Woher Kommt Der Ausdruck Gemächt
Also, mal ehrlich, wer hat sich eigentlich diesen Begriff ausgedacht: Gemächt?
Ich mein ja nur. Es klingt so… würdevoll. So, als würde man über ein antikes Erbstück sprechen. "Oh, ich muss mein Gemächt noch schnell polieren, bevor die Queen zum Tee kommt!"
Niemand, absolut NIEMAND, benutzt das Wort im echten Leben. Außer vielleicht Germanistik-Professoren, die ihren Studenten zeigen wollen, wie sich Sprache über die Jahrhunderte entwickelt hat. Und selbst die kichern wahrscheinlich heimlich.
Die Herkunft des Wortes: Eine kleine Reise in die Vergangenheit
Woher kommt dieser komische Begriff überhaupt? Tja, die Sprachwissenschaftler sagen, es hängt mit dem althochdeutschen Wort "gimah" zusammen. Das bedeutet so viel wie "Passendes", "Geeignetes". Irgendwie passend, oder? Oder auch nicht. Ich finde, "unpassend" würde es besser treffen.
Früher wurde das Wort wohl allgemeiner verwendet, um Besitz oder Vermögen zu bezeichnen. Irgendwann hat es sich dann auf die… nun ja, die Familienjuwelen spezialisiert. Warum? Keine Ahnung! Vielleicht weil die Dinger als besonders wertvoll galten? Wer weiß das schon.
Meinung, die wahrscheinlich niemand teilt: "Gemächt" ist einfach nur lächerlich
Ich weiß, ich weiß. Manche Leute finden das Wort lustig. Sie benutzen es, um einen humorvollen Kontrast zu schaffen. So nach dem Motto: "Schaut mal, ich benutze ein total altmodisches und übertrieben formelles Wort für etwas, das eigentlich ganz normal ist!"
Aber ich finde, es funktioniert einfach nicht. Es klingt immer ein bisschen… unbeholfen. Wie ein Tanzbär, der versucht, Ballett zu tanzen. Es ist einfach nicht natürlich.
Ich sage ja nicht, dass wir alle anfangen sollen, vulgäre Ausdrücke zu benutzen. Aber es gibt doch so viele andere, viel bessere Alternativen! "Hoden", "Eier", "Klöten" – die sind zwar auch nicht gerade lyrisch, aber zumindest ehrlich. Und man weiß, was gemeint ist, ohne dass man sich fühlt, als würde man gerade einen Shakespeare lesen.
Die Wahrheit ist: Wenn jemand im Gespräch plötzlich anfängt, von seinem Gemächt zu reden, würde ich wahrscheinlich kurz checken, ob ich nicht gerade in einer versteckten Kamera-Show bin.
Es ist einfach so ein steifes, unnatürliches Wort. Es erinnert mich an alte Herren, die in Samtsesseln sitzen und über die "guten alten Zeiten" schwadronieren. Und das, obwohl das Gemächt, nun ja, eher für die Fortpflanzung und das Hier und Jetzt zuständig ist.
Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich ein bisschen humorlos bin. Oder dass ich mich zu sehr über Kleinigkeiten aufrege. Aber ich kann einfach nicht verstehen, warum dieses Wort immer noch existiert.
Alternativen: Lasst uns die Sprache befreien!
Ich plädiere für eine sprachliche Revolution! Lasst uns "Gemächt" in die Mottenkiste der Geschichte verbannen. Lasst uns stattdessen Wörter benutzen, die ehrlich, direkt und vielleicht sogar ein bisschen frech sind.
Ich weiß, das ist ein radikaler Vorschlag. Aber ich glaube, es ist an der Zeit. Die deutsche Sprache ist reich und vielfältig. Wir haben so viele andere Möglichkeiten, uns auszudrücken. Wir müssen uns nicht an antiquierte Begriffe klammern, die niemand mehr versteht.
Also, das nächste Mal, wenn du über die… na du weißt schon… sprechen willst, denk darüber nach. Gibt es nicht vielleicht ein besseres Wort? Ein Wort, das nicht klingt, als wäre es aus einem verstaubten Geschichtsbuch gefallen?
Ich bin mir sicher, du findest etwas Passenderes. Und vielleicht, nur vielleicht, können wir "Gemächt" endlich in Frieden ruhen lassen.
Oder eben nicht. Aber ich musste es einfach mal loswerden.
