Wieviel Geld Darf Man Nach ägypten Mitnehmen
Ägypten, Land der Pharaonen, der Pyramiden und... der Frage aller Fragen: Wie viel Bares darf ich denn nun mitnehmen? Denn mal ehrlich, wer will schon im Urlaub von Gebühren und Wechselkursen überrascht werden? Ich persönlich – definitiv nicht!
Klartext: Die offizielle Antwort
Okay, bevor wir ins heitere Rätselraten verfallen, die Fakten. Offiziell darf man als EU-Bürger unbegrenzt Geld nach Ägypten einführen. Ja, richtig gelesen. Unbegrenzt! Aber, Achtung, hier kommt das große ABER: Beträge ab 10.000 Euro (oder dem Gegenwert in anderen Währungen) müssen deklariert werden. Und zwar sowohl bei der Einreise ALS AUCH bei der Ausreise.
Die Deklaration dient dazu, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern. Klingt erstmal bürokratisch, ist aber im Grunde ganz easy. Ihr bekommt ein Formular am Flughafen und füllt es aus. Fertig. Kein Hexenwerk.
Das wahre Problem: Mehr als nur Zahlen
Aber, und hier kommt meine unpopuläre Meinung: Die offizielle Regelung ist nur die halbe Wahrheit. Denn wer schleppt schon freiwillig Berge von Bargeld mit sich herum? Ich nicht! Ehrlich gesagt, finde ich das auch ein bisschen... naja, unpraktisch. Und potenziell gefährlich!
Viel wichtiger als die Frage, wie viel man DARF mitnehmen, ist die Frage: Wie viel BRAUCHE ich wirklich? Und hier beginnt der Spaß. Denn Ägypten ist, was das angeht, ein bisschen wie eine Wundertüte.
Die Sache mit dem Feilschen
Erstens: Feilschen ist Pflicht! Und zwar überall. Auf dem Markt, im Souvenirshop, sogar manchmal beim Taxifahrer. Wer nicht handelt, zahlt drauf. Und zwar ordentlich. Das ist zwar anstrengend, gehört aber zum ägyptischen Erlebnis dazu. Ich persönlich liebe es ja, aber ich kenne auch Leute, die dabei Nervenzusammenbrüche bekommen.
Zweitens: Bargeld ist König. Kreditkarten werden zwar in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert, aber abseits davon ist Cash Trumpf. Vor allem, wenn man die kleinen Läden, Märkte und Garküchen erkunden will. Und wer will das nicht? Das beste Essen findet man doch meistens abseits der Touristenpfade.
Meine persönliche Empfehlung: Der goldene Mittelweg
Also, was tun? Ich persönlich fahre immer mit einem Mix aus Bargeld und Kreditkarte. Ein paar Hundert Euro in bar für die ersten Tage, für Trinkgelder (die in Ägypten sehr wichtig sind) und für kleinere Einkäufe. Und dann die Kreditkarte für größere Ausgaben und Notfälle. Am besten eine, bei der keine Gebühren für Auslandseinsatz anfallen.
Und noch ein Tipp: Hebt nicht gleich am Flughafen den ganzen Jahresurlaub ab. Die Kurse sind meistens schlechter als in der Stadt. Lieber erstmal ein bisschen abheben und dann in Ruhe einen besseren Kurs suchen. Fragt am besten in eurem Hotel nach, wo es gute Wechselstuben gibt.
Wichtig: Informiert euch vorab über die aktuellen Wechselkurse. Dann werdet ihr nicht übers Ohr gehauen.
Die Krux mit dem Trinkgeld (Bakschisch)
Oh ja, das Bakschisch. Ein heikles Thema. Trinkgeld wird in Ägypten erwartet, und zwar für fast alles. Für den Kofferträger, für den Toilettenmann, für den Kellner, für den Fremdenführer... Die Liste ist endlos.
Es ist Teil der Kultur und oft ein wichtiger Teil des Einkommens. Aber es kann auch ganz schön ins Geld gehen. Deshalb mein Rat: Habt immer ein paar kleine Scheine dabei und gebt lieber etwas mehr als zu wenig. Damit macht ihr nicht nur den Leuten eine Freude, sondern sorgt auch dafür, dass ihr einen guten Eindruck hinterlasst.
Und noch ein Geheimtipp: Wenn ihr besonders zufrieden seid, könnt ihr auch mal ein paar Zigaretten springen lassen. Die sind in Ägypten sehr beliebt.
Fazit: Lieber zu viel als zu wenig (aber mit Köpfchen!)
Also, wie viel Geld soll man nun mit nach Ägypten nehmen? Die Antwort ist, wie so oft: Es kommt darauf an. Auf eure Reisepläne, auf eure Ansprüche, auf euer Verhandlungsgeschick. Aber mein persönlicher Tipp: Nehmt lieber etwas mehr mit als zu wenig. Denn wer will schon im Urlaub am Hungertuch nagen?
Und denkt dran: Deklarieren ab 10.000 Euro! Ansonsten: Viel Spaß in Ägypten! Und vergesst nicht zu feilschen!
