen und Braten sind Optionen, die ich euch kurz vorstellen möchte.
Spargel kochen – der Klassiker
Das Kochen ist die einfachste und gängigste Methode. So geht's:
- Wasser aufsetzen: Füllt einen großen Topf mit Wasser.
- Salz, Zucker und Butter hinzufügen: Gebt pro Liter Wasser etwa 1 Teelöffel Salz, 1 Teelöffel Zucker und 1 EL Butter hinzu. Das Salz betont den Eigengeschmack des Spargels, der Zucker mildert eventuelle Bitterstoffe und die Butter sorgt für eine zarte Konsistenz.
- Spargel hineingeben: Sobald das Wasser kocht, gebt den geschälten Spargel vorsichtig hinein. Achtet darauf, dass der Spargel vollständig mit Wasser bedeckt ist.
- Köcheln lassen: Reduziert die Hitze und lasst den Spargel je nach Dicke 12-20 Minuten köcheln, bis er gar ist.
- Garprobe: Stecht mit einer Gabel in die dickste Stelle einer Spargelstange. Wenn die Gabel leicht hineingleitet, ist der Spargel gar. Er sollte aber noch etwas Biss haben und nicht zu weich sein.
- Abgießen: Gießt den Spargel ab und lasst ihn kurz abtropfen.
Tipp: Ihr könnt die Spargelschalen und -enden auskochen, um einen leckeren Spargelfond zu gewinnen. Dieser eignet sich hervorragend für Suppen und Saucen!
Spargel dämpfen – die schonende Variante
Das Dämpfen ist eine schonendere Methode, da der Spargel nicht direkt im Wasser liegt und somit weniger Aromen verloren gehen. Ihr benötigt dafür einen Dampfgarer oder einen Topf mit Dämpfeinsatz.
So geht's:
- Wasser in den Topf geben: Füllt den Topf mit etwas Wasser und bringt es zum Kochen.
- Dämpfeinsatz einsetzen: Legt den Spargel in den Dämpfeinsatz.
- Dämpfen: Deckt den Topf zu und dämpft den Spargel je nach Dicke 15-25 Minuten, bis er gar ist.
Spargel braten – für den besonderen Geschmack
Das Braten ist eine ungewöhnlichere Methode, die dem Spargel aber ein besonderes Aroma verleiht. Hierfür solltet ihr den Spargel vorher kurz blanchieren, um die Garzeit zu verkürzen.
So geht's:
- Spargel blanchieren: Blanchiert den geschälten Spargel 2-3 Minuten in kochendem Salzwasser und schreckt ihn anschließend in Eiswasser ab.
- Spargel braten: Erhitzt etwas Öl oder Butter in einer Pfanne und bratet den Spargel darin bei mittlerer Hitze 5-7 Minuten, bis er leicht gebräunt ist.
Die Krönung: Saucen und Beilagen
Der Spargel ist natürlich der Star, aber die richtigen Saucen und Beilagen machen das Gericht erst perfekt. Die Klassiker sind:
- Sauce Hollandaise: Die cremige Sauce Hollandaise ist der absolute Klassiker zum Spargel.
- Zerlassene Butter: Einfach, aber genial! Zerlassene Butter mit frischer Petersilie passt hervorragend zum Spargel.
- Bärlauchbutter: Für alle Bärlauch-Fans ist Bärlauchbutter eine tolle Alternative zur klassischen Butter.
Als Beilagen eignen sich:
- Kartoffeln: Salzkartoffeln oder neue Kartoffeln passen perfekt zum Spargel.
- Schinken: Gekochter oder roher Schinken sind tolle Begleiter zum Spargel.
- Schnitzel: Ein knuspriges Schnitzel macht das Spargelgericht zu einem herzhaften Mahl.
- Lachs: Gebratener oder geräucherter Lachs harmoniert wunderbar mit dem zarten Spargel.
Mein persönlicher Tipp: Probiert doch mal Spargel mit pochiertem Ei und gerösteten Mandeln. Eine echte Geschmacksexplosion!
Fazit: Spargelzeit ist Genusszeit!
Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Artikel die Angst vor der Spargelzubereitung nehmen und euch inspirieren, dieses köstliche Gemüse selbst auszuprobieren. Die Spargelzeit ist eine besondere Zeit im Jahr, die man in vollen Zügen genießen sollte. Egal ob klassisch mit Sauce Hollandaise oder kreativ mit neuen Beilagen – lasst eurer Fantasie freien Lauf und entdeckt die Vielfalt der Spargelküche! Und denkt daran: Der beste Spargel ist der, der euch am besten schmeckt! Bon appétit und bis zum nächsten kulinarischen Abenteuer!
