Wie Schnell Auswendig Lernen
Mal ehrlich, Freunde. Auswendiglernen? Ist das nicht total 90er? Ich meine, wer braucht das noch im Zeitalter von Google und Wikipedia? Ich behaupte mal ganz frech: Auswendiglernen ist...überbewertet! (Psst! Nicht weitersagen!).
Die Sache mit dem Kurzzeitgedächtnis
Kennt ihr das? Ihr lernt eine Definition für die nächste Klausur. Am nächsten Tag? Pustekuchen! Alles weg! Das ist unser Kurzzeitgedächtnis in Aktion. Es ist wie ein Sieb. Die wichtigen Infos flutschen einfach durch. Frustrierend, oder?
"Lernen" durch Wiederholung: Die Qual
Also, was tun? Die klassische Methode: Wiederholen, wiederholen, wiederholen. "Einprägen!" schallt es dann von allen Seiten. Aber ist das wirklich effektiv? Ich finde, es ist eher eine Form von Selbstfolter. Stundenlang denselben Text durchlesen, bis einem die Augen zufallen? Danke, aber nein danke!
Ganz ehrlich, wer kann sich schon mit Freude an die elendigen Gedichtanalysen in Deutsch erinnern? Goethe und Schiller hin oder her. Nach dem fünften Mal "Erlkönig" war bei mir die Luft raus. Und die Analyse? Naja, die hab ich mir dann doch lieber von Schülerhilfe abgeschrieben. Shame on me?
Kreativität statt Krampf
Ich bin ja der Meinung, dass man sich Dinge viel besser merkt, wenn man sie versteht und mit etwas Positivem verbindet. Anstatt stupide Definitionen zu pauken, versuche ich, mir ein Bild dazu vorzustellen. Oder eine kleine Geschichte zu erfinden.
Nehmen wir mal an, ihr müsst die Namen der römischen Götter lernen. Jupiter, Juno, Neptun… Boring! Aber wenn ihr euch vorstellt, wie Jupiter mit einem Blitzableiter bewaffnet auf einem Roller durch die Gegend düst, Juno mit einer Handtasche voller Gewitterwolken schimpft und Neptun in der Badewanne einen kleinen Ozean simuliert, dann bleibt das doch viel besser hängen, oder?
Oder erinnert ihr euch an die furchtbaren Geschichtsdaten? 1789, 1848, 1914… Grauenhaft! Aber wenn ihr jedem Datum eine kleine Szene zuordnet – vielleicht tanzt 1789 jemand auf der Bastille, 1848 gibt es eine wilde Demo mit schlecht gelaunten Bürgern und 1914 explodiert irgendwo ein Kuchen – dann wird Geschichte plötzlich...interessant! (Zumindest ein bisschen).
Das Gedächtnis: Ein fauler Hund
Unser Gedächtnis ist nämlich ein bisschen wie ein fauler Hund. Es will nicht arbeiten, wenn es nicht muss. Also müssen wir es austricksen! Mit Bildern, Geschichten, Eselsbrücken... alles ist erlaubt!
Und was, wenn man sich trotzdem mal was nicht merken kann? Na, dann ist das auch kein Weltuntergang! Dafür gibt es ja schließlich Spickzettel! (Okay, das war jetzt ein Scherz! Nicht nachmachen, Kinder!).
Das Smartphone als Gehirn-Erweiterung?
Und überhaupt: Brauchen wir wirklich noch dieses ganze Faktenwissen im Kopf, wenn wir doch ein Smartphone haben, das alles weiß? Ich sage: Nein! Konzentrieren wir uns lieber darauf, wie wir dieses Wissen nutzen können. Auf Kreativität, Problemlösung und kritische Denkfähigkeit. Das sind die Skills, die wirklich zählen!
Klar, ein paar Basics sollte man schon draufhaben. Aber niemand erwartet von uns, dass wir ein wandelndes Lexikon sind. Und wer das doch erwartet...naja, dem würde ich mal empfehlen, ein bisschen weniger auswendig zu lernen und ein bisschen mehr zu leben!
„Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.“ - Albert Einstein (Obwohl er das wahrscheinlich auch nur irgendwo gelesen hat… 😉)
Also, lasst uns das Auswendiglernen ad acta legen und uns stattdessen auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren. Und wenn wir mal was vergessen? Dann googeln wir es eben! Ist doch kein Beinbruch!
Denn mal ehrlich: Wer kann sich schon an alle Bundeskanzler Deutschlands erinnern? (Außer vielleicht Angela Merkel selbst...und die hat wahrscheinlich auch nur gespickt!).
In diesem Sinne: Fröhliches Vergessen!
