Wie Sage Ich Meinem Chef Dass Ich Kündige
Hallo liebe Weltenbummler und Abenteuersuchende! Eure treue Reisebloggerin meldet sich zurück, aber diesmal nicht von einer sonnenverwöhnten Insel oder einem pulsierenden Großstadtdschungel. Heute teile ich eine ganz andere Art von Reise mit euch: die Reise zur beruflichen Freiheit, sprich: wie ich meinem Chef gesagt habe, dass ich kündige. Ja, ihr lest richtig. Nach Jahren im gleichen Job, nach unzähligen Projekten und Bürotagen, habe ich den mutigen Schritt gewagt und meinen Arbeitsplatz verlassen, um mich ganz meinen Reiseträumen und diesem Blog zu widmen. Es war ein aufregender, nervenaufreibender und letztendlich befreiender Prozess, und ich möchte meine Erfahrungen mit euch teilen, falls auch ihr vor dieser wichtigen Entscheidung steht.
Es ist ein bisschen so, als würde man sich von einem Lieblingsort verabschieden, von dem man weiß, dass man ihn verlassen muss, um andere magische Orte zu entdecken. Es ist bittersüß, voller Nostalgie, aber auch voller Aufregung und Neugier auf das, was kommt.
Die Vorbereitung: Mehr als nur eine Kündigung schreiben
Bevor ich überhaupt daran dachte, meinem Chef persönlich gegenüberzusitzen, habe ich mir intensiv Gedanken gemacht. Nicht nur über die Kündigung selbst, sondern über alles, was damit zusammenhängt. Ich habe mir folgende Fragen gestellt:
- Warum will ich kündigen? (War es wirklich die richtige Entscheidung? Gab es andere Lösungen?)
- Was will ich danach machen? (Ein konkreter Plan hilft ungemein, auch wenn er sich später ändert.)
- Wie sieht meine finanzielle Situation aus? (Kann ich mir die Auszeit leisten? Brauche ich direkt einen neuen Job?)
- Wann ist der beste Zeitpunkt, um zu kündigen? (Rücksicht auf laufende Projekte, Urlaubszeiten usw.)
Die Antworten auf diese Fragen waren nicht immer einfach, aber sie haben mir geholfen, Sicherheit zu gewinnen und meine Entscheidung zu festigen. Es ist wichtig, sich selbst ehrlich zu sein und die Konsequenzen der Kündigung realistisch einzuschätzen.
Als Nächstes habe ich meine Kündigung formuliert. Ich habe darauf geachtet, dass sie formal korrekt ist (Adresse, Datum, Betreff, Kündigungsfrist) und meinen Dank für die Zeit und die Erfahrungen, die ich im Unternehmen sammeln durfte, ausgedrückt. Keine negativen Bemerkungen! Auch wenn es vielleicht verlockend ist, sollte man sich jeglicher Kritik enthalten. Man weiß nie, wann man sich im Leben wieder begegnet.
Der richtige Zeitpunkt: Timing ist alles!
Ich habe mir gut überlegt, wann ich meinen Chef ansprechen sollte. Ein Montagmorgen, wenn er schon mit E-Mails überflutet ist, oder kurz vor einem wichtigen Meeting war definitiv keine gute Idee. Ich habe einen ruhigen Moment am Nachmittag gewählt, als ich wusste, dass er etwas Zeit hat und entspannt ist. Es war ein Mittwoch, glaube ich. Irgendein Tag, der sich anfühlte, als wäre es nicht die Hölle los.
Das Gespräch: Nervenkitzel pur!
Der Moment, als ich vor der Tür seines Büros stand, war wirklich aufregend. Mein Herz raste, meine Hände waren feucht und ich hatte das Gefühl, tausend Schmetterlinge im Bauch zu haben. Ich habe tief durchgeatmet und mir gesagt: "Du schaffst das!".
Ich habe geklopft und bin eingetreten. Mein Chef lächelte mich freundlich an und bat mich, Platz zu nehmen. Ich habe kurz Smalltalk gehalten, um die Atmosphäre etwas aufzulockern, bevor ich zum Punkt kam.
