Zelda Breath Of The Wild Quelle Des Mutes
Habt ihr euch jemals gefragt, was Link eigentlich denkt? In Breath of the Wild schweigt er ja meistens beharrlich. Aber in Tears of the Kingdom, speziell in der Questreihe rund um die "Quelle der Mutes", da blitzt er – zumindest indirekt – mal so richtig auf. Und zwar auf eine Art, die selbst den größten Hyrule-Veteranen zum Schmunzeln bringen kann.
Die Quelle der Mutes: Mehr als nur Drachen
Klar, die "Quelle der Mutes" klingt erstmal ziemlich episch und heldenhaft. Man stellt sich vor, wie Link todesmutig gegen riesige Monster kämpft, um irgendwelche uralten Artefakte zu bergen. Und ja, ein bisschen davon ist auch dabei. Aber das eigentliche Highlight sind die Charaktere, die ihm dabei über den Weg laufen – und Links stillschweigende Reaktionen auf deren... sagen wir mal... Eigenheiten.
Der Koch und die Inspiration
Da wäre zum Beispiel dieser Koch, der unbedingt von Link inspiriert werden muss. Und zwar auf eine Art, die fast schon komödiantisch ist. Er rennt dem armen Link hinterher, schreit irgendwelche wirren Fragen und versucht, dessen heldenhafte Aura aufzusaugen. Man kann sich richtig vorstellen, wie Link innerlich seufzt und sich fragt, ob er nicht doch lieber gegen einen Gleeok kämpfen würde.
Und das ist ja das Schöne an Tears of the Kingdom: Es nimmt sich selbst nicht immer ganz so ernst. Zwischen all dem Weltretten und Drachenreiten gibt es immer wieder diese kleinen, absurden Momente, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Momente, in denen man Link fast schon menschlich findet – trotz seiner wortkargen Art.
Die Drachen-Challenge: Mehr Glück als Verstand?
Und dann sind da natürlich noch die Drachen. Diese majestätischen Kreaturen, die hoch oben in den Lüften schweben. Um zur "Quelle der Mutes" zu gelangen, muss Link sich ja irgendwie mit ihnen verbünden. Und das ist leichter gesagt als getan. Manchmal hat man das Gefühl, dass es mehr Glück als Können ist, wenn man sich im richtigen Moment an einen Drachen klammern und sich nicht in die Tiefe stürzen kann.
Aber genau das macht den Reiz aus. Tears of the Kingdom belohnt Experimentierfreudigkeit und Kreativität. Man kann die Probleme auf unzählige verschiedene Arten lösen. Und manchmal ist die lustigste Lösung eben auch die effektivste. Wer hätte gedacht, dass man mit einem bisschen Kleber und ein paar Raketen zum Drachenreiter werden kann?
Die Stille Heldentat
Das wirklich Geniale an der "Quelle der Mutes" ist aber, dass sie Links inneren Konflikt so subtil andeutet. Er ist ja nicht nur ein Held, der Monster besiegt und Prinzessinnen rettet. Er ist auch ein Mensch, der mit seinen eigenen Ängsten und Zweifeln zu kämpfen hat. Und die Questreihe zeigt, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst weiterzumachen.
Link sagt zwar nichts, aber seine Taten sprechen Bände. Er hilft den Menschen in Hyrule, er stellt sich den Gefahren und er gibt niemals auf. Und das alles, obwohl er wahrscheinlich lieber in seinem Häuschen in Hateno abhängen und kochen würde. Aber hey, irgendjemand muss ja schließlich die Welt retten, oder?
Und genau das ist es, was Tears of the Kingdom so besonders macht. Es ist ein Spiel, das sowohl episch als auch intim, sowohl ernst als auch humorvoll ist. Es ist ein Spiel, das einen immer wieder überrascht und das einen dazu bringt, Link und seine Welt mit neuen Augen zu sehen. Die "Quelle der Mutes" ist da nur ein kleines, aber feines Beispiel dafür.
"Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst." – Unbekannt
Also, das nächste Mal, wenn ihr durch Hyrule streift und einem seltsamen Koch begegnet oder euch an einen Drachen klammert, denkt daran: Auch Link hat mal einen schlechten Tag. Und vielleicht ist das ja gerade das, was ihn so sympathisch macht.
Und wer weiß, vielleicht entdecken wir in zukünftigen Zelda-Spielen ja noch ganz andere Facetten von Links Persönlichkeit. Ich persönlich würde mich ja freuen, wenn er mal einen sarkastischen Kommentar abgibt. Das hätte er sich nach all den Jahren des Schweigens wirklich verdient.
