Wie Viele Kapitel Hat Resident Evil 4
Also, lasst uns mal über Resident Evil 4 quatschen. Ein Spiel, das wahrscheinlich mehr durchgespielt wurde als so manche Steuererklärung ausgefüllt. Und wer es durchgespielt hat (oder zig mal!), hat sich vielleicht nie wirklich gefragt: Wie viele Kapitel sind's eigentlich genau?
Die Antwort ist: 16 Kapitel. Ja, sechzehn. Hört sich jetzt vielleicht nicht nach der Lebensaufgabe eines buddhistischen Mönchs an, aber wenn man bedenkt, was in jedem einzelnen dieser Kapitel so abgeht, dann relativiert sich das Ganze doch wieder.
Von der verschlafenen Einöde zum...naja, noch verschlafeneren Schloss
Die ersten Kapitel sind ja noch relativ "human". Leon S. Kennedy, unser tapferer Held mit der immer perfekten Frisur (selbst nach einem Kampf gegen einen Haufen Axt-schwingender Dorfbewohner!), kommt in ein kleines, spanisches Dorf. Die Leute sind... nun ja, "unfreundlich" wäre noch eine Untertreibung. Eher so "wir wollen dich mit Mistgabeln und Kettensägen aufspießen"-unfreundlich.
In diesen ersten Kapiteln lernt man auch die Grundzüge des Spiels kennen: Zielen, schießen, Ressourcen managen (Munition ist dein bester Freund, glaub mir!), und vor allem: Quick Time Events. Denn seien wir ehrlich, wer hat nicht schonmal schweißgebadet und fluchend auf den Bildschirm gestarrt, weil man im allerletzten Moment den A-Knopf verpasst hat, nur um von einem riesigen Troll zerquetscht zu werden? (Okay, vielleicht nur ich.)
Der Händler: Ein Kapitalist im Zombie-Apocalypse
Aber was wäre Resident Evil 4 ohne den Händler? Dieser mysteriöse Kerl, der wie aus dem Nichts auftaucht und dir Waffen und Upgrades verkauft, als wäre es das Normalste der Welt. Er ist quasi der Jeff Bezos der Zombie-Apokalypse. "Whatcha buyin'?" wird zum geflügelten Wort, das jeder Fan intonieren kann.
Und mal ehrlich, wie viele Stunden haben wir damit verbracht, unser sauer verdientes Peseta-Geld in noch stärkere Waffen zu investieren? Oder in eine größere Tasche, um noch mehr Zeug mitnehmen zu können? Das Resource Management war fast schon ein eigenes Spiel im Spiel.
Ada Wong: Die Femme Fatale mit dem Helfersyndrom
Kommen wir zu Ada Wong. Diese Frau ist ein Rätsel, verpackt in einem roten Kleid, umhüllt von einer Aura des Mysteriums. Sie ist nicht nur unglaublich cool und kampfstark, sondern hat auch immer einen Plan. Oder zumindest den Anschein davon. Und irgendwie hilft sie Leon ja doch immer wieder aus der Patsche, auch wenn sie nie so wirklich zugibt, warum. Ist es Liebe? Ist es Berechnung? Ist es einfach nur, weil es ihr Spaß macht, mit Leon Katz und Maus zu spielen? Wer weiß!
"Leon, warte!" - Ein Satz, der entweder Erleichterung oder Panik auslösen kann, je nachdem, in welcher Situation er gesagt wird.
Die Kapitel im Schloss sind dann nochmal eine ganz andere Hausnummer. Hier geht's nicht mehr nur um Mistgabeln, sondern um ritterliche Rüstungen, die plötzlich lebendig werden (und überraschend agil sind für ihr Alter), und um den verrückten Kastellan Ramon Salazar. Dieser kleine Kerl mit der Napoleon-Komplex ist einfach nur... zum Schreien komisch. Seine kindischen Ausraster und seine übertriebene Art machen ihn zu einem unvergesslichen Gegner.
Ashley: Der Fluch und Segen des Eskortierens
Und dann ist da noch Ashley Graham, die Präsidententochter, die Leon retten muss. Das Eskortieren von NPCs in Videospielen hat ja oft keinen guten Ruf, aber Ashley ist irgendwie... liebenswert nervig. Ja, sie schreit oft "Leon! Help!", und ja, sie versteckt sich gerne in Müllcontainern. Aber ohne sie wäre das Spiel einfach nicht dasselbe.
Die Kapitel mit Ashley sind oft eine Mischung aus Adrenalin und Hilflosigkeit. Man will sie beschützen, aber gleichzeitig denkt man sich: "Könnte sie nicht wenigstens ein bisschen schneller laufen?". Aber am Ende des Tages sind wir doch alle froh, wenn wir sie sicher aus dem Schloss gebracht haben.
Die Insel: Das Finale Furioso (mit Lasern!)
Die letzten Kapitel auf der Insel sind dann das totale Chaos. Hier wird's so richtig abgedreht: Mutierte Monster, Laserstrahlen, und der Endgegner Osmund Saddler, der sich in irgendetwas verwandelt, das aussieht wie eine Kreuzung aus Godzilla und einem riesigen Insekt.
Das Finale ist ein Feuerwerk an Action und Spezialeffekten. Es ist zwar vielleicht nicht das subtilste Ende, aber es ist definitiv befriedigend. Und wenn Leon dann endlich mit Ashley auf dem Jetski davonfährt, während die Insel in die Luft fliegt, dann weiß man: Ja, das war ein verdammt gutes Spiel.
Also, 16 Kapitel. Eine Zahl, die vielleicht unscheinbar wirkt, aber die eine ganze Welt voller Abenteuer, Spannung, Humor und unvergesslicher Momente birgt. Resident Evil 4 ist mehr als nur ein Videospiel. Es ist eine Erfahrung. Und eine, die man immer wieder gerne erlebt.
