Will Future Und Going To Future
Hallo, liebe Reisefreunde! Eure Lisa hier, wieder mit einem kleinen Sprach-Schmankerl im Gepäck. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr euch auf eine Reise vorbereitet und euch fragt, wie ihr eure Pläne am besten formuliert? Besonders beim Thema Zukunft kann es knifflig werden. “Will Future” oder “Going to Future” – wann benutzt man was? Keine Sorge, ich nehme euch heute an die Hand und wir tauchen gemeinsam ein in die feinen Unterschiede dieser beiden Zukunftsformen. Ich erzähle euch aus meinem Reisealltag, zeige euch typische Situationen und gebe euch Eselsbrücken mit, damit ihr in Zukunft sprachlich immer auf der sicheren Seite seid. Versprochen!
Der spontane Entschluss: Will Future
Stellt euch vor, ihr steht am Bahnhof in Rom, die Sonne knallt und ihr habt eigentlich geplant, nach Florenz zu fahren. Aber dann seht ihr ein Schild: "Direktzug nach Neapel!". Plötzlich überkommt euch das Fernweh nach Pizza und dem azurblauen Meer. Ihr ruft: "Ich werde nach Neapel fahren!" (I will go to Naples!). Das ist der perfekte Moment für das "Will Future"! Es beschreibt spontane Entscheidungen, Versprechen, Vermutungen und Hoffnungen – alles, was in diesem einen Augenblick in eurem Kopf entsteht.
Ich erinnere mich an eine Situation in Marrakesch. Ich war auf dem Djemaa el-Fna unterwegs, umgeben von Schlangenbeschwörern und Garküchen. Ein Händler bot mir einen handgeknüpften Teppich an. Ich war hin- und hergerissen. Nach langem Überlegen sagte ich: "Okay, ich werde ihn kaufen!" (Okay, I will buy it!). Das war ein typischer "Will Future"-Moment. Ich hatte es nicht geplant, es war eine Entscheidung aus dem Bauch heraus.
Merkt euch: Das "Will Future" ist euer bester Freund, wenn es schnell gehen muss, wenn ihr spontan seid oder wenn ihr etwas versprecht. Denkt an das Versprechen, das ihr euren Freunden gebt: "Ich werde dir eine Postkarte schicken!" (I will send you a postcard!) oder die Vermutung über das Wetter: "Es wird morgen regnen." (It will rain tomorrow.). Es ist wie ein magischer Zauberstab, der euch in jeder Situation hilft, eure Gedanken schnell und unkompliziert auszudrücken.
Typische Signalwörter für das Will Future:
- I think... (Ich denke...)
- I hope... (Ich hoffe...)
- I promise... (Ich verspreche...)
- I believe... (Ich glaube...)
Der Plan steht fest: Going to Future
Das "Going to Future" ist da etwas anders. Stellt euch vor, ihr habt eure Reise nach Japan schon seit Monaten geplant. Ihr habt Flüge gebucht, Hotels reserviert und eine genaue Reiseroute erstellt. Ihr sagt: "Ich werde nächsten Monat nach Japan reisen." (I am going to travel to Japan next month.). Das ist das "Going to Future" in Aktion! Es beschreibt Pläne, Absichten und Vorhersagen, die auf Beweisen basieren.
Ich erinnere mich an meine Reise nach Peru. Ich hatte schon lange davon geträumt, Machu Picchu zu sehen. Ich habe ein Jahr im Voraus gebucht, um sicherzustellen, dass ich die berühmte Inka-Stätte besuchen kann. Ich sagte zu meinen Freunden: "Ich werde Machu Picchu besuchen!" (I am going to visit Machu Picchu!). Es war keine spontane Entscheidung, sondern ein lange gehegter Plan.
Das "Going to Future" ist also euer bester Begleiter, wenn ihr etwas geplant habt, wenn ihr eine klare Absicht habt oder wenn ihr eine Vorhersage aufgrund von Fakten macht. Denkt an den Blick in den Himmel: "Schau, die Wolken sind dunkel. Es wird regnen." (Look, the clouds are dark. It is going to rain.). Die dunklen Wolken sind der Beweis, auf dem eure Vorhersage basiert.
Denkt daran, dass das "Going to Future" immer eine gewisse Vorbereitung oder einen Beweis voraussetzt. Es ist wie ein gut durchdachter Reiseplan, der euch sicher ans Ziel bringt.
Typische Signalwörter für das Going to Future:
- Planen (to plan)
- Absicht haben (to intend)
- Entscheidung treffen (to decide)
- Beweise sehen (to see evidence)
Verwirrung? Keine Panik! Eselsbrücken für den Reisealltag
Okay, ich weiß, das kann manchmal etwas verwirrend sein. Aber keine Sorge, ich habe ein paar Eselsbrücken für euch, die euch im Reisealltag helfen werden:
- Will: Denkt an den Willen, den spontanen Entschluss. Ihr steht vor einer Entscheidung und willt etwas tun.
- Going to: Denkt an euren Reiseplan. Ihr habt alles durchgeplant und going to etwas tun.
Ein kleiner Tipp: Wenn ihr unsicher seid, fragt euch einfach: Habe ich das schon geplant? Gibt es einen Beweis für meine Vorhersage? Wenn ja, dann ist das "Going to Future" die richtige Wahl. Wenn es eine spontane Entscheidung ist oder eine Vermutung, dann greift zum "Will Future".
Beispiele aus der Praxis:
Hier sind noch ein paar Beispiele aus meinem eigenen Reisealltag, die euch helfen sollen, den Unterschied besser zu verstehen:
* Situation: Ihr steht vor einer Speisekarte in einem Restaurant in Barcelona. Ihr habt noch keine Ahnung, was ihr bestellen sollt. Der Kellner kommt. * Will Future: "Ich nehme die Paella." (I will have the paella.) (Spontane Entscheidung) * Going to Future: "Ich werde die Paella probieren, weil alle sie empfehlen." (I am going to try the paella because everyone recommends it.) (Plan aufgrund einer Empfehlung) * Situation: Ihr seid in einem Hostel in Bangkok und trefft einen neuen Freund. * Will Future: "Ich werde dich auf Facebook adden." (I will add you on Facebook.) (Versprechen) * Going to Future: "Ich werde morgen früh aufstehen, um den Sonnenaufgang zu sehen." (I am going to get up early tomorrow to see the sunrise.) (Plan) * Situation: Ihr seid auf einer Safari in Tansania und seht dunkle Wolken aufziehen. * Will Future: "Ich denke, es wird regnen." (I think it will rain.) (Vermutung) * Going to Future: "Es sieht so aus, als wird es regnen, sieh dir die dunklen Wolken an." (It looks like it is going to rain, look at those dark clouds!) (Vorhersage aufgrund von Beweisen)Fazit: Keine Angst vor der Zukunft!
Ich hoffe, dieser kleine Ausflug in die Welt des "Will Future" und "Going to Future" hat euch geholfen, die Unterschiede besser zu verstehen. Lasst euch nicht von der Grammatik abschrecken! Mit ein bisschen Übung und meinen Eselsbrücken werdet ihr bald wie Profis durch die Welt reisen und eure Zukunftspläne eloquent formulieren können. Denkt daran, Sprache ist ein Werkzeug, das uns hilft, uns auszudrücken und mit anderen in Kontakt zu treten. Habt Spaß dabei, experimentiert und traut euch, Fehler zu machen! Denn aus Fehlern lernt man am meisten. Und das Wichtigste: Genießt eure Reisen! Bis zum nächsten Mal, eure Lisa!
"Reisen ist die beste Bildung." - Ein unbekannter Globetrotter
