Wie Schnell Ist Ein Mensch
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir reden hier über Geschwindigkeit. Menschliche Geschwindigkeit. Und ich wage zu behaupten, dass wir, im Großen und Ganzen, nicht besonders flink sind. Unpopuläre Meinung? Vielleicht. Aber hört mich an!
Klar, Usain Bolt ist eine Legende. Ein Blitz auf zwei Beinen. Seine 100 Meter in unter 10 Sekunden? Absolut beeindruckend! Aber mal ehrlich, wie viele von uns können das wiederholen? Ich persönlich brauche wahrscheinlich schon 10 Sekunden, um mich überhaupt von der Couch zu erheben.
Die Sache mit dem Spaziergang
Wir gehen spazieren, richtig? Eine ganz normale Sache. Aber wie schnell sind wir da wirklich? Ein gemütliches Tempo von, sagen wir, 5 km/h? Eine Schnecke mit gutem Tag schafft mehr. Okay, das ist vielleicht etwas hart. Aber denkt mal darüber nach. Wir reden hier von einer Geschwindigkeit, bei der man locker einen Kaffee austrinken kann, ohne etwas zu verschütten. Vielleicht sogar zwei!
Und dann gibt es noch die Sache mit dem Joggen. Ich jogge. Manchmal. Nennen wir es "Fortbewegungs-Optimierung". Es ist schneller als Gehen, aber auch hier sind wir Lichtjahre von der Geschwindigkeit eines Geparden entfernt. Geschweige denn von einem Formel-1-Wagen. Wir sind eher… ein gemütlicher Kleinwagen auf der Landstraße.
Andere Lebewesen sind einfach besser
Schauen wir uns doch mal andere Tiere an. Eine Hauskatze kann locker 48 km/h erreichen. Und das ist nur eine Hauskatze! Ein Gepard schafft über 100 km/h. Und was machen wir? Wir stolpern über unsere eigenen Füße.
Ich sage nicht, dass wir schlecht sind. Wir sind nur… anders. Unsere Stärke liegt woanders. In unseren Gehirnen. In unserer Fähigkeit, Werkzeuge zu benutzen. In unserer… Gemütlichkeit?
Okay, okay, ich gebe zu. Ich übertreibe vielleicht ein bisschen. Es gibt ja auch noch Sportler. Marathonläufer. Radrennfahrer. Schwimmer. Diese Leute sind unglaublich. Sie trainieren hart und erreichen Geschwindigkeiten, von denen ich nur träumen kann. Aber auch hier: Sie sind die Ausnahme, nicht die Regel.
Der Durchschnittsmensch? Der ist eben nicht besonders schnell. Und das ist auch okay! Wir sind eben mehr auf Ausdauer ausgelegt. Wir können stundenlang fernsehen. Wir können tagelang am Computer sitzen. Wir können endlos über belanglose Dinge diskutieren. Das sind unsere Superkräfte!
Und was ist mit dem Fahrrad?
Ja, mit dem Fahrrad sind wir schneller. Deutlich schneller. Aber auch hier gilt: Bergauf bin ich eine absolute Katastrophe. Jedes Kind mit einem Tretroller überholt mich. Bergab wird es besser. Aber da habe ich dann Angst. Also bremse ich wieder. Resultat: Durchschnittliche Geschwindigkeit, die immer noch langsamer ist als die einer gut gelaunten Katze.
Technologie rettet uns
Gott sei Dank gibt es Autos, Züge und Flugzeuge. Dank der Technologie können wir uns mit atemberaubender Geschwindigkeit fortbewegen. Aber das ist ja nicht unsere eigene Leistung, oder?
Also, liebe Leute, lasst uns unsere durchschnittliche Geschwindigkeit akzeptieren. Lasst uns uns über unsere langsamen Spaziergänge freuen. Lasst uns uns über unsere gemütlichen Joggingrunden amüsieren. Und lasst uns uns einfach darüber im Klaren sein, dass wir, im Vergleich zum Rest des Tierreichs, eben nicht die schnellsten sind. Aber wer braucht schon Geschwindigkeit, wenn man auch ein gutes Buch lesen kann?
Und wenn uns doch mal jemand überholt? Dann sagen wir einfach: "Der hatte bestimmt Doping!" Oder, noch besser: Wir lächeln freundlich und gehen einfach weiter. Langsam. Aber stetig. Und vielleicht mit einem Kaffee in der Hand.
Denn mal ehrlich, das Leben ist doch eh schon schnell genug.
