Zu Wenig Milch Nach 4 Monaten
Hallo ihr Lieben, eure reiselustige Bloggerin ist wieder da! Dieses Mal habe ich ein Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, und das wahrscheinlich viele Mamas unter euch kennen: Zu wenig Milch nach 4 Monaten. Ihr fragt euch jetzt vielleicht: "Was hat das mit Reisen zu tun?" Nun, eine ganze Menge! Denn die Entscheidung, wie man sein Kind ernährt, beeinflusst unsere Reiseplanung und unser Reiseerlebnis enorm. Und meine Erfahrung, die ich euch jetzt erzähle, hat mich gelehrt, wie wichtig es ist, vorbereitet zu sein und flexibel zu bleiben – egal wo auf der Welt man sich gerade befindet.
Lasst mich euch kurz in meine Situation einführen. Mein kleiner Sonnenschein, nennen wir ihn einfach Leo, kam kerngesund zur Welt. Das Stillen klappte von Anfang an wunderbar. Ich war überglücklich! Keine Fläschchen, kein Abpumpen, einfach nur Leo an die Brust und die Welt war in Ordnung. Ich fühlte mich wie eine Superheldin, die ihr Baby ganz natürlich und instinktiv ernährt. Diese innige Verbindung, dieses Gefühl von Geborgenheit – unbezahlbar! Und natürlich, ganz pragmatisch betrachtet, auch superpraktisch für unsere geplanten Reisen. Keine sperrigen Milchpulverpackungen, keine komplizierte Zubereitung unterwegs. Einfach anlegen, egal wo wir gerade waren: im Zug, im Flugzeug, im Café in Rom.
Doch dann, mit etwa 4 Monaten, begann sich etwas zu verändern. Leo wirkte unruhiger beim Stillen, nuckelte nur noch kurz und drehte dann den Kopf weg. Er schien nicht mehr satt zu werden. Ich legte ihn öfter an, aber es half nicht wirklich. Er wurde quengeliger, schlief schlechter und nahm gefühlt auch weniger zu. Panik stieg in mir auf. War meine Milch plötzlich nicht mehr gut genug? Produzierte ich zu wenig? War er krank? Ich fühlte mich hilflos und verunsichert.
Die Suche nach der Ursache
Ich begann, wie vermutlich jede moderne Mama, zu googeln. Unzählige Foren, Artikel und Ratgeber stürmten auf mich ein. Die Informationen waren verwirrend und widersprüchlich. Einige rieten zu mehr Ruhe und Entspannung (leicht gesagt mit einem hungrigen Baby!), andere empfahlen Stilltees und spezielle Nahrungsergänzungsmittel. Wieder andere warnten vor einem Wachstumsschub und rieten, einfach abzuwarten.
Ich kontaktierte meine Hebamme, die mich Gott sei Dank beruhigen konnte. Sie erklärte mir, dass es völlig normal sei, dass sich die Milchproduktion und das Stillverhalten nach einigen Monaten verändern. Babys werden aktiver, neugieriger und lenken sich leichter ab. Außerdem kann es sein, dass der Milchbedarf plötzlich steigt, zum Beispiel während eines Wachstumsschubs. Sie riet mir, auf Leos Signale zu achten, ihn so oft wie möglich anzulegen und Stress zu vermeiden. Außerdem empfahl sie mir, meine Ernährung und meinen Flüssigkeitshaushalt im Blick zu behalten.
Also versuchte ich, mich zu entspannen (was leichter gesagt als getan ist, wenn man ein hungriges Baby hat!), trank literweise Stilltee und aß brav meine Haferflocken. Und ich begann, genauer auf Leos Signale zu achten. Ich erkannte, dass er besonders unruhig war, wenn wir unterwegs waren und es viele Ablenkungen gab. An ruhigen Tagen zu Hause klappte das Stillen deutlich besser.
Was mir geholfen hat: Meine persönlichen Tipps
Hier sind ein paar Dinge, die mir in dieser schwierigen Zeit geholfen haben, und die vielleicht auch für euch nützlich sein können, wenn ihr ähnliche Probleme habt:
- Ruhe und Entspannung: Ich weiß, das klingt abgedroschen, aber es ist wirklich wichtig. Versucht, euch so gut wie möglich zu entspannen und Stress zu vermeiden. Ein warmes Bad, eine Massage oder einfach nur ein paar Minuten für euch selbst können Wunder wirken.
- Stillort schaffen: Findet einen ruhigen Ort zum Stillen, an dem ihr euch wohlfühlt und nicht abgelenkt werdet. Das kann zu Hause sein, aber auch unterwegs. Sucht euch beispielsweise in einem Café eine ruhige Ecke oder stillt im Stillraum eines Einkaufszentrums.
