Wie Lange Darf Ein Aufzug Außer Betrieb Sein
Hand aufs Herz: Wie lange darf ein Aufzug wirklich kaputt sein? Ich meine, wirklich?
Die Wahrheit, die niemand aussprechen will
Offiziell gibt's da natürlich irgendwelche Vorschriften. Irgendwelche DIN-Normen, die wahrscheinlich in Latein verfasst sind und sowieso niemand versteht. Aber mal ehrlich: Interessiert das irgendwen, wenn man im achten Stock wohnt und die Treppe plötzlich zum persönlichen Mount Everest wird?
Ich behaupte: Länger als eine Woche ist schon Folter. Unpopular opinion, ich weiß. Aber stellt euch vor: Einkaufen, Wäsche, die geliebte Zimmerpflanze, die plötzlich ein Umzugsprojekt wird… Alles wird zur logistischen Meisterleistung. Und wehe dem, der eine Treppenphobie hat!
Das Aufzug-Drama in drei Akten
Akt 1: Die Hoffnung. "Ach, der ist doch bestimmt morgen wieder da!" Naiv, wir waren alle mal so.
Akt 2: Die Verzweiflung. Der erste Muskelkater meldet sich. Man plant Einkäufe strategisch. Überlegt, ob man die Katze nicht doch draußen lassen kann.
Akt 3: Die Akzeptanz (und der Zynismus). Man begrüßt jeden, der die Treppe hochkeucht mit einem wissenden Lächeln. Man entwickelt eine tiefe Freundschaft zu den anderen Leidensgenossen. Und man träumt von einem Leben im Erdgeschoss.
Die Aufzug-Reparatur: Ein Mysterium?
Was dauert an so einer Aufzug-Reparatur eigentlich so lange? Ist das komplizierter als eine Herztransplantation? Braucht man dafür einen Doktortitel in Quantenphysik? Oder ist das einfach nur… Bequemlichkeit?
Ich habe da so meine Theorien. Vielleicht ist der Aufzug-Monteur ein Perfektionist. Er poliert jede Schraube einzeln. Vielleicht ist das Ersatzteil in der Mongolei bestellt worden. Oder vielleicht, ganz vielleicht, hat jemand vergessen, den Stecker reinzustecken.
Mein revolutionärer Vorschlag
Ich plädiere für eine Aufzugs-Reparatur-Garantie! Sagen wir: 72 Stunden. Wenn der Aufzug danach immer noch streikt, gibt es eine Entschädigung. Freie Pizza für alle Bewohner! Oder ein persönlicher Butler, der die Einkäufe hochträgt.
Und wenn das nicht hilft, dann… dann gründen wir eine Bürgerinitiative. "Rettet die Aufzüge!" Mit Demo und allem Drum und Dran. Wir blockieren die Aufzugsfirma. Wir schreiben Brandbriefe an die Lokalzeitung. Wir gehen ins Fernsehen. Alles für den Aufzug!
Realität vs. Traum
Klar, das ist alles etwas überspitzt. Aber mal ehrlich: Ein funktionierender Aufzug ist Lebensqualität. Er ist mehr als nur eine bequeme Transportmöglichkeit. Er ist ein Stück Freiheit. Er ist die Verbindung zur Welt.
Also, liebe Aufzugsfirmen, liebe Hausverwaltungen, liebe Handwerker: Nehmt uns Bewohner ernst. Versteht unseren Schmerz. Und repariert die verdammten Aufzüge! Und vielleicht, nur vielleicht, gebt uns vorher Bescheid, wie lange es wirklich dauert. Dann können wir uns wenigstens mental darauf vorbereiten, unsere innere Bergziege zu entdecken.
Denn, und das ist die bittere Wahrheit: Solange der Aufzug kaputt ist, sind wir alle ein bisschen kleiner.
In diesem Sinne: Hoch die Tassen – äh, Treppen!
