Wieviel Ps Darf Man Als Fahranfänger Fahren
Juhu, endlich den Führerschein in der Tasche! Das ist ja der Hammer! Jetzt nur noch ins Auto springen und losdüsen, oder? Halt, stopp! Bevor du mit quietschenden Reifen die Nachbarschaft unsicher machst, gibt es da ein kleines Detail, das du als Fahranfänger beachten solltest: die Sache mit den PS.
Die PS-Frage: Keine Panik, ist einfacher als Mathe!
Klar, PS steht für Pferdestärken, und je mehr davon unter der Haube lauern, desto schneller kann's zur Sache gehen. Aber als Frischling hinterm Steuer bist du ja noch in der Lernphase. Da muss man nicht gleich mit einem Boliden starten, der mehr Leistung hat als ein Düsenjet. Aber keine Angst, es gibt keine offizielle PS-Begrenzung für Fahranfänger in Deutschland. Das heißt, theoretisch könntest du dir auch Papas Porsche schnappen. Aber Achtung!
Versicherung: Der Knackpunkt der Geschichte
Hier kommt der springende Punkt: die Versicherung! Die Versicherungsprämien für Fahranfänger sind sowieso schon nicht gerade ein Schnäppchen. Wenn du dann noch mit einem PS-starken Auto unterwegs bist, schnellen die Beiträge in astronomische Höhen. Stell dir vor, du müsstest für dein Auto mehr bezahlen als für deine erste eigene Wohnung! Das will ja keiner.
Die Versicherungen kalkulieren nämlich das Risiko. Und ein Fahranfänger in einem PS-Monster ist für sie nun mal ein höheres Risiko als ein Fahranfänger in einem Kleinwagen. Logisch, oder? Du hast ja noch nicht so viel Erfahrung und vielleicht noch nicht den vollkommenen Überblick in jeder Verkehrssituation.
"Lieber erstmal chillen und mit einem vernünftigen Auto Erfahrungen sammeln, bevor man den inneren Rennfahrer raushängen lässt!",
ist ein guter Ratschlag, den dir Mama, Papa oder der Fahrlehrer garantiert mit auf den Weg gegeben haben.
Was ist denn ein "vernünftiges" Auto?
Gute Frage! Vernünftig bedeutet nicht gleich langweilig. Es gibt auch schicke Kleinwagen und Kompaktwagen, die Spaß machen und trotzdem bezahlbar sind. Denk an einen VW Polo, einen Opel Corsa, einen Ford Fiesta oder einen Audi A1. Die haben genug Power, um im Stadtverkehr mitzuhalten und auch mal einen Ausflug übers Land zu machen. Und sie sind in der Regel günstiger in der Versicherung als ein Sportwagen mit 300 PS.
Eine Faustregel: Schau erstmal nach Autos mit weniger als 100 PS. Damit bist du als Fahranfänger gut bedient und kannst dich in Ruhe an das Autofahren gewöhnen. Glaub mir, auch mit weniger PS kannst du eine Menge Spaß haben! Und wenn du dann nach ein paar Jahren Fahrpraxis sicherer bist, kannst du dir immer noch einen stärkeren Wagen zulegen.
PS-Monster sind für später!
Träumst du von einem fetten Sportwagen, der brüllt wie ein Löwe? Kein Problem! Aber heb dir das für später auf. Denk an deine ersten Fahrstunden: Da hast du dich auch nicht gleich ans Steuer eines Formel-1-Wagens gesetzt, oder?
Es geht ja nicht nur um die PS-Zahl, sondern auch um die Verantwortung, die du als Fahrer hast. Du bist nicht nur für dich selbst verantwortlich, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Und mit einem PS-starken Auto steigt das Risiko, in brenzlige Situationen zu geraten, einfach enorm.
Also, lieber cool bleiben und erstmal mit einem "zahmeren" Auto loslegen. Du wirst sehen, das Autofahren macht auch mit weniger PS Spaß. Und wenn du dann irgendwann der König der Landstraße bist, kannst du dir immer noch deinen Traum vom PS-Monster erfüllen. Dann aber bitte mit Bedacht und Köpfchen!
Und denk dran: Sicherheit geht vor! Gute Fahrt!