- Hautkontakt: Viel Hautkontakt mit eurem Baby kann die Milchproduktion anregen. Tragt Leo viel im Tragetuch oder in der Babytrage.
- Die richtige Position: Probiert verschiedene Stillpositionen aus, um herauszufinden, welche für euch und euer Baby am bequemsten ist. Es gibt viele verschiedene Positionen, die das Anlegen erleichtern und die Milchproduktion anregen können.
- Ernährung und Flüssigkeit: Achtet auf eine ausgewogene Ernährung und trinkt ausreichend Wasser. Stilltees können ebenfalls helfen, die Milchproduktion anzuregen.
- Professionelle Hilfe: Scheut euch nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine Stillberaterin kann euch wertvolle Tipps und Unterstützung geben.
- Abpumpen: Wenn ihr das Gefühl habt, dass eure Milchproduktion nicht ausreicht, könnt ihr zusätzlich abpumpen. Das regt die Milchbildung an und ihr habt einen kleinen Vorrat für Notfälle.
Reisen mit Baby: Meine Erkenntnisse
Und was hat das jetzt alles mit Reisen zu tun? Eine ganze Menge! Denn die Erfahrung mit Leos Stillkrise hat mich gelehrt, wie wichtig es ist, sich auf unvorhergesehene Situationen vorzubereiten, besonders wenn man mit einem Baby unterwegs ist.
Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, flexibel zu sein und die Reisepläne gegebenenfalls anzupassen. Wenn Leo unruhig war und nicht gut getrunken hat, haben wir Pausen eingelegt und uns einen ruhigen Ort zum Stillen gesucht. Ich habe auch immer eine kleine Flasche mit abgepumpter Milch dabei gehabt, für den Fall der Fälle. Und ich habe gelernt, dass es okay ist, auch mal aufzugeben und auf Flaschennahrung umzusteigen, wenn es nicht anders geht. Wichtig ist, dass es euch und eurem Baby gut geht!
Außerdem habe ich festgestellt, dass es hilfreich ist, sich vor der Reise über die Gegebenheiten vor Ort zu informieren. Gibt es Stillräume in Flughäfen oder Einkaufszentren? Welche Marken von Babynahrung sind erhältlich? Wo finde ich eine Apotheke, wenn ich etwas brauche? Je besser man vorbereitet ist, desto entspannter kann man die Reise genießen.
Meine Tipps für entspanntes Reisen mit Baby:
- Packliste: Erstellt eine ausführliche Packliste, damit ihr nichts Wichtiges vergesst. Denkt an ausreichend Windeln, Feuchttücher, Wechselkleidung, Spielzeug und natürlich Babynahrung, falls erforderlich.
- Reiseapotheke: Packt eine kleine Reiseapotheke mit den wichtigsten Medikamenten für euer Baby ein. Denkt an Fieberzäpfchen, Schmerzmittel, Nasentropfen und eine Wund- und Heilsalbe.
- Flexibilität: Seid flexibel und passt eure Reisepläne gegebenenfalls an die Bedürfnisse eures Babys an. Plant Pausen ein und nehmt euch Zeit zum Stillen, Füttern und Wickeln.
- Ruhe: Versucht, so gut wie möglich zu entspannen und Stress zu vermeiden. Das überträgt sich auch auf euer Baby.
- Genießt es: Vergesst nicht, die Reise zu genießen! Reisen mit Baby kann anstrengend sein, aber es ist auch eine wunderbare Erfahrung. Nehmt euch Zeit, die Welt gemeinsam zu entdecken und unvergessliche Erinnerungen zu sammeln.
Fazit: Es ist alles nur eine Phase!
Die Zeit, in der ich das Gefühl hatte, zu wenig Milch zu haben, war anstrengend und hat mich sehr verunsichert. Aber ich habe daraus gelernt, dass es wichtig ist, auf seinen Körper und sein Baby zu hören, sich professionelle Hilfe zu suchen und flexibel zu bleiben. Und vor allem: dass es okay ist, auch mal Fehler zu machen und nicht perfekt zu sein. Denn jede Mama macht ihr Bestes!
Leo ist inzwischen ein properer kleiner Junge und das Stillen klappt wieder wunderbar. Wir haben viele Reisen zusammen unternommen und ich bin dankbar für jede einzelne Erfahrung. Denn jede Reise, egal ob sie reibungslos verläuft oder nicht, lehrt uns etwas und macht uns stärker.
Also, liebe Mamas, lasst euch nicht entmutigen, wenn es mal nicht so läuft, wie ihr es euch vorgestellt habt. Seid mutig, seid flexibel und genießt die Zeit mit euren kleinen Entdeckern. Die Welt wartet darauf, von euch entdeckt zu werden!
Bis bald und liebe Grüße von eurer reiselustigen Bloggerin!
