Wie Lange Fliegt Man Nach ägypten Von München
Okay, Leute, lasst uns über etwas reden, das mich immer wieder beschäftigt: Ägypten. Genauer gesagt: Wie lange verdammt nochmal fliegt man von München nach Ägypten? Ich meine, wir leben im 21. Jahrhundert! Sollte es nicht langsam eine Art Warp-Antrieb geben, der uns schneller ans Ziel bringt?
Die gefühlte Ewigkeit
Klar, Google spuckt mir sofort Antworten aus. Irgendwas zwischen vier und fünf Stunden, je nachdem, wo genau in Ägypten man landet. Hurghada, Sharm el-Sheikh, Kairo... alles um den Dreh. Aber die Wahrheit ist doch: Es fühlt sich IMMER länger an. Wirklich, IMMER.
Ich glaube, das liegt an diesem seltsamen Schwebezustand im Flugzeug. Man ist weder hier noch da. Man kann nicht wirklich arbeiten, nicht wirklich entspannen. Man ist gefangen in einem metallenen Vogel mit gefühlt 200 fremden Menschen, die alle unterschiedliche Ansichten darüber haben, wie man sich in der Luft richtig verhält.
Die Qualen des Fluges
Da ist zum Beispiel der Typ, der unbedingt sein Sandwich mit extra Zwiebeln auspacken muss. Danke, mein olfaktorisches System dankt es dir. Und dann die Kinder. Oh, die Kinder! Ich liebe Kinder, wirklich. Aber fünf Stunden in einem Flugzeug sind selbst für das geduldigste Elternteil eine Herausforderung. Und für alle anderen Passagiere eine akustische Tortur.
Nicht zu vergessen die Fluggesellschaften, die anscheinend der Meinung sind, dass ein winziger Becher lauwarmes Wasser und ein Stück trockener Kuchen als Mahlzeit durchgehen. Und die Filme! Entweder man hat sie schon alle gesehen, oder sie sind so schlecht, dass man sich wünscht, man hätte sie nicht gesehen.
Und dann ist da noch dieses diffuse Gefühl der Beklommenheit. Die Enge, die trockene Luft, die Tatsache, dass man sich absolut in der Hand des Piloten befindet. Klar, Fliegen ist statistisch gesehen eine der sichersten Transportmethoden. Aber mein Unterbewusstsein schreit trotzdem jedes Mal: "PANIK! WIR WERDEN ALLE STERBEN!"
Meine (unpopuläre) Meinung
Hier kommt meine unpopuläre Meinung: Vier bis fünf Stunden Flugzeit sind definitiv zu lang. Zu lang, um sich wirklich zu entspannen. Zu lang, um produktiv zu sein. Zu lang, um nicht wahnsinnig zu werden.
Ich weiß, ich weiß. Ich klinge wie ein verwöhntes Gör. Aber ehrlich gesagt: Ich träume von einer Zukunft, in der man von München nach Ägypten in einer Stunde düsen kann. Mit einem Hyperloop oder einem Raumschiff oder was auch immer. Hauptsache schnell!
Ich stelle mir vor: Man steigt in München ein, trinkt gemütlich einen Kaffee, liest ein paar Seiten im Buch, und *schwupps*, schon steht man am Strand von Marsa Alam und brutzelt in der Sonne. Keine Flugangst, keine Sandwich-Monster, keine quengelnden Kinder. Nur pure, ungefilterte Urlaubsfreude.
Bis dahin müssen wir uns wohl oder übel mit der Realität abfinden. Also: Kopfhörer auf, Augen zu und durch. Und vielleicht ein bisschen meditieren, um die innere Ruhe zu bewahren. Oder, noch besser: Sich einfach betrinken. (Okay, vielleicht nicht betrinken. Aber ein kleines Gläschen Wein kann ja nicht schaden, oder?)
Vielleicht sollte ich mich auch einfach daran erinnern, warum ich das Ganze überhaupt auf mich nehme. Die Vorstellung von türkisfarbenem Wasser, strahlendem Sonnenschein und den Pyramiden, die majestätisch in den Himmel ragen. All das entschädigt (hoffentlich) für die Strapazen des Fluges.
Denn am Ende des Tages ist es ja so: Der Flug ist nur ein kleiner, wenn auch nerviger, Teil des großen Ganzen. Es ist der Preis, den man für das Paradies zahlt. Und vielleicht ist es ja auch ganz gut so. Vielleicht schätzen wir das Paradies nur so sehr, weil wir uns vorher durch die Hölle gequält haben.
Also, beim nächsten Mal, wenn ihr im Flugzeug von München nach Ägypten sitzt und euch fragt, wie lange es noch dauert: Denkt an mich! Und denkt daran: Bald seid ihr da. Bald könnt ihr die Füße in den Sand stecken und alle Sorgen vergessen. Und bis dahin... einfach tief durchatmen und versuchen, nicht die Nerven zu verlieren.
"Reisen ist das einzige, was du kaufst, das dich reicher macht."
Dieser Spruch trifft es irgendwie. Auch wenn der Flug selbst sich nicht so anfühlt...
