Wo Ist Meine Mama Wer Hat Sie Gesehen
Hallo ihr Lieben, eure reiselustige Freundin ist wieder da! Und dieses Mal bringe ich euch eine ganz besondere Geschichte mit, eine, die sich tief in mein Herz eingebrannt hat. Es geht um eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen und darum, wie ich sie wiederentdeckt habe, mitten im Herzen von Europa. Und ja, es hat etwas mit der Frage zu tun: "Wo ist meine Mama? Wer hat sie gesehen?"
Vielleicht kennt ihr das Gefühl: Man reist um die Welt, entdeckt atemberaubende Landschaften, probiert exotisches Essen, lernt faszinierende Menschen kennen – und trotzdem nagt da manchmal etwas im Hinterkopf. Bei mir war es die Erinnerung an ein ganz bestimmtes Buch, das ich als Kind geliebt habe: "Wo ist meine Mama?" von dem wundervollen Bilderbuchkünstler Eric Carle. Ich erinnere mich noch genau an die bunten, collageartigen Illustrationen, an die liebevolle Suche des kleinen Affen nach seiner Mama und an das beruhigende Gefühl am Ende, wenn die beiden sich wieder in die Arme schließen.
Lange Zeit war dieses Buch einfach nur eine schöne Erinnerung, bis… ja, bis ich auf meiner letzten Reise etwas Unglaubliches erlebt habe. Ich war in Deutschland unterwegs, genauer gesagt, in der Nähe von Stuttgart. Ich hatte mich entschlossen, einen Ausflug in die kleine Stadt Kirchheim unter Teck zu machen. Ich hatte gelesen, dass es dort eine wunderschöne Altstadt mit Fachwerkhäusern und einer beeindruckenden Burg gibt. Und ich wurde nicht enttäuscht! Die Stadt war einfach bezaubernd, wie aus dem Bilderbuch. Ich schlenderte durch die Gassen, bewunderte die detailverliebten Fassaden und genoss die friedliche Atmosphäre.
Mittags hatte ich Hunger bekommen und suchte mir ein kleines Café in einer Seitenstraße. Während ich auf meinen Kaffee und Kuchen wartete, stöberte ich in einem kleinen Bücherregal, das dort stand. Und dann sah ich es! Zwischen all den Romanen und Sachbüchern lugte ein bekanntes Cover hervor. Es war "Wo ist meine Mama?", allerdings in einer deutschen Ausgabe! Ich war wie erstarrt. Es war, als hätte das Buch auf mich gewartet.
Die Magie des Eric Carle Museums
Ich kaufte das Buch natürlich sofort und setzte mich mit meinem Kaffee an einen Tisch. Während ich die Seiten durchblätterte, überkam mich eine Welle der Nostalgie. Die bunten Bilder, die einfachen Sätze – alles kam mir so vertraut vor. Und plötzlich hatte ich eine Idee. Ich wusste, dass Eric Carle, der Schöpfer dieses wunderbaren Buches, in Syracuse, New York, geboren wurde, aber er hatte einen Teil seiner Kindheit in Stuttgart verbracht. Und mir fiel ein, dass es in Deutschland, unweit von Stuttgart, ein Museum gibt, das seinem Werk gewidmet ist!
Ich recherchierte sofort und fand heraus, dass sich das Eric Carle Museum in Mühlacker-Lomersheim befindet. Mühlacker ist eine kleine Stadt, die etwa 40 Kilometer von Stuttgart entfernt liegt. Am nächsten Tag machte ich mich auf den Weg. Die Fahrt dorthin war wunderschön. Ich fuhr durch grüne Felder und vorbei an kleinen Dörfern. Die Landschaft erinnerte mich an die Bilder in Eric Carles Büchern – so farbenfroh und lebendig!
Als ich in Lomersheim ankam, war ich sofort begeistert. Das Museum ist in einem alten Bauernhaus untergebracht und strahlt eine ganz besondere Atmosphäre aus. Es ist klein und gemütlich, aber voller Schätze. Hier kann man nicht nur die Originalillustrationen von Eric Carles Büchern bewundern, sondern auch mehr über sein Leben und seine Arbeit erfahren.
Ich verbrachte Stunden im Museum und war wie verzaubert. Ich sah Skizzen, Entwürfe und Collagen, die einen tiefen Einblick in die kreative Welt von Eric Carle gaben. Ich las über seine Kindheit in Deutschland, über seine Flucht vor dem Krieg und über seine Karriere als Grafiker und Illustrator. Und ich verstand, dass seine Bücher nicht nur für Kinder sind, sondern auch eine tiefe Botschaft für Erwachsene enthalten: die Bedeutung von Liebe, Freundschaft und Hoffnung.
Ein unvergessliches Erlebnis
Besonders berührt hat mich die Ausstellung über "Wo ist meine Mama?". Dort konnte man nicht nur die Originalillustrationen des Buches sehen, sondern auch eine interaktive Installation, bei der man selbst auf die Suche nach der Mama gehen konnte. Es war ein unvergessliches Erlebnis, das mich wieder in meine Kindheit zurückversetzt hat.
Das Eric Carle Museum in Mühlacker-Lomersheim ist ein absolutes Muss für alle Fans seiner Bücher. Es ist ein Ort, an dem man die Magie seiner Illustrationen hautnah erleben und in seine fantasievolle Welt eintauchen kann. Und es ist ein Ort, an dem man sich wieder wie ein Kind fühlen kann.
Mein Tipp: Plant euren Besuch im Eric Carle Museum unbedingt mit ein, wenn ihr in der Nähe von Stuttgart seid. Es ist ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie!
Aber zurück zu meiner Frage: "Wo ist meine Mama? Wer hat sie gesehen?" Ich habe sie zwar nicht persönlich getroffen, aber ich habe ihre kreative Energie und ihre liebevolle Botschaft in den Büchern ihres Sohnes wiedergefunden. Und das war für mich ein ganz besonderes Geschenk.
Und was habe ich aus dieser Erfahrung gelernt? Dass Reisen nicht nur bedeutet, neue Orte zu entdecken, sondern auch, alte Erinnerungen wiederzuentdecken. Und dass die schönsten Erlebnisse oft die sind, die uns mit unserer Vergangenheit verbinden.
Ich hoffe, meine Geschichte hat euch gefallen und vielleicht sogar inspiriert, eure eigenen Kindheitserinnerungen wieder aufleben zu lassen. Und wenn ihr das nächste Mal in Deutschland seid, vergesst nicht, dem Eric Carle Museum einen Besuch abzustatten. Ihr werdet es nicht bereuen!
Bis zum nächsten Mal, eure reiselustige Freundin!
P.S. Habt ihr auch ein Lieblingskinderbuch aus eurer Kindheit? Erzählt mir davon in den Kommentaren! Ich bin gespannt auf eure Geschichten.
