Wie Viele Wortarten Gibt Es
Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Wie viele Wortarten gibt es? Das ist eine Frage, die uns Deutschlernende (und Muttersprachler!) schon seit der Grundschule verfolgt. Die Antwort, die wir immer hören, ist... nun ja, sie variiert! Irgendwo zwischen acht und zehn, je nachdem, wen man fragt.
Aber ich habe eine radikale Idee. Eine vielleicht *unpopuläre* Meinung. Und die lautet: Ist es wirklich so wichtig?
Ja, ich weiß, ich weiß. Die Grammatik-Polizei ist wahrscheinlich schon auf dem Weg. Aber hört mir kurz zu!
Die üblichen Verdächtigen
Da wären die Klassiker, die wir alle kennen und (manchmal) lieben: Nomen (Dinge!), Verben (Tun!), Adjektive (beschreibend!), Adverbien (noch beschreibender!). Dann kommen noch die kleinen Helferlein wie Pronomen (ich, du, er/sie/es), Präpositionen (in, auf, unter), Konjunktionen (und, oder, aber) und Artikel (der, die, das). Puuuh!
Die Grauzone
Aber dann wird's kompliziert. Was ist mit Interjektionen? (Au! Igitt!) Sind das wirklich *Wortarten* oder einfach nur... Ausrufe? Und was ist mit Numerale? (eins, zwei, drei). Zählen die wirklich?
Und dann gibt es noch die Kandidaten, die manche hinzufügen, wie zum Beispiel Partikel. Die sind besonders fies, weil sie sich gerne verstecken und die Bedeutung eines Satzes subtil verändern. (Siehst du *mal*! Das ist *ja* unglaublich!).
Ich persönlich finde ja, dass die Unterscheidung zwischen Adjektiv und Adverb manchmal auch haarklein ist. Sagt man wirklich "schnell rennen" oder "schnell zu rennen"? Okay, das war ein schlechtes Beispiel, aber ihr versteht, was ich meine!
Die grosse Verschwörung (oder auch nicht)
Vielleicht ist die ganze Einteilung in Wortarten ja auch nur eine riesige Verschwörung, um uns das Deutschlernen schwer zu machen. Denk mal drüber nach!
Okay, Spaß beiseite. Es gibt schon einen Sinn dahinter. Das Wissen um Wortarten kann helfen, die Struktur eines Satzes zu verstehen und bessere Texte zu schreiben. Aber...
...ich glaube, man kann auch ganz gut Deutsch sprechen und schreiben, ohne jede Wortart bis ins kleinste Detail zu kennen. Man lernt die Wörter und ihre Funktionen im Kontext, durch Lesen, Hören, Sprechen. Und das ist doch das Wichtigste, oder?
Meine "unpopuläre" Meinung ist also: Konzentriert euch nicht zu sehr auf die Anzahl der Wortarten. Konzentriert euch darauf, die Sprache zu *leben*! Lest Bücher, schaut Filme, unterhaltet euch mit Leuten. Die Grammatik wird sich mit der Zeit von selbst erschliessen (mehr oder weniger!).
Und wenn euch jemand fragt, wie viele Wortarten es gibt, sagt einfach: "Genug!". Oder, noch besser: "Es kommt drauf an!".
"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt." – Ludwig Wittgenstein (Der Mann hatte Recht, aber vielleicht sollten wir die Grenzen ein bisschen flexibler sehen?)
Also, raus mit euch und Deutsch sprechen! Und keine Sorge, wenn ihr mal ein Adverb mit einem Adjektiv verwechselt. Die Welt wird deswegen nicht untergehen.
P.S. Wenn ihr jetzt total verwirrt seid, dann tut mir das leid. Aber vielleicht war es ja auch ein bisschen unterhaltsam, oder?
