Wie Schreibe Ich Eine Situationsanalyse Im Kindergarten
Hand aufs Herz: Wer hat sich schon mal gefragt, was genau diese Situationsanalyse im Kindergarten eigentlich soll? Wir alle, oder? Ja, ich gebe es zu, ich auch! Manchmal kommt es einem vor, als wäre es die geheime Zutat in einem Rezept, das niemand wirklich versteht, aber alle brav nachkochen.
Klar, wir wissen, dass es irgendwie um die Kinder geht. Und um die Gruppe. Und um... äh... die Situation eben! Aber wie schreibe ich eine Situationsanalyse im Kindergarten, die nicht nur den Erzieheralltag wiedergibt, sondern auch noch Spass macht? (Okay, vielleicht nicht Spass, aber zumindest nicht komplett die Lebensfreude raubt.)
Der Dschungel der Beobachtungen
Zuerst kommt die Beobachtung. Kinder beobachten. Easy, oder? Denkste! Es ist wie beim Vogelbeobachten. Nur dass die "Vögel" hier permanent in Bewegung sind, singen, streiten und sich mit Matsch bewerfen. Und während du versuchst, dir Notizen zu machen, wirft dir Kevin sein Pausenbrot an den Kopf. (Kein Vorwurf, Kevin! War bestimmt aus Versehen… oder?)
Und dann die Frage: Was ist wichtig? Ist es relevant, dass Lisa heute zum fünften Mal versucht hat, Jonas' Bauklötze zu stibitzen? Oder sollten wir uns lieber auf Emilias beeindruckenden Monolog über ihre imaginären Freunde konzentrieren? Entscheidungen, Entscheidungen!
Die Sache mit der Objektivität
Hier kommt meine (vielleicht etwas unpopuläre) Meinung ins Spiel: Objektivität ist im Kindergarten so eine Sache. Klar, wir sollen unvoreingenommen sein. Aber wer kann schon komplett neutral bleiben, wenn man sieht, wie klein Kevin versucht, den grossen Turm von Marie einzureissen? Man will ja fast schon eingreifen und "Team Marie" unterstützen!
Und dann die sprachliche Herausforderung! Wir sollen die Situation beschreiben, ohne zu werten. Also nicht: "Kevin war mal wieder total frech!" Sondern eher: "Kevin zeigte ein erhöhtes Interesse an der Bauaktivität von Marie und versuchte, diese auf seine eigene Art und Weise zu beeinflussen." Klingt viel professioneller, aber irgendwie auch... absurd.
Das grosse Interpretations-Raten
Nach der Beobachtung kommt die Interpretation. Hier wird es richtig spannend. Denn jetzt versuchen wir, in die kleinen Köpfe reinzuschauen. Warum hat Kevin das gemacht? Was wollte Lisa damit erreichen? Braucht Emilias Fantasie mehr Raum? Fragen über Fragen!
Ich persönlich finde, hier darf man ruhig kreativ sein. Natürlich sollte man nicht komplett aus der Luft greifen. Aber ein bisschen Mut zur Hypothese schadet nicht. Vielleicht ist Kevin ja einfach nur gelangweilt und braucht eine neue Herausforderung. Oder Lisa hat einfach nur einen schlechten Tag. Manchmal ist die Lösung eben doch einfacher als gedacht.
Die Sache mit den "Entwicklungsbereichen"
Und dann müssen wir das Ganze natürlich noch in die passenden Entwicklungsbereiche einordnen. Kognition, Motorik, Sozialverhalten... Manchmal frage ich mich, ob die Kinder überhaupt wissen, dass sie gerade "ihre kognitiven Fähigkeiten fördern". Vermutlich sind sie einfach nur am Spielen. Und das ist auch gut so!
Aber zurück zur Situationsanalyse. Wir müssen also irgendwie einen Bogen spannen zwischen dem, was wir beobachtet haben, und den theoretischen Grundlagen. Eine Gratwanderung zwischen Pädagogik und Pragmatismus.
Die Lösung? (Vielleicht)
Meine ganz persönliche Lösung (und nehmt das bitte nicht als offizielle Empfehlung!): Macht es euch nicht zu schwer! Eine Situationsanalyse muss nicht perfekt sein. Sie soll uns helfen, die Kinder besser zu verstehen und unsere Arbeit zu reflektieren.
Und ja, es darf auch mal etwas Humor rein. Denn letztendlich arbeiten wir mit kleinen Menschen, die uns jeden Tag zum Lachen bringen. Und das sollte man auch in der Situationsanalyse spüren.
Vielleicht sollten wir einfach eine neue Kategorie einführen: "Bereich: Unvorhersehbarkeit". Da passen dann all die Dinge rein, die sich keiner erklären kann. Warum Kevin heute plötzlich Bananen hasst. Oder warum Lisa beschlossen hat, dass der Sandkasten ab sofort ein Schwimmbad ist.
Also, Kopf hoch! Situationsanalyse im Kindergarten ist vielleicht nicht der leichteste Job, aber auch nicht das Ende der Welt. Atmet tief durch, beobachtet aufmerksam und schreibt einfach das auf, was ihr seht und denkt. Und vergesst nicht, zwischendurch auch mal mit den Kindern zu lachen. Denn das ist letztendlich das Wichtigste.
Und wenn alles nichts hilft: Einfach Kevin fragen. Der weiss bestimmt, was er damit bezwecken wollte, als er dir sein Pausenbrot an den Kopf geworfen hat.
