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Wo Kein Richter Da Kein Henker


Wo Kein Richter Da Kein Henker

Hallo ihr Lieben! Eure reiselustige Freundin ist wieder da, zurück von einem Trip, der mich nicht nur geografisch, sondern auch gedanklich an einen ganz besonderen Ort geführt hat: Rothenburg ob der Tauber. Ihr wisst, ich liebe ja Orte, die Geschichten atmen, die einen in eine andere Zeit versetzen. Und Rothenburg, mit seinen verwinkelten Gassen, den Fachwerkhäusern und der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer, ist so ein Ort. Aber es ist nicht nur die malerische Kulisse, die mich so fasziniert hat. Es ist die Geschichte, die hier förmlich in der Luft liegt, besonders eine: die Geschichte von "Wo kein Richter, da kein Henker".

Ich bin ehrlich, bevor ich nach Rothenburg kam, war mir dieser Ausspruch nur vage bekannt. Ich wusste, dass es sich um eine Begebenheit aus dem Dreißigjährigen Krieg handelte, aber die Details waren verschwommen. Also habe ich mich, ganz Reiseblogger-like, auf Spurensuche begeben, um diese Legende, diese Geschichte, diesen Teil Rothenburgs zu ergründen. Und was ich entdeckt habe, hat mich wirklich berührt.

Die Belagerung und der Meistertrunk

Stellt euch vor: Wir schreiben das Jahr 1631. Der Dreißigjährige Krieg wütet in Europa, und Rothenburg ist eine protestantische Stadt, die von den katholischen Truppen unter General Tilly belagert wird. Die Stadt ist am Ende ihrer Kräfte, die Versorgungslage katastrophal. Nach heftigem Widerstand muss sich Rothenburg schließlich ergeben. Tilly, ein unbarmherziger Feldherr, droht mit der Plünderung und Zerstörung der Stadt. Die Situation scheint aussichtslos.

Hier kommt nun der legendäre Bürgermeister Nusch ins Spiel. Er soll, so die Geschichte, versucht haben, Tilly mit einem riesigen Humpen Wein zu besänftigen. Ein Humpen, der sage und schreibe 3,25 Liter fasste! Tilly, angetan von diesem Angebot, soll dann gesagt haben: "Wenn einer von euch diesen Humpen in einem Zug leert, soll die Stadt verschont bleiben." Eine fast unmögliche Aufgabe.

Und jetzt haltet euch fest: Altbürgermeister Georg Nusch soll sich freiwillig gemeldet haben! Er nahm den Humpen, setzte ihn an die Lippen und... trank ihn in einem Zug leer! Eine unglaubliche Leistung! Tilly, beeindruckt und seinem Wort verpflichtet, verschonte Rothenburg tatsächlich vor der Plünderung. Die Stadt war gerettet!

Ist das wirklich passiert?

So weit die Legende. Natürlich stellt sich die Frage: Was ist dran an dieser Geschichte? Nun, Historiker sind sich uneins. Es gibt keine eindeutigen historischen Beweise für den "Meistertrunk", wie das Ereignis genannt wird. Einige sehen darin eine reine Legende, eine romantische Ausschmückung der Ereignisse. Andere glauben, dass es einen Kern Wahrheit enthält. Vielleicht wurde Tilly tatsächlich mit Wein besänftigt, vielleicht war es aber auch nur eine geschickte Verhandlungstaktik der Rothenburger. Wir werden es wohl nie mit Sicherheit wissen.

Aber, und das ist für mich das Entscheidende, spielt das wirklich eine Rolle? Für Rothenburg ist die Geschichte vom Meistertrunk zu einem Symbol geworden. Ein Symbol für Mut, Klugheit und Zusammenhalt in einer aussichtslosen Situation. Ein Symbol dafür, dass selbst in den dunkelsten Zeiten Hoffnung bestehen kann. Und genau das spürt man, wenn man durch die Gassen von Rothenburg schlendert.

Überall in der Stadt findet man Hinweise auf den Meistertrunk. Da ist zum Beispiel der Meistertrunkbrunnen auf dem Marktplatz, der an das Ereignis erinnert. Da ist das Rathausturm, von dem aus man einen atemberaubenden Blick über die Stadt hat und sich vorstellen kann, wie Tilly hier gestanden und über das Schicksal Rothenburgs entschieden hat. Und natürlich gibt es die berühmte Meistertrunk-Uhr am Rathaus, bei der zu bestimmten Zeiten am Tag die Figuren von Tilly und Bürgermeister Nusch erscheinen und die Szene des Meistertrunks nachspielen.

Meine persönlichen Tipps für Rothenburg ob der Tauber

Aber Rothenburg hat noch viel mehr zu bieten als nur den Meistertrunk. Hier sind ein paar meiner persönlichen Tipps, die ihr bei eurem Besuch unbedingt berücksichtigen solltet:

  • Die Stadtmauer: Ein Spaziergang auf der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer ist ein absolutes Muss! Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf die Stadt und die umliegende Landschaft. Man kann sich kaum vorstellen, dass die Stadt einst von genau dieser Mauer verteidigt wurde.
  • Das Kriminalmuseum: Für alle, die sich für die dunkle Seite der Geschichte interessieren, ist das Kriminalmuseum ein absolutes Highlight. Hier kann man sich über Foltermethoden, mittelalterliche Rechtsprechung und die Geschichte des Henkers informieren. Nichts für schwache Nerven!
  • Der Plönlein: Das Plönlein ist wohl das meistfotografierte Motiv in Rothenburg. Es handelt sich um eine malerische Gabelung zweier Gassen, die von Fachwerkhäusern und einem kleinen Brunnen gesäumt wird. Einfach traumhaft schön!
  • Der Weihnachtsmarkt (Reiterlesmarkt): Wenn ihr die Möglichkeit habt, Rothenburg in der Vorweihnachtszeit zu besuchen, solltet ihr euch den berühmten Weihnachtsmarkt nicht entgehen lassen. Er gehört zu den schönsten und traditionsreichsten Weihnachtsmärkten Deutschlands.
  • Die Rothenburger Spezialitäten: Probiert unbedingt die Rothenburger Schneeballen! Das sind frittierte Teigbälle, die mit Puderzucker oder anderen Glasuren überzogen werden. Sie sind zwar ziemlich süß, aber ein absolutes Muss!

Und noch ein kleiner Geheimtipp: Verliert euch einfach in den Gassen von Rothenburg! Lasst euch treiben, entdeckt versteckte Winkel und genießt die einzigartige Atmosphäre dieser mittelalterlichen Stadt. Es lohnt sich!

Zum Schluss möchte ich noch einmal auf den Ausspruch "Wo kein Richter, da kein Henker" zurückkommen. Für mich steht er nicht nur für die Geschichte des Meistertrunks, sondern für eine ganze Lebensphilosophie. Er erinnert uns daran, dass wir in schwierigen Situationen selbst Verantwortung übernehmen müssen. Dass wir nicht immer auf einen Richter oder Henker warten können, der unser Schicksal bestimmt. Sondern dass wir selbst unser Schicksal in die Hand nehmen und für das kämpfen müssen, was uns wichtig ist.

Rothenburg ob der Tauber ist mehr als nur eine schöne Stadt. Es ist ein Ort der Geschichte, der Legenden und der Inspiration. Ein Ort, der uns daran erinnert, dass selbst in den dunkelsten Zeiten Hoffnung und Mut möglich sind. Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Bericht ein wenig für diese einzigartige Stadt begeistern. Besucht Rothenburg, lasst euch verzaubern und entdeckt eure eigene Geschichte! Bis zum nächsten Mal!

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