Wie Viel Sollte Man Mit 11 Jahren Wiegen
Hallo liebe Freunde! Eure reiselustige (und etwas besorgte) Bloggerin meldet sich zu Wort. Ich bin's, eure Lena, und heute geht es um ein Thema, das mir persönlich am Herzen liegt, und das ich in meiner Rolle als Mama, aber auch als lebensfrohe Beobachterin, einfach ansprechen möchte: Das Gewicht von Kindern, genauer gesagt, das Gewicht von 11-jährigen. Ja, ich weiß, das ist ein Minenfeld, ein Thema, das schnell in Urteile und Vergleiche abrutschen kann. Aber ich möchte versuchen, es mit euch gemeinsam, liebevoll und informativ anzugehen. Warum? Weil meine Tochter Mia gerade 11 geworden ist, und ich mich, wie vermutlich viele Eltern, gefragt habe: "Ist sie im Normalbereich? Muss ich mir Sorgen machen?"
Lasst uns eines gleich vorwegnehmen: Es gibt keine perfekte Zahl! Das Gewicht eines Kindes hängt von so vielen Faktoren ab. Da spielen die Gene eine Rolle, die Körperkonstitution, die Ernährung, die sportliche Aktivität und sogar der Zeitpunkt der Pubertät. Ja, ihr lest richtig! Manche Kinder legen vor der Pubertät etwas zu, andere erst mittendrin. Jeder Körper ist anders, und das ist gut so!
Die Krux mit den Tabellen und Durchschnittswerten
Natürlich gibt es Tabellen und Durchschnittswerte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat solche, ebenso wie viele Kinderärzte. Sie geben einen Rahmen vor, einen groben Anhaltspunkt. Aber verlasst euch bitte nicht blind darauf! Diese Tabellen sind statistische Mittelwerte, und wie wir alle wissen, kann ein Durchschnittswert sehr irreführend sein. Wenn ein Kind eine natürliche Veranlagung zu einem eher zierlichen oder kräftigen Körperbau hat, dann wird es vermutlich nicht genau in diese Norm passen. Und das ist völlig in Ordnung!
Die WHO-Tabellen, die oft von Kinderärzten verwendet werden, basieren auf Perzentilen. Was bedeutet das? Eine Perzentile gibt an, wie ein Kind im Vergleich zu anderen Kindern seines Alters und Geschlechts abschneidet. Wenn ein Kind beispielsweise auf der 50. Perzentile liegt, bedeutet das, dass 50 % der Kinder leichter und 50 % schwerer sind. Alles zwischen der 3. und der 97. Perzentile gilt im Allgemeinen als normal. Aber auch hier gilt: Das ist nur ein Anhaltspunkt! Eine medizinische Fachkraft sollte immer das Gesamtbild betrachten, inklusive der Wachstumsgeschwindigkeit, der Gesundheit und des Wohlbefindens des Kindes.
Was beeinflusst das Gewicht eines 11-Jährigen?
Wie bereits erwähnt, gibt es eine Vielzahl von Faktoren, die das Gewicht beeinflussen. Hier sind einige der wichtigsten:
- Genetik: Die Gene spielen eine große Rolle bei der Körperkonstitution. Wenn die Eltern eher schlank oder kräftig gebaut sind, ist es wahrscheinlich, dass das Kind ähnliche Merkmale aufweist.
- Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten ist wichtig. Zuckerhaltige Getränke, stark verarbeitete Lebensmittel und übermäßiger Konsum von Fast Food können zu Übergewicht führen.
- Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität hilft, Kalorien zu verbrennen und Muskelmasse aufzubauen. Kinder sollten sich idealerweise mindestens 60 Minuten pro Tag bewegen.
- Schlaf: Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Schlafmangel kann zu hormonellen Veränderungen führen, die den Appetit steigern und den Stoffwechsel verlangsamen.
- Psychische Faktoren: Stress, Angst und Depressionen können das Essverhalten beeinflussen. Manche Kinder essen mehr, um sich zu trösten, während andere ihren Appetit verlieren.
