Wie Lange Gab Es Samstagsschule In Der Ddr
Samstagsschule in der DDR: War das wirklich so schlimm? (Spoiler: Nicht immer!)
Stellt euch vor, ihr seid Kinder in der DDR. Freitagnachmittag! Die Hausaufgaben sind (meistens) fertig, die Spannung steigt, denn morgen...morgen ist Samstag! Zeit zum Spielen, für Ausflüge mit der Familie, oder einfach nur zum Ausschlafen, richtig? Naja...fast. Denn da war ja noch die Sache mit der Samstagsschule!
Der samstägliche Wecker: Fluch oder Segen?
Okay, "Segen" ist vielleicht etwas übertrieben, besonders wenn man gerade in einen besonders süßen Traum von einem grenzenlosen Schokoladeneisbecher versunken war. Aber lasst uns mal ehrlich sein: Die Samstagsschule war auch kein Weltuntergang. Ja, es bedeutete, dass man einen Teil seines Wochenendes opfern musste. Aber im Vergleich zu manchen Horrorgeschichten, die man so hört, war's oft gar nicht so übel.
Wie lange gab es denn nun diese berüchtigte Samstagsschule? Das ist eine gute Frage! Die Antwort ist: ziemlich lange! Tatsächlich existierte die verpflichtende 6-Tage-Woche in der DDR (und damit auch die Samstagsschule) fast die gesamte Zeit ihres Bestehens! Von 1949 bis zum Fall der Mauer 1989. Krass, oder?
Es gab natürlich hier und da mal Veränderungen und Diskussionen. In den frühen Jahren wurde die Samstagsschule mit viel ideologischem Eifer betrieben. Da ging es ordentlich zur Sache! Später, so in den 70ern und 80ern, wurde der Fokus etwas lockerer. Manchmal zumindest.
Mathe, Deutsch, und...Staatsbürgerkunde?
Was wurde denn da so getrieben in der Samstagsschule? Nun, hauptsächlich ging es um die üblichen Verdächtigen: Mathe, Deutsch, Physik, Chemie... eben alles, was auch unter der Woche auf dem Stundenplan stand. Aber es gab auch Fächer, die etwas...spezieller waren. Denkt an Staatsbürgerkunde! Ja, da wurde fleißig über die Errungenschaften des Sozialismus gelernt (und wer aufgepasst hat, konnte das später gut für sich nutzen, um beim Pioniernachmittag nicht negativ aufzufallen! 😉 ).
Ich erinnere mich an meine eigene Schulzeit. Der Samstagvormittag war oft eine Mischung aus Wiederholung des Stoffes der Woche und...nun ja... mehr oder weniger spannenden Filmen über die heldenhafte Arbeit der Werktätigen. Manchmal gab es aber auch Ausflüge! Besuche in Fabriken (um die sozialistische Produktion zu bewundern), oder Wanderungen in der Natur (um die Schönheit des Vaterlandes zu preisen). Ok, die Wanderungen waren meistens cooler als die Fabrikbesuche!
Samstagsschule: Mehr als nur Pauken?
Aber mal ehrlich, die Samstagsschule war auch ein Ort, an dem man seine Freunde getroffen hat. Man konnte quatschen (natürlich nur leise!), Zettelchen schreiben (noch leiser!), und heimlich Kaugummi kauen (das war natürlich streng verboten!). Und nach der Schule? Ab zum Eisdiele oder zum Bolzplatz! Das entschädigte dann doch für den verlorenen Samstagvormittag.
Und lasst uns eines nicht vergessen: Die Samstagsschule hat auch die Eltern entlastet! Die hatten dann mal ein paar Stunden Zeit, um Einkäufe zu erledigen (in der Warteschlange zu stehen!), oder einfach nur durchzuatmen, bevor der Trubel des Wochenendes richtig losging. Vielleicht war die Samstagsschule also gar nicht so eine schlechte Idee, zumindest aus Elternsicht… 😉
Abschließend lässt sich sagen: Die Samstagsschule in der DDR war ein fester Bestandteil des Lebens für fast zwei Generationen. Sie dauerte von Anfang bis Ende, mit einigen kleineren Anpassungen. Sie war vielleicht nicht jedermanns Lieblingsbeschäftigung, aber sie hat uns geprägt und uns gelehrt, das Beste aus jeder Situation zu machen. Und hey, wer weiß, vielleicht lernen wir ja auch heute noch etwas daraus!
"Die Vergangenheit ist nicht tot; sie ist nicht einmal vergangen." - William Faulkner (Klingt jetzt vielleicht etwas hochtrabend für einen Artikel über Samstagsschule, aber irgendwie passt es doch, oder? 😉 )
