Wie Sah Gollum Früher Aus
Wisst ihr, wenn man sich Gollum so anschaut – knochig, glatzköpfig, mit diesen riesigen Glubschaugen und dem ewigen Gestöhne nach seinem "Schatz" – denkt man nicht gerade an einen Schönling, oder? Aber haltet euch fest, denn unter dieser traurigen, schleimigen Oberfläche verbirgt sich eine ziemlich überraschende Vergangenheit!
Vergesst das Bild vom Höhlenbewohner. Gollum, oder besser gesagt, Sméagol, wie er früher hieß, war mal ein Hobbit! Ja, richtig gehört. Ein Hobbit wie Frodo und Sam, nur eben... anders.
Stellt euch vor: Ein junger Sméagol, ein Mitglied eines Flussvolkes. Er liebte es, am Fluss zu sein, zu angeln und die Wurzeln von Pflanzen zu erforschen. Kein komischer Kauz, sondern ein ganz normaler Hobbit-Junge. Wahrscheinlich ein bisschen neugieriger und vielleicht auch ein bisschen besitzergreifender als die anderen, aber wer ist das nicht mal?
Der Geburtstag, der alles veränderte
Es war an Sméagols Geburtstag. Seine Cousine, Déagol, hatte geangelt und fand etwas Unglaubliches im Flussbett. Was war es? Der Eine Ring! Funkelnd, verführerisch, einfach unwiderstehlich. Déagol war natürlich begeistert, aber Sméagol...
...nun ja, Sméagol sah den Ring und dachte: "Meins! Mein Geburtstagsgeschenk! Das muss ich haben!" Und was dann geschah, war, nun ja, nicht so ritterlich. Es kam zu einem Streit, der leider tödlich endete. Sméagol nahm den Ring an sich und versteckte die Leiche seines Cousins. Bäm! So schnell wird aus einem netten Hobbit ein Mörder.
Natürlich ist das Ganze furchtbar traurig. Aber die Ironie ist doch: Ein Hobbit, der sich für seinen Geburtstag etwas wünscht, bekommt etwas, das ihn für immer zerstört! So viel zum Thema "vorsichtig sein, was man sich wünscht".
Die Verwandlung
Der Ring hatte sofort eine Wirkung auf Sméagol. Er wurde verschlossener, redete mit sich selbst und klammerte sich geradezu an den Ring. Seine Familie war natürlich entsetzt. Sie nannten ihn Gollum wegen des seltsamen, gurgelnden Geräusches, das er immer machte. Irgendwann wurde es ihnen zu viel, und sie verstießen ihn. Und so begann Gollums Reise in die Einsamkeit.
Jetzt kommt der gruselige Teil: Die lange Zeit in den Bergen. Dunkelheit, Feuchtigkeit, keine Sonne, nur der Ring und Gollum. Der Ring verlängerte sein Leben auf unnatürliche Weise, aber zu einem hohen Preis. Sein Körper verzerrte sich, seine Haut wurde bleich, seine Augen wuchsen, um im Dunkeln besser sehen zu können. Er war nicht mehr Sméagol, der Hobbit. Er war Gollum, eine Kreatur, die vom Ring verzehrt wurde.
Humor in der Tragödie?
Okay, es ist schwer, hier Humor zu finden, aber denkt mal drüber nach: Ein Hobbit, der sich so sehr nach einem glitzernden Schmuckstück sehnt, dass er zum Monster wird. Es ist fast schon eine Parodie auf die menschliche Gier! Und seine ewige Besessenheit vom "Schatz" – es ist so übertrieben, dass es schon fast wieder lustig ist, wenn man nicht gerade Frodo wäre, der versucht, den Ring nach Mordor zu bringen.
Und dann diese Zwiegespräche mit sich selbst! "Schatz! Mein Schatz!" – "Nein! Böser Schatz!" – Es ist, als hätte Gollum seine eigene kleine Reality-Show in seinem Kopf veranstaltet. Man könnte fast Mitleid mit ihm haben, wenn er nicht so... nun ja, gollumig wäre.
Die Moral von der Geschichte
Die Geschichte von Sméagol ist eine düstere Mahnung. Sie zeigt, wie Macht und Besessenheit einen Menschen zerstören können. Er war einmal ein Hobbit mit einem Leben, einer Familie und vielleicht sogar Freunden. Aber der Ring hat ihm alles genommen. Er hat ihn in eine Kreatur verwandelt, die nur noch von einem einzigen Wunsch getrieben wird: den Ring zurückzubekommen.
Also, das nächste Mal, wenn ihr Gollum auf dem Bildschirm seht, erinnert euch daran: Unter dieser zerfetzten Hülle steckt ein verlorener Hobbit. Ein Hobbit, der eine falsche Entscheidung getroffen hat und dafür einen schrecklichen Preis bezahlen musste. Und vielleicht, nur vielleicht, könnt ihr ihm dann ein kleines bisschen mehr Mitgefühl entgegenbringen. Oder zumindest ein bisschen weniger Angst haben.
"Nicht so schnell, mein Schatz! Wir müssen noch ein paar Fische fangen!" - Gollum (ehemals Sméagol)
Und wer weiß, vielleicht versteckt sich in jedem von uns ein kleiner Gollum, der auf den "Schatz" wartet, der uns für immer verändern wird. Hoffen wir einfach, dass wir widerstehen können!
