Wie Hat Man Den Eurotunnel Gebaut
Stellt euch vor, ihr wollt einen Tunnel unter dem Ärmelkanal bauen. Klingt verrückt, oder? Wie ein gigantisches Maulwurf-Projekt, das garantiert in einer gigantischen Überschwemmung endet. Aber genau das haben Frankreich und England gemacht – und es hat funktioniert! Wie? Lasst es uns aufdröseln, ohne uns in Ingenieurs-Jargon zu verlieren. Wir reden hier über den Eurotunnel, liebevoll auch Chunnel genannt.
Ein bisschen wie Zähneputzen, nur größer
Im Prinzip ist der Bau des Eurotunnels wie das Zähneputzen. Man nimmt eine riesige Bohrmaschine (nur, dass sie nicht für Zähne, sondern für Fels ist), und bohrt einfach drauf los! Diese gigantischen Bohrmaschinen, liebevoll "Tunnelbohrmaschinen" oder TBMS genannt, waren aber keine normalen Bohrer. Sie waren so groß wie mehrstöckige Häuser und fraßen sich durch den Meeresboden wie hungrige Raupen. Stell dir vor, du steuerst so ein Ding!
Das Tolle ist, jede TBM hatte einen eigenen Namen, oft weiblich, wie Brigitte und Catherine. Man gab ihnen Namen, weil sie ja quasi Familienmitglieder wurden, über Jahre hinweg. Man munkelt, dass die Tunnelbauer mit ihnen redeten, sie streichelten und ihnen Glück wünschten. Na gut, vielleicht nicht streichelten, aber man versteht den Punkt.
Ein Wettrennen zum Mittelpunkt der Erde (naja, fast)
Das wirklich Coole war, dass die Franzosen und Engländer von beiden Seiten gleichzeitig gebohrt haben! Das war wie ein Wettrennen: Wer erreicht zuerst die Mitte? Stell dir vor, wie peinlich es gewesen wäre, wenn sie sich verfehlt hätten und zwei getrennte Tunnel gebaut hätten, die einfach ins Nichts führen. "Ähm, hallo? Ist da jemand? Wir haben uns verirrt!" Zum Glück ist das nicht passiert.
"Es war wie ein Blind Date für Kontinente. Man hofft, dass es passt!" - Ein fiktiver Tunnelbauer
Die Spannung stieg, als die Teams sich immer näher kamen. Es gab Berechnungen, Messungen, Gebete (wahrscheinlich!). Und dann, irgendwann, gab es diesen einen Moment: Der Durchbruch! Ein kleiner Tunnel, durch den man von England nach Frankreich (oder umgekehrt) krabbeln konnte. Historisch! Vermutlich haben alle Beteiligten gejubelt, sich umarmt und literweise Champagner verspritzt (zumindest in der Vorstellung).
Mehr als nur ein Loch im Boden
Der Eurotunnel ist nicht nur ein Loch im Boden, durch das Züge fahren. Es ist ein Symbol für die Verbindung zwischen zwei Ländern, die sich historisch nicht immer grün waren. Es ist ein Beweis dafür, dass selbst die verrücktesten Ideen mit genügend Ingenieurskunst, Ehrgeiz und ein bisschen Glück Realität werden können. Und es ist ein Ort, an dem man in wenigen Minuten von England nach Frankreich reisen kann, ohne Seekrank zu werden (naja, vielleicht ein bisschen).
Aber mal ehrlich, wer hätte gedacht, dass es wirklich funktioniert? Ich meine, da gräbt man einfach unter dem Meer durch, und alles hält! Keine gigantische Flutwelle, keine einstürzenden Tunnel, keine Monster aus der Tiefe. Okay, vielleicht ein paar Seekranke, aber das zählt nicht.
Ein paar Fun Facts zum Schluss
- Der Eurotunnel ist der zweitlängste Unterwasser-Eisenbahntunnel der Welt.
- Der Bau dauerte von 1988 bis 1994.
- Es gibt nicht nur einen, sondern drei Tunnel: zwei für Züge und einen kleineren Servicetunnel.
- Man kann mit dem Zug, dem Auto oder dem Bus durch den Tunnel fahren.
- Gerüchten zufolge hat schon mal ein Eichhörnchen versucht, den Tunnel zu durchqueren. Ob es erfolgreich war, ist nicht bekannt.
Also, das nächste Mal, wenn ihr mit dem Zug durch den Eurotunnel fahrt, denkt daran: Ihr seid nicht nur in einem Tunnel, sondern in einem Wunderwerk der Ingenieurskunst. Und denkt an Brigitte und Catherine, die Tunnelbohrmaschinen, die diesen Traum möglich gemacht haben. Prost!
