Wozu Braucht Man Lineare Funktionen
Okay, lasst uns ehrlich sein. Lineare Funktionen. Alle haben sie in der Schule gehabt. Alle haben irgendwie gedacht: "Wozu brauche ich DAS bitte im echten Leben?" Und, ich sage es mal so: Ich bin da ganz bei euch. Ein bisschen zumindest.
Klar, unsere Lehrer haben uns erzählt, dass lineare Funktionen überall sind. In der Physik, in der Wirtschaft, im Kochrezept! Alles linear! (Spoiler: Nicht wirklich alles.) Wir haben dann brav irgendwelche Geradengleichungen ausgerechnet, die Steigung bestimmt und gehofft, dass die Klausur bald vorbei ist.
Der Mythos der Allgegenwärtigkeit
Die Wahrheit ist doch: Wann, genau WANN, habe ich jemals im Supermarkt eine lineare Funktion benutzt, um herauszufinden, ob die Gurken im Angebot wirklich günstiger sind? Niemals! Ich schätze einfach ab und entscheide nach Bauchgefühl. Das ist meine persönliche lineare Entscheidung, quasi.
Der Bäcker und die lineare Abhängigkeit
Nehmen wir mal an, ein Bäcker macht Brötchen. Je mehr Mehl er nimmt, desto mehr Brötchen kann er backen. Klingt linear, oder? Ja, vielleicht. Aber was ist mit dem Sauerteig? Der braucht Zeit! Und Zeit ist bekanntlich nicht linear! (Frag mal jemanden, der versucht hat, einen Zug zu erreichen.) Also, liebe Mathematiklehrer, bitte nicht immer alles so einfach darstellen!
Meine unpopuläre Meinung: Die Hälfte der Anwendungsbeispiele für lineare Funktionen ist konstruiert. Ja, ich habe es gesagt!
Natürlich gibt es Bereiche, in denen lineare Funktionen wichtig sind. Zum Beispiel, wenn man ein Budget plant. Oder wenn man die Kilometer bis zum nächsten Urlaubsort berechnet. (Okay, das gebe ich zu.) Aber selbst da: Nutzt man wirklich die exakte Formel, oder rundet man nicht doch großzügig auf, um sich nicht zu stressen? Ich plädiere für großzügiges Aufrunden! Leben am Limit, aber mit Puffer!
Die Steuererklärung: Der Endgegner
Und dann kommt die Steuererklärung. Hier wird es dann doch mal ein bisschen linearer, oder? Je mehr man verdient, desto mehr Steuern muss man zahlen. Theoretisch. Praktisch ist das Ganze aber so kompliziert, dass man am Ende doch wieder einen Steuerberater braucht. Und der hat dann vermutlich auch irgendwelche Programme, die ihm die lineare (und nichtlineare) Arbeit abnehmen. Schachmatt, lineare Funktion!
Das lineare Denken: Manchmal ganz nützlich
Aber bevor ihr jetzt alle eure Mathe-Bücher verbrennt: Lineares Denken ist nicht grundsätzlich schlecht. Es hilft uns, Zusammenhänge zu verstehen und Probleme zu strukturieren. Wenn wir zum Beispiel wissen, dass jedes zusätzliche Stück Pizza 10 Minuten mehr auf dem Laufband bedeutet, dann haben wir immerhin eine grobe Richtung. Ob wir uns dann daran halten, ist eine andere Frage. (Pizza ist einfach zu gut.)
Es ist also nicht so, dass lineare Funktionen komplett unnütz sind. Sie sind nur... überbewertet. Manchmal. Vielleicht. Okay, vielleicht nicht völlig überbewertet. Aber ich finde, man könnte sie ein bisschen entspannter angehen. Mit mehr Humor. Und mit weniger unrealistischen Anwendungsbeispielen.
Und falls ihr jetzt denkt: "Der hat ja keine Ahnung!", dann sei euch gesagt: Ihr habt wahrscheinlich Recht. Aber ich hatte Spaß beim Schreiben. Und das ist doch auch was Wert. Oder ist das etwa auch eine lineare Funktion?
Abschließend: Gebt den linearen Funktionen eine Chance. Aber erwartet nicht zu viel von ihnen. Und vergesst nicht, dass das Leben meistens nicht linear verläuft. Es ist eher so eine Achterbahnfahrt. Mit Loopings. Und manchmal auch mit ungeplanten Stopps.
In diesem Sinne: Viel Spaß beim Nicht-Linearen Leben!
