Wow Classic Die Identität Des Lichs
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir alle lieben WoW Classic. Nostalgie pur, oder? Aber gibt es da nicht etwas, das uns alle ein bisschen... kratzt? Etwas, über das wir nicht so offen sprechen?
Ich rede natürlich von Arthas Menethil. Genauer gesagt: Von seiner Verwandlung zum Lichkönig.
Die Trauma-Therapie für den Lichkönig
Ich meine, wir alle kennen die Geschichte. Prinz Arthas, guter Junge, wird böse, nimmt Frostgram, tötet seinen Vater... blablabla. Aber mal ehrlich, ist das wirklich überzeugend?
Ich finde ja, dass Arthas ein bisschen... überreagiert hat. Er war frustriert? Sicher. Aber direkt zum Lichkönig mutieren? Das ist doch, als würde man wegen eines verpassten Busses gleich ein ganzes Atomkraftwerk sprengen.
Vielleicht hätte er einfach mal mit jemandem reden sollen. Eine Therapie? Ein Yogakurs? Irgendwas, bevor er sich gleich mit Frostgram anfreundet und Stratholme in Schutt und Asche legt.
War Arthas ein Opfer? (Eine steile These)
Jetzt kommt meine (unpopuläre) Meinung: Arthas war, zumindest teilweise, ein Opfer. Hört mich an! Er wurde manipuliert! Ner'zhul hatte seine Finger im Spiel. Der Lichkönig hat Arthas benutzt, um sein eigenes Comeback zu inszenieren. Arthas war quasi nur ein williger (oder weniger williger) Avatar.
Klar, Arthas hat schlimme Dinge getan. Keine Frage. Aber er war auch jung, naiv (irgendwie) und voller guter Absichten. Dann kam Frostgram und hat alles verdorben. Das ist wie mit dem einen Freund, der immer bescheuerte Ideen hat, und man lässt sich irgendwie doch dazu überreden. Nur dass Arthas' Freund ein untoter Totenbeschwörer war und die "bescheuerte Idee" die Weltherrschaft war.
Die Mode des Bösen: Wie der Lichkönig zum Trendsetter wurde
Aber mal abgesehen von der moralischen Fragwürdigkeit: Der Lichkönig ist einfach... cool. Das Design! Die Rüstung! Die Stimme! Das Schloss Naxxramas! Er ist quasi der Darth Vader von Azeroth.
Und ich wette, die meisten Spieler haben insgeheim gehofft, auch mal so eine coole Rüstung zu bekommen. (Okay, ich gebe zu, ich auch.)
Aber zurück zum Thema: War Arthas' Verwandlung zum Lichkönig wirklich so... einzigartig? Ich meine, wir haben schon zig Schurken in WoW gesehen. Aber Arthas hat irgendwie etwas Besonderes. Etwas... Menschliches. Selbst in seiner untoten Form.
Vielleicht liegt es daran, dass wir ihn von einem strahlenden Helden zu einem abgrundtief bösen Schurken haben werden. Vielleicht liegt es daran, dass wir seine Geschichte so gut kennen. Oder vielleicht liegt es einfach daran, dass der Lichkönig verdammt cool aussieht.
Ein Plädoyer für mehr Tiefgang (und weniger Frostgram)
Ich will nicht sagen, dass Arthas' Geschichte schlecht ist. Im Gegenteil! Sie ist ikonisch. Aber ich finde, man hätte noch mehr aus ihr herausholen können. Mehr Fokus auf die Manipulation durch Ner'zhul. Mehr Zweifel bei Arthas. Mehr... Menschlichkeit.
Vielleicht hätte man Arthas nicht einfach nur zum eindimensionalen Bösewicht machen sollen. Sondern ihn als tragische Figur darstellen sollen, die zwischen Gut und Böse gefangen ist. Ein bisschen wie Hamlet, nur mit mehr Untoten.
Aber hey, das ist nur meine Meinung. Und wie wir alle wissen, hat jeder in WoW Classic seine eigene Meinung. Besonders wenn es um den Lichkönig geht.
"Das ist der Pfad der Verdammnis! Und ich werde ihn beschreiten!" - Arthas, kurz bevor er Mist baut.
Also, was denkt ihr? War Arthas ein Opfer? Ein überreagierender Prinz? Oder einfach nur ein cooler Schurke mit einer noch cooleren Rüstung? Lasst es mich wissen!
