Wie Kaputt Bin Ich Innerlich Test
Hallo ihr Lieben, eure reiselustige Freundin meldet sich wieder! Heute wird es ein bisschen anders, ein bisschen persönlicher, als ihr es vielleicht von mir gewohnt seid. Keine Sorge, ich werde euch nicht mit endlosen Urlaubsfotos langweilen (die hebe ich mir für später auf!). Aber etwas, das mich in letzter Zeit sehr beschäftigt hat, möchte ich mit euch teilen: Meine Auseinandersetzung mit der Frage: Wie kaputt bin ich innerlich eigentlich wirklich?
Ja, ich weiß, das klingt dramatisch! Und vielleicht ist es das auch ein bisschen. Aber lasst mich euch erklären. Als Reisebloggerin lebe ich ein Leben, das von außen oft perfekt erscheint. Ständig unterwegs, neue Kulturen entdecken, atemberaubende Landschaften sehen… Klingt nach dem absoluten Traum, oder? Und das ist es ja auch oft. Aber die Kehrseite der Medaille ist, dass man auch sehr viel alleine ist, dass man ständig unter Strom steht, die perfekte Fassade aufrechtzuerhalten versucht und dass die eigenen Bedürfnisse oft hinten anstehen. Da läppern sich kleine Kratzer an der Seele an, die irgendwann zu einem größeren Riss werden können. Und genau an diesem Punkt stand ich vor einiger Zeit.
Ich hatte das Gefühl, dass ich mich selbst verloren hatte. Dass ich nur noch eine Hülle war, die die Erwartungen anderer erfüllte. Die Abenteuerlust war verschwunden, die Freude an neuen Entdeckungen verblasst. Stattdessen fühlte ich mich leer, erschöpft und innerlich unruhig. Ich wusste, ich musste etwas ändern. Aber was?
Die Suche nach Antworten: Online-Tests und ihre Tücken
Wie viele in meiner Generation habe ich mich zuerst einmal ins Internet gestürzt. Auf der Suche nach Antworten, nach Hilfe, nach einem Weg aus diesem Tief. Und natürlich bin ich dabei auf die unzähligen Online-Tests gestoßen, die einem versprechen, die eigene Psyche in wenigen Minuten zu analysieren. Allen voran natürlich der ominöse "Wie Kaputt Bin Ich Innerlich"-Test.
Ich habe bestimmt ein Dutzend solcher Tests gemacht. Von humorvollen Quizfragen bis hin zu ernsteren psychologischen Fragebögen war alles dabei. Und die Ergebnisse waren…nun ja, sagen wir mal, sie waren nicht immer hilfreich. Mal wurde mir eine leichte depressive Verstimmung attestiert, mal ein Burnout-Risiko, mal eine tiefe innere Zerrissenheit. Mal war ich kurz vor dem Nervenzusammenbruch, mal einfach nur ein bisschen müde.
Was ich dabei gelernt habe: Diese Online-Tests sind keine Diagnose. Sie können höchstens eine erste Orientierung bieten, ein Anstoß sein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Aber sie ersetzen niemals ein Gespräch mit einem Psychologen oder Therapeuten. Man sollte die Ergebnisse also nicht zu ernst nehmen, sondern eher als Denkanstoß betrachten.
Die Gefahren der Selbstdiagnose
Ich muss gestehen, dass ich mich kurzzeitig in die Ergebnisse der Tests hineingesteigert habe. Ich habe mich selbst analysiert, meine Verhaltensweisen hinterfragt, jedes Gefühl auf die Goldwaage gelegt. Das Ganze hat mich aber nur noch unsicherer und verwirrter gemacht. Ich habe angefangen, mir selbst Dinge einzureden, die vielleicht gar nicht stimmten. Die Selbstdiagnose kann gefährlich sein, weil man sich in eine bestimmte Richtung lenken kann und sich selbst unnötig belastet.
Deshalb mein Tipp: Nutzt solche Tests, wenn überhaupt, nur als spielerischen Einstieg. Seid kritisch, hinterfragt die Ergebnisse und lasst euch nicht von den Diagnosen verunsichern. Und vor allem: Scheut euch nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr alleine nicht mehr weiterkommt.
Der Weg zur Selbstfindung: Mehr als nur ein Test
Nachdem ich mich von den Online-Tests wieder etwas distanziert hatte, habe ich angefangen, andere Wege zu suchen, um mich selbst besser kennenzulernen und meine innere Balance wiederzufinden. Ich habe mir bewusst Zeit für mich genommen, habe meditiert, Yoga gemacht und mich wieder mehr mit Dingen beschäftigt, die mir Freude bereiten. Ich habe lange Spaziergänge in der Natur gemacht, habe gelesen, gemalt und einfach nur sein dürfen.
Und was soll ich sagen? Es hat geholfen! Langsam aber sicher habe ich wieder zu mir selbst gefunden. Ich habe gelernt, meine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und zu respektieren. Ich habe gelernt, "Nein" zu sagen und mich nicht von den Erwartungen anderer unter Druck setzen zu lassen. Und ich habe gelernt, dass es okay ist, nicht immer perfekt zu sein. Dass es okay ist, auch mal "kaputt" zu sein.
Meine persönlichen Erkenntnisse
Was ich aus dieser Erfahrung gelernt habe, möchte ich euch gerne mit auf den Weg geben:
- Selbstliebe ist der Schlüssel: Akzeptiert euch so, wie ihr seid. Mit all euren Stärken und Schwächen. Seid gut zu euch selbst und behandelt euch mit Respekt und Mitgefühl.
- Achtsamkeit ist wichtig: Nehmt euch bewusst Zeit für euch selbst. Hört auf eure innere Stimme und achtet auf eure Bedürfnisse.
- Professionelle Hilfe ist kein Tabu: Scheut euch nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr alleine nicht mehr weiterkommt. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke, sich Hilfe zu suchen.
- Vergleich macht unglücklich: Vergleicht euch nicht mit anderen. Jeder Mensch ist einzigartig und hat seinen eigenen Weg.
- Weniger ist mehr: Versucht, euer Leben zu entschleunigen und euch auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Mein Fazit: Kaputt sein ist okay!
Abschließend kann ich sagen: Ja, ich war in einer schwierigen Phase. Ja, ich habe mich innerlich "kaputt" gefühlt. Aber ich habe auch gelernt, dass das okay ist. Dass es menschlich ist, auch mal Schwäche zu zeigen. Und dass es wichtig ist, sich Hilfe zu suchen, wenn man sie braucht. Und das aller wichtigste: Solche Phasen können uns unglaublich stark machen und uns helfen, uns selbst besser kennenzulernen.
Ich hoffe, meine persönlichen Erfahrungen helfen euch vielleicht ein bisschen weiter. Vielleicht habt ihr ja ähnliche Erfahrungen gemacht? Lasst es mich in den Kommentaren wissen! Und denkt daran: Ihr seid nicht allein!
Bis zum nächsten Mal, eure reiselustige Freundin!
