Wie Macht Man Einen Handout
Okay, Freunde, lasst uns über Handouts reden. Ja, genau, diese Blätter Papier, die wir entweder freudig entgegennehmen oder augenblicklich in unseren Taschen verschwinden lassen, um sie dort für immer zu vergessen. Aber Moment mal! Vielleicht liegt das Problem gar nicht am Handout selbst, sondern an der Art, wie wir es machen!
Der Anfang vom Ende (oder der Anfang von etwas Großartigem?)
Stellt euch vor: Eine dunkle, stürmische Nacht. Nein, Quatsch. Es ist meistens ein ganz normaler Dienstagvormittag. Irgendjemand (nennen wir ihn mal Professor Knöpfchen) hat sich in den Kopf gesetzt, ein Handout zu erstellen. Warum? Weil er es muss? Weil er glaubt, die Welt brauche noch mehr Papier? Wer weiß das schon! Aber Professor Knöpfchen ist entschlossen. Er öffnet Word (oder OpenOffice, wenn er ein Rebell ist) und beginnt.
Das erste, was passiert, ist meistens das Horrorszenario der Formatierung. Schriftarten tanzen Tango, Überschriften verstecken sich im Nirgendwo und die Zeilenabstände führen ein Eigenleben. Es ist ein digitales Minenfeld. Aber Professor Knöpfchen kämpft sich durch. Mit dem Mut eines Löwen und der Geduld eines buddhistischen Mönchs. Oder zumindest mit viel Koffein.
Die Kunst des Weglassens (oder eben nicht)
Jetzt kommt der eigentliche Inhalt. Und hier scheiden sich die Geister. Die einen glauben: "Mehr ist mehr!". Sie stopfen jedes noch so kleine Detail in das Handout, bis es überquillt vor Informationen. Das Ergebnis? Ein Textwust, der so unübersichtlich ist wie ein Kleiderschrank nach einer spontanen Shopping-Orgie. Andere wiederum sind Verfechter der Reduktion. "Weniger ist mehr!", schreien sie. Ihr Handout ist so minimalistisch, dass es fast schon eine Kunstinstallation ist. Nur: Verstehen tut es keiner.
Was ist also die Lösung? Der goldene Mittelweg natürlich! Ein Handout sollte wie eine gut kuratierte Playlist sein: Die wichtigsten Hits, ein paar interessante B-Seiten und bloß kein Füllmaterial, das man sofort überspringt.
Ein gutes Handout ist wie ein guter Witz: Kurz, prägnant und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Bilder sagen mehr als tausend Worte (aber Vorsicht!)
Bilder sind toll! Sie lockern den Text auf, machen das Handout ansprechender und können sogar Informationen vermitteln. Aber Vorsicht! Hier lauern einige Fallen. Cliparts aus dem Jahr 1995 sind ein absolutes No-Go! Genauso wie Bilder, die nichts mit dem Thema zu tun haben (außer vielleicht, man möchte bewusst Verwirrung stiften). Ein Katzenbild im Handout über Quantenphysik? Eher nicht so prickelnd.
Gute Bilder sind wie das Sahnehäubchen auf dem Kuchen: Sie machen alles besser. Schlechte Bilder sind wie ein Pickel auf der Nase: Sie lenken nur ab.
Die Sache mit der Lesbarkeit (denkt an die armen Augen!)
Stellt euch vor, ihr bekommt ein Handout mit einer Schriftgröße, die kleiner ist als Ameisenkot. Oder mit einer Schriftart, die aussieht, als hätte ein betrunkener Kalligraph sie entworfen. Kein Spaß, oder? Die Lesbarkeit ist das A und O. Niemand möchte seine Augen anstrengen, nur um herauszufinden, was Professor Knöpfchen uns eigentlich sagen wollte.
Also: Genügend Platz zwischen den Zeilen, eine gut lesbare Schriftart und eine angemessene Schriftgröße. Eure Leser werden es euch danken. Vielleicht sogar mit einem Lächeln.
Das Finale: Der Druck (und die Hoffnung)
Endlich! Das Handout ist fertig. Professor Knöpfchen drückt auf "Drucken". Und dann beginnt das Bangen. Funktioniert der Drucker? Ist genug Toner drin? Sind die Papierfächer richtig gefüllt? Es ist wie ein russisches Roulette der Büroausstattung. Aber irgendwann ist es geschafft. Die Handouts liegen vor ihm, frisch gedruckt und bereit für die Welt.
Jetzt liegt es an den Lesern. Werden sie das Handout mitnehmen? Werden sie es lesen? Werden sie es verstehen? Professor Knöpfchen kann nur hoffen. Denn am Ende ist jedes Handout ein kleiner Hoffnungsschimmer. Ein Versuch, Wissen zu vermitteln, Interesse zu wecken und vielleicht sogar die Welt ein bisschen besser zu machen. Oder zumindest den nächsten Dienstagvormittag erträglicher.
Also, das nächste Mal, wenn ihr ein Handout bekommt, denkt daran: Jemand hat sich Mühe gegeben. Vielleicht nicht immer die beste Mühe, aber immerhin Mühe. Und vielleicht, nur vielleicht, findet ihr in diesem Stück Papier ja doch etwas Interessantes. Oder zumindest einen guten Lacher.
Und Professor Knöpfchen? Der ist wahrscheinlich schon dabei, das nächste Handout zu erstellen. Die Welt braucht schließlich noch mehr Papier. Oder?