Ich begann mit einem Dank. Ich bedankte mich für die Chance, in seinem Team arbeiten zu dürfen, und betonte, wie viel ich in den letzten Jahren gelernt habe. Dann sagte ich: "Herr [Nachname des Chefs], ich möchte Ihnen mitteilen, dass ich mich entschieden habe, das Unternehmen zu verlassen. Ich habe mich für einen neuen Weg entschieden und werde zum [Datum] kündigen."
Es war still. Sehr still. Ich beobachtete, wie sein Gesichtsausdruck sich leicht veränderte. Er schien überrascht, aber nicht wütend. Das war schon mal ein gutes Zeichen.
Er fragte mich nach meinen Gründen. Ich erklärte ihm ruhig und sachlich, dass ich mich beruflich verändern möchte und dass meine neue Richtung mich mehr erfüllt. Ich sprach von meinen Reiseträumen und meinem Blog, ohne dabei ins Detail zu gehen oder mich zu rechtfertigen. Ich habe einfach meine persönliche Wahrheit ausgesprochen.
Wichtig: Bleibe ruhig und professionell. Lass dich nicht in eine Diskussion verwickeln oder zu negativen Äußerungen hinreißen. Es ist dein Abschied, gestalte ihn so positiv wie möglich.
Die Reaktion: Jede Führungskraft ist anders
Die Reaktion meines Chefs war professionell und verständnisvoll. Er fragte mich nach meinen Plänen, wünschte mir alles Gute für die Zukunft und bot seine Unterstützung bei der Übergabe meiner Aufgaben an. Ich war erleichtert und dankbar für seine Reaktion.
Aber ich weiß, dass nicht alle Chefs so reagieren. Manche sind enttäuscht, wütend oder versuchen, dich umzustimmen. In solchen Fällen ist es wichtig, ruhig zu bleiben und sich nicht provozieren zu lassen. Bleibe bei deiner Entscheidung und wiederhole deine Gründe sachlich. Es ist dein Recht, zu kündigen.
Die Übergabe: Ein sauberer Abschluss
Nach dem Gespräch mit meinem Chef begann die Übergabe meiner Aufgaben. Ich habe alle meine Projekte dokumentiert, Anleitungen geschrieben und meine Kollegen eingearbeitet. Ich wollte sicherstellen, dass mein Abschied so reibungslos wie möglich verläuft und ich einen positiven Eindruck hinterlasse.
Es war eine intensive Zeit, aber ich habe sie genutzt, um mich von meinen Kollegen zu verabschieden und mich für die Zusammenarbeit zu bedanken. Es war schön zu sehen, wie viele Menschen meine Arbeit schätzten und mir alles Gute für die Zukunft wünschten.
Mein Tipp: Nutze die Übergabezeit, um offene Fragen zu klären und sicherzustellen, dass alle wichtigen Informationen weitergegeben werden. Das zeigt Professionalität und Respekt gegenüber deinen Kollegen und deinem Arbeitgeber.
Der Abschied: Ein neues Kapitel beginnt
Mein letzter Arbeitstag war ein komisches Gefühl. Einerseits war ich erleichtert, dass die Kündigung überstanden war und ein neues Kapitel begann. Andererseits war ich auch traurig, meine Kollegen und die Routine des Arbeitsalltags zu verlassen.
Ich habe mich von allen verabschiedet, mich für die Zeit bedankt und versprochen, in Kontakt zu bleiben. Dann habe ich meinen Schreibtisch leer geräumt, meine Sachen gepackt und das Büro verlassen. Es war ein befreiendes Gefühl.
Die Reise der Kündigung war anstrengend, aber sie hat sich gelohnt. Ich habe gelernt, zu meinen Entscheidungen zu stehen, meine Ziele zu verfolgen und mutig neue Wege zu gehen. Und jetzt stehe ich hier, bereit für neue Abenteuer, neue Länder und neue Geschichten, die ich mit euch teilen kann.
Also, liebe Reisefreunde, wenn auch ihr vor der Entscheidung steht, zu kündigen, dann traut euch! Bereitet euch gut vor, seid ehrlich zu euch selbst und bleibt euren Zielen treu. Es ist euer Leben, eure Reise, eure Entscheidung.
Und vergesst nicht: Das Leben ist zu kurz, um an einem Ort zu bleiben, an dem man nicht glücklich ist.
Bis bald und haltet die Augen offen für neue Reiseberichte!
Eure [Dein Name]