- Hormone: Die Pubertät bringt hormonelle Veränderungen mit sich, die das Wachstum und den Stoffwechsel beeinflussen können.
- Krankheiten: Bestimmte Erkrankungen können das Gewicht beeinflussen.
Meine Erfahrung mit Mia
Ich erinnere mich noch gut an das letzte Arztgespräch. Mia wurde untersucht, gemessen und gewogen. Der Arzt erklärte uns, dass sie zwar etwas zierlicher sei als der Durchschnitt, aber völlig gesund und fit. Er betonte, dass es viel wichtiger sei, auf ihre Ernährung und ihr Wohlbefinden zu achten, als sich von Zahlen verrückt machen zu lassen. Das hat mich sehr beruhigt.
Wir achten darauf, dass Mia eine ausgewogene Ernährung hat. Wir kochen viel selbst und vermeiden stark verarbeitete Lebensmittel. Sie liebt es, mit Freundinnen draußen zu spielen, Fahrrad zu fahren und zu tanzen. Wir versuchen, ihr ein positives Körpergefühl zu vermitteln und ihr zu zeigen, dass es viel wichtiger ist, gesund und fit zu sein, als dünn zu sein.
Was ihr als Eltern tun könnt
Hier sind ein paar Tipps, die ich euch aus meiner eigenen Erfahrung mitgeben kann:
- Sprecht mit eurem Kind: Redet offen und ehrlich über das Thema Gewicht. Vermittelt ihm, dass es in Ordnung ist, anders zu sein.
- Fördert eine gesunde Ernährung: Bietet eurem Kind eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten an.
- Ermutigt zu Bewegung: Unterstützt euer Kind dabei, eine Sportart oder Aktivität zu finden, die ihm Spaß macht.
- Seid ein gutes Vorbild: Lebt selbst einen gesunden Lebensstil.
- Vermeidet Diäten: Diäten können für Kinder schädlich sein und zu Essstörungen führen.
- Sucht professionelle Hilfe: Wenn ihr euch Sorgen macht oder das Gefühl habt, dass euer Kind Probleme mit seinem Gewicht hat, scheut euch nicht, professionelle Hilfe zu suchen. Ein Kinderarzt, ein Ernährungsberater oder ein Psychologe können euch weiterhelfen.
Und nun, was ist denn nun "normal"?
Um nun doch mal eine grobe Orientierung zu geben: Ein 11-jähriges Mädchen wiegt im Durchschnitt zwischen 30 und 50 Kilogramm, ein 11-jähriger Junge etwas mehr, zwischen 32 und 52 Kilogramm. Wie gesagt, das sind nur Richtwerte! Es ist viel wichtiger, auf die individuelle Entwicklung und das Wohlbefinden des Kindes zu achten.
Wichtig: Sollten euch Veränderungen im Essverhalten, im Aktivitätslevel oder im generellen Wohlbefinden eures Kindes auffallen, sprecht das bitte mit eurem Kinderarzt ab. Er oder sie kann euch am besten beraten und gegebenenfalls weitere Untersuchungen durchführen.
Abschließend möchte ich euch noch sagen: Lasst uns wegkommen von dem Schönheitsideal des dünn seins. Lasst uns unsere Kinder so lieben und akzeptieren, wie sie sind. Lasst uns ihnen ein starkes Selbstbewusstsein vermitteln und ihnen zeigen, dass es viel wichtiger ist, gesund, glücklich und selbstbewusst zu sein, als irgendeiner Norm zu entsprechen. Wir sind alle einzigartig, und das ist wunderbar!
Ich hoffe, dieser Artikel hat euch geholfen und vielleicht ein wenig beruhigt. Und denkt daran: Wir sind alle im selben Boot. Wir alle wollen nur das Beste für unsere Kinder. Also lasst uns uns gegenseitig unterstützen und ermutigen!
Bis bald, eure Lena!
