Zelda Breath Of The Wild Amiibo Epona
Okay, stellt euch vor: Ihr zockt Breath of the Wild. Stunden über Stunden habt ihr in Hyrule verbracht, Berge erklommen, Bokoblins verprügelt und verzweifelt nach den blöden Krog-Samen gesucht. Ihr habt euer treues Pferdchen, nennen wir es vielleicht Bernd, lieb gewonnen. Bernd ist okay, aber eben… Bernd. Dann hört ihr von einem legendären Ross, von einem Pferd, das so ikonisch ist wie Link selbst: Epona.
Und wie kommt man an dieses edle Tier? Nicht durch stundenlange Suche in den Weiten Hyrules, nicht durch das Zähmen eines besonders störrischen Rappen. Nein, der Schlüssel ist… eine kleine Plastikfigur. Ein Amiibo. Genauer gesagt, der Link-Amiibo aus der Super Smash Bros.-Reihe. Ja, richtig gelesen. Eine Figur, die ihr vielleicht schon längst im Regal stehen habt, entpuppt sich als Eintrittskarte zu einem der coolsten Reittiere im Spiel.
Der Amiibo-Zauber
Ihr haltet also diesen kleinen Link über euren Controller, drückt den Knopf… und wartet. Und wartet. Und wartet. Denn die Chance, dass Epona direkt beim ersten Scannen auftaucht, ist… sagen wir mal, nicht astronomisch hoch. Eher so, wie die Chance, dass ein Lizalfos euch freundlich grüßt. Man scannt, man bekommt ein paar Pilze, vielleicht ein Schwert, das nach zwei Schlägen zerbricht. Und scannt wieder. Und wieder. Das ist fast schon ein kleines Glücksspiel, nur dass der Einsatz keine Euros sind, sondern die eigene Geduld.
Aber dann! Dann, eines Tages, beim gefühlt hundertsten Scan, hört ihr dieses spezielle Geräusch. Die Musik ändert sich. Und da steht sie. Epona. Majestätisch, wunderschön, mit einer Mähne, die im Wind weht, als wäre sie in einem Shampoo-Werbespot. Ihr Herz macht einen kleinen Hüpfer. Ihr habt es geschafft!
Das erste Aufsteigen ist… ein Erlebnis. Epona ist nicht wie Bernd. Sie ist schneller, wendiger und reagiert auf eure Befehle, als hätte sie eure Gedanken gelesen. Plötzlich macht das Reiten durch Hyrule noch viel mehr Spaß. Ihr fühlt euch wie der König oder die Königin der Prärie, bereit, es mit jedem Ganon aufzunehmen. Oder zumindest mit einem Moblin. Vielleicht auch nur mit einem Chuchu.
Epona und die Pferdestation
Und dann kommt der Moment, in dem ihr Epona bei einer Pferdestation registrieren wollt. Ihr nähert euch dem freundlichen Stallburschen, sprecht ihn an und… BÄM! Er kennt Epona schon! Er erinnert sich an sie! Er weiß, dass sie etwas Besonderes ist! Das ist so ein kleiner, aber unglaublich herzerwärmender Moment. Nintendo hat sich hier wirklich etwas gedacht. Es ist, als würde das Spiel sagen: "Ja, wir wissen, dass du diese Figur benutzt hast, um sie zu bekommen. Aber hey, sie ist trotzdem etwas Besonderes. Behandle sie gut!"
Aber Vorsicht!
Es gibt da aber auch ein kleines Problem. Epona kann man in Breath of the Wild nicht umbenennen. Das mag für einige okay sein, für andere ist es ein kleiner Stich ins Herz. Denn was, wenn man sich beim Spielen schon einen anderen Namen für sein Lieblingspferd ausgedacht hat? Was, wenn man sie lieber "Sturmwind" oder "Blitz" nennen würde? Tja, Pech gehabt. Sie bleibt Epona. Punkt. Aber hey, immerhin hat man Epona! Da kann man über diesen kleinen Schönheitsfehler vielleicht hinwegsehen.
Ich kenne Leute, die haben ihre Epona gehütet wie ihren Augapfel. Die sind mit ihr nur die sichersten Wege geritten, haben sie niemals in den Kampf geschickt und ihr jeden Tag ein paar Äpfel gefüttert. Andere wiederum haben Epona als ultimative Waffe eingesetzt, sie frontal in Bokoblin-Lager geritten und die armen Monster einfach über den Haufen gerannt. Jeder geht anders mit seiner Epona um.
Und dann gibt es noch die ganz Verrückten, die behaupten, dass Epona in Wahrheit ein Alien ist, das sich als Pferd getarnt hat, um Link auszuspionieren. Oder dass sie die Reinkarnation eines alten Weisen ist. Oder dass sie insgeheim eine Beziehung mit Zelda hat. Okay, das ist vielleicht etwas weit hergeholt. Aber hey, in Hyrule ist alles möglich!
Abschließend lässt sich sagen: Die Geschichte von Epona und dem Amiibo ist eine kleine, aber feine Anekdote aus der Welt von Breath of the Wild. Sie zeigt, wie ein kleines Stück Plastik zu einem großen Glücksmoment im Spiel führen kann. Sie zeigt, wie Nintendo es schafft, selbst vermeintlich banale Dinge mit Liebe zum Detail zu versehen. Und sie zeigt, dass man manchmal einfach Glück haben muss, um das zu bekommen, was man sich wünscht. Also, haltet eure Amiibos bereit und scannt, scannt, scannt! Vielleicht steht Epona ja schon bald vor eurer Tür… äh, vor eurem Controller.
Und denkt dran: Behandelt eure Epona gut. Sie hat es verdient.
