Wieviel Geld Schenkt Man Zur Konfirmation 2020
Konfirmation! Hach, da werden Erinnerungen wach. An feierliche Gottesdienste, strahlende Jugendliche in schicken Anzügen oder eleganten Kleidern und... ja, natürlich, an die Frage aller Fragen: Wieviel Geld schenkt man eigentlich zur Konfirmation? Besonders im Jahr 2020 war das Thema heiß diskutiert, aber warum eigentlich? Und was hat sich seitdem getan?
Die Konfirmation und das liebe Geld: Eine komplizierte Beziehung
Mal ehrlich, die Konfirmation ist ein riesiges Fest für die ganze Familie. Da wird gelacht, gegessen, und gefühlt die ganze Verwandtschaft einmal auf links gedreht. Aber neben all der Freude schwirrt immer diese eine Frage im Raum: Was schenkt man bloß? Klar, überlegt man zuerst an ein schickes Schmuckstück oder vielleicht ein cooles Gadget, aber am Ende landen die meisten doch beim guten alten Geldgeschenk. Ist ja auch praktisch, oder? Der Konfirmand/die Konfirmandin kann sich selbst aussuchen, was er/sie sich wünscht.
Aber genau da fängt das Dilemma an. Zu wenig ist peinlich, zu viel fühlt sich an, als würde man protzen. Und dann kommt noch die Frage hinzu: Bin ich Tante zweiten Grades oder doch "nur" ein entfernter Bekannter? All das spielt eine Rolle bei der Entscheidungsfindung. Und natürlich spielte auch das Jahr 2020 eine besondere Rolle.
2020: Ein Jahr voller Überraschungen (auch beim Schenken)
Erinnert ihr euch noch an 2020? Die Welt stand Kopf! Konfirmationen wurden verschoben, fanden im kleinen Kreis statt oder wurden sogar ganz abgesagt. Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Geschenke. Manche Leute hatten plötzlich mehr Geld übrig, weil die große Feier ausfiel. Andere hatten finanzielle Sorgen und mussten den Gürtel enger schnallen.
Und dann gab es noch die ganz Kreativen! Da wurden Online-Spendenaktionen ins Leben gerufen oder Gutscheine für gemeinsame Erlebnisse verschenkt, sobald das wieder möglich war. Das war eine tolle Möglichkeit, dem Konfirmanden/der Konfirmandin etwas Besonderes zu schenken, ohne das Budget zu sprengen. Man konnte auch in virtuelle Konfirmationsfeiern investieren. Wer hätte gedacht, dass man im Jahr 2020 für eine gelungene Online-Party auch schon mal ein bisschen Geld in die Hand nehmen muss?
Aber zurück zur Gretchenfrage: Wie viel Geld war denn nun angemessen?
Generell galt (und gilt noch immer):
- Enge Verwandte (Eltern, Großeltern, Paten): Hier darf es ruhig etwas mehr sein. 100 Euro aufwärts sind durchaus üblich.
- Verwandte (Tanten, Onkel, Cousins, Cousinen): 50-100 Euro sind ein guter Richtwert.
- Bekannte, Freunde der Familie: 20-50 Euro sind angemessen.
Aber das sind natürlich nur Richtlinien. Am Ende kommt es immer auf die persönlichen Verhältnisse an. Und auch die Region spielt eine Rolle. In manchen Gegenden ist es üblich, mehr zu schenken als in anderen.
Humorvolles aus dem Konfirmations-Geschenk-Dschungel
Ich erinnere mich an eine Geschichte von einer Freundin, deren Sohn konfirmiert wurde. Ein entfernter Onkel schenkte ihm einen Umschlag mit 5 Euro und einem handgeschriebenen Zettel: "Für eine Kugel Eis." Mein erster Gedanke war: "Oha!" Aber der Junge fand es total witzig und hat sich riesig über das Eis gefreut. Das zeigt, dass es nicht immer auf die Summe ankommt, sondern auf die Geste.
Oder die Geschichte von dem Opa, der seinem Enkel einen alten Geldschein aus seiner Jugend schenkte, der mittlerweile einiges wert war. Der Enkel war begeistert und hat den Schein gerahmt, anstatt ihn auszugeben. Manchmal sind es die ungewöhnlichen Geschenke, die in Erinnerung bleiben.
Es gab auch die kreativen Varianten: Ein selbst gebastelter Gutschein für einen gemeinsamen Ausflug, ein Abo für einen Streaming-Dienst oder ein Zuschuss zum Führerschein. Die Möglichkeiten sind endlos!
Die Konfirmation heute: Mehr als nur das Geld
Auch wenn das Geldgeschenk nach wie vor eine große Rolle spielt, sollte man nicht vergessen, dass die Konfirmation mehr ist als nur eine Gelegenheit, abzukassieren. Es ist ein wichtiger Schritt im Leben eines jungen Menschen, ein Bekenntnis zum Glauben und ein Übergang ins Erwachsenenalter.
Und deshalb sollte man sich bei der Geschenkwahl auch Gedanken machen: Was interessiert den Konfirmanden/die Konfirmandin? Was sind seine/ihre Hobbys und Wünsche? Ein persönliches Geschenk, das von Herzen kommt, ist oft mehr wert als ein dicker Umschlag mit Geldscheinen.
Also, lasst uns die Konfirmation feiern, die Jugendlichen ehren und uns nicht zu sehr den Kopf über die richtige Geldsumme zerbrechen. Denn am Ende zählt die Geste, die Liebe und die Freude, die wir miteinander teilen!
Und falls ihr immer noch unsicher seid: Fragt einfach mal diskret bei den Eltern nach. Die wissen meistens am besten, was sich der Konfirmand/die Konfirmandin wünscht und was angemessen ist. Oder schenkt – ganz unkonventionell – einfach Zeit. Ein gemeinsamer Ausflug, ein Kochabend oder ein Spiele-Nachmittag sind unbezahlbar und bleiben garantiert in Erinnerung.
In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch zur Konfirmation! Und viel Spaß beim Schenken und Feiern!
