Yamada Kun And The 7 Witches Ep 1
Okay, Leute, mal ehrlich: Wer von uns hat sich nicht schon mal gewünscht, die Persönlichkeit einer anderen Person annehmen zu können? Bei Yamada-kun and the Seven Witches geht das aber nicht einfach so. Hier wird geküsst! Und zwar nicht auf die romantische Art, sondern auf die "Ups, jetzt bin ich plötzlich du!"-Art.
Der Bad Boy und die Musterschülerin
Die erste Folge katapultiert uns direkt in den chaotischen Alltag von Ryu Yamada, dem absoluten Problemkind der Suzaku High School. Faul, unmotiviert und ständig in Schlägereien verwickelt – Yamada ist das komplette Gegenteil von Urara Shiraishi, der Streberin schlechthin. Sie ist klug, beliebt und hält sich an alle Regeln. Was die beiden verbindet? Nun, außer der gleichen Schule… erstmal wenig.
Aber das Schicksal (oder in diesem Fall vielleicht eine unpraktische Treppe) hat andere Pläne. Ein unbeabsichtigter Sturz führt zu einem… sagen wir mal… ungewollten Kuss. Und BÄM! Plötzlich steckt Yamada im Körper von Shiraishi und umgekehrt. Stell dir das mal vor! Ein Moment der Unachtsamkeit und plötzlich musst du den Unterricht aus der Perspektive deiner unbeliebtesten Mitschülerin erleben.
Das erste Problem: Wie kommen sie wieder zurück? Panik bricht aus, Missverständnisse häufen sich und der ganze Schulkram erscheint in einem völlig neuen Licht. Yamada, jetzt im Körper von Shiraishi, muss plötzlich komplizierte Matheaufgaben lösen und die Erwartungen der Lehrer erfüllen. Shiraishi, gefangen in Yamadas Körper, entdeckt, wie viel Spaß es machen kann, Regeln zu brechen und einfach mal nicht perfekt zu sein. Es ist urkomisch zu sehen, wie die beiden sich mit ihren neuen Rollen auseinandersetzen müssen.
Kuss-Chaos und erste Erkenntnisse
Die Szene, in der die beiden versuchen, den Körpertausch rückgängig zu machen, ist einfach Gold wert. Es wird schnell klar, dass es nicht mit einem einfachen "Oops, sorry!" getan ist. Es braucht schon einen gezielten Kuss. Und das ist natürlich super peinlich und total unangenehm, besonders wenn man bedenkt, dass sie sich eigentlich gar nicht leiden können. Aber was tut man nicht alles, um wieder man selbst zu sein?
Im Laufe der ersten Folge lernen wir auch schon erste Hinweise auf die mysteriösen "Hexen" kennen. Irgendwas ist faul an der Suzaku High, und Shiraishi und Yamada sind mittendrin. Die Andeutungen sind subtil, aber sie machen neugierig und lassen uns mit einem großen Fragezeichen zurück: Was hat es mit diesen Hexen auf sich? Welche Kräfte haben sie? Und wie hängt das alles mit dem Körpertausch zusammen?
Besonders witzig fand ich, wie Yamada die Situation ausnutzt, um in Shiraishis Körper Unsinn zu treiben. Er versucht, ihr Image zu ruinieren und die Situation für seine Zwecke zu missbrauchen. Aber Shiraishi, in Yamadas Körper, überrascht ihn mit ihrer unerwarteten Stärke und Entschlossenheit. Sie wehrt sich und zeigt ihm, dass auch in einem "Problemkind" mehr steckt, als man denkt. Das ist einer der Momente, in denen man merkt, dass die beiden vielleicht doch nicht so verschieden sind, wie sie anfangs dachten.
Auch der Schülerrat spielt schon eine Rolle. Toranosuke Miyamura, der Vizepräsident, scheint mehr zu wissen, als er zugibt. Er beobachtet die beiden genau und scheint an dem Phänomen der Körpertausche interessiert zu sein. Er wird sicher noch eine wichtige Rolle spielen.
"Körpertausch durch Kuss? Klingt verrückt, ist aber verdammt unterhaltsam!"
Die Animation ist farbenfroh und dynamisch, und der Humor ist herrlich überdreht. Man muss sich einfach in die verrückte Welt von Yamada-kun and the Seven Witches hineinziehen lassen. Die erste Folge verspricht eine Menge Spaß, Spannung und natürlich jede Menge Küsse.
Mehr als nur Klamauk
Was mir an der ersten Folge besonders gefallen hat, ist, dass sie nicht nur auf platten Humor setzt. Klar, die Körpertausch-Situationen sind witzig und die Reaktionen der Charaktere sind übertrieben komisch. Aber unter der Oberfläche schimmert auch schon etwas Tieferes durch. Yamada und Shiraishi lernen, sich in die Lage des anderen zu versetzen und die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen. Sie entwickeln ein gewisses Verständnis füreinander, das über die bloße Notwendigkeit hinausgeht, den Körpertausch rückgängig zu machen.
Es gibt auch subtile Andeutungen auf die Gründe für Yamadas Problemverhalten und Shiraishis Perfektionismus. Man spürt, dass beide Charaktere ihre Päckchen zu tragen haben und dass der Körpertausch ihnen vielleicht die Möglichkeit gibt, sich selbst besser kennenzulernen und über sich hinauszuwachsen. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Charaktere im Laufe der Serie entwickeln und welche Geheimnisse noch ans Licht kommen.
Insgesamt ist die erste Folge von Yamada-kun and the Seven Witches ein gelungener Auftakt zu einer Serie, die Potenzial für mehr hat. Sie ist witzig, unterhaltsam und macht neugierig auf die kommenden Episoden. Wer auf der Suche nach einem Anime mit einer ungewöhnlichen Prämisse, sympathischen Charakteren und einer ordentlichen Portion Humor ist, sollte hier unbedingt mal reinschauen.
Ich bin jedenfalls gespannt, welche verrückten Abenteuer Yamada und Shiraishi noch erleben werden und welche Geheimnisse die Suzaku High noch verbirgt. Und natürlich freue ich mich schon auf die nächsten Küsse!
