Zündapp E Bike Trekking Z80s Test
Servus, ihr Lieben! Eure reiselustige Freundin ist wieder da, mit einem brandneuen Testbericht im Gepäck – und diesmal geht es um ein Gefährt, das meine Art zu reisen vielleicht für immer verändern wird. Ich spreche vom Zündapp E-Bike Trekking Z80s. Ja, ihr habt richtig gelesen: Zündapp, die Marke, die viele von uns vielleicht eher mit Mopeds aus der Jugend verbinden, hat sich ins E-Bike-Geschäft gewagt. Und ich muss sagen, ich war neugierig. Sehr neugierig.
Ich bin ja bekanntermaßen ein Fan davon, neue Orte auf eigene Faust zu erkunden, abseits der ausgetretenen Pfade. Und da kam mir die Idee: Warum nicht ein E-Bike testen, das speziell für Trekkingtouren konzipiert ist? Ein E-Bike, das mich auch mal über Schotterpisten, sanfte Hügel und vielleicht sogar den einen oder anderen Waldweg trägt? So bin ich auf das Zündapp Z80s gestoßen.
Der erste Eindruck: Solide und durchdacht
Schon beim Auspacken fiel mir die solide Bauweise des Z80s auf. Der Rahmen wirkte robust und stabil, die Verarbeitung sauber. Die mattschwarze Lackierung mit den dezenten Zündapp-Logos fand ich sehr gelungen – schlicht, aber dennoch modern. Nichts wirkt billig oder "zusammengeschustert". Im Gegenteil, das Bike vermittelte sofort ein Gefühl von Qualität und Zuverlässigkeit.
Die wichtigsten technischen Daten im Überblick:
- Motor: Heckmotor von Shengyi, 250W
- Akku: Integrierter Akku im Unterrohr, 504 Wh
- Schaltung: Shimano Tourney, 7 Gänge
- Bremsen: Mechanische Scheibenbremsen
- Federgabel: Suntour Federgabel
- Reifen: Kenda Trekking Reifen
Auf dem Papier klang das alles schon mal vielversprechend, aber wie würde sich das Zündapp Z80s in der Praxis schlagen? Das wollte ich natürlich herausfinden!
Die Testfahrt: Von der Küste ins Hinterland
Für meinen Test habe ich mir eine abwechslungsreiche Strecke ausgesucht. Es ging entlang der malerischen Küste, durch charmante Fischerdörfer und anschließend ins hügelige Hinterland, gespickt mit Olivenhainen und kleinen Wäldchen. Eine perfekte Mischung aus asphaltierten Straßen, Schotterwegen und leichten Offroad-Passagen.
Der Motor: Eine angenehme Unterstützung
Der Shengyi Heckmotor mit 250 Watt leistet gute Arbeit. Die Unterstützung ist angenehm und dosiert. Gerade bei Anstiegen merkt man den Unterschied deutlich. Mit dem Zündapp Z80s konnte ich Steigungen bewältigen, die ich mit meinem herkömmlichen Trekkingrad wahrscheinlich schiebend hätte überwinden müssen. Die fünf Unterstützungsstufen lassen sich einfach über das Bedienelement am Lenker einstellen, sodass man die Unterstützung immer optimal an die jeweilige Situation anpassen kann.
Ich muss aber auch sagen, dass der Motor kein "Kraftprotz" ist. Für extreme Steigungen oder sehr anspruchsvolles Gelände ist er nicht unbedingt geeignet. Aber für normale Trekkingtouren und den täglichen Gebrauch ist die Leistung vollkommen ausreichend.
Der Akku: Ausdauernd und zuverlässig
Der im Unterrohr integrierte Akku mit 504 Wh hat mich positiv überrascht. Laut Herstellerangaben soll die Reichweite bis zu 120 Kilometer betragen. In meinem Test habe ich zwar nicht ganz so weit geschafft, aber mit einer Akkuladung konnte ich problemlos über 80 Kilometer zurücklegen – und das mit teilweise recht anspruchsvollem Terrain und unterschiedlichen Unterstützungsstufen. Das ist für ein E-Bike dieser Preisklasse wirklich beachtlich.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Ladezeit. Der Akku lässt sich mit dem mitgelieferten Ladegerät in etwa 4-5 Stunden vollständig aufladen. Das ist ideal, wenn man das E-Bike über Nacht auflädt und am nächsten Morgen wieder startklar sein möchte.
Die Schaltung und Bremsen: Solide Basics
Die Shimano Tourney Schaltung mit 7 Gängen ist eine solide Basisausstattung. Die Gangwechsel funktionieren präzise und zuverlässig. Für anspruchsvolle Touren mit vielen Höhenmetern würde ich mir vielleicht eine etwas höherwertige Schaltung wünschen, aber für den normalen Trekkingeinsatz ist die Tourney vollkommen ausreichend.
Auch die mechanischen Scheibenbremsen von Tektro haben mich überzeugt. Sie bieten eine gute Bremsleistung, auch bei Nässe. Allerdings sollte man bedenken, dass mechanische Scheibenbremsen etwas mehr Wartung benötigen als hydraulische. Hier und da muss man die Bremsbeläge nachstellen, aber das ist mit etwas handwerklichem Geschick kein Problem.
Der Komfort: Angenehm auch auf längeren Strecken
Die Suntour Federgabel sorgt für einen angenehmen Fahrkomfort, auch auf unebenen Strecken. Sie federt Stöße und Vibrationen gut ab und schont so die Handgelenke und den Rücken. Der Sattel ist ebenfalls bequem und auch auf längeren Touren habe ich keine Beschwerden bekommen. Die ergonomischen Griffe tragen ebenfalls zum Fahrkomfort bei.
Die aufrechte Sitzposition ist angenehm und ermöglicht eine gute Übersicht über das Verkehrsgeschehen. Allerdings ist das Zündapp Z80s kein Rennrad. Wer Wert auf eine sportliche Sitzposition legt, wird mit diesem E-Bike wahrscheinlich nicht glücklich.
Was mir besonders gefallen hat:
- Der angenehme Motor, der eine gute Unterstützung bietet.
- Die hohe Reichweite des Akkus.
- Der gute Fahrkomfort, auch auf unebenen Strecken.
- Die solide Bauweise und die hochwertige Verarbeitung.
- Das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.
Was man verbessern könnte:
- Eine etwas höherwertige Schaltung für anspruchsvollere Touren.
- Hydraulische Scheibenbremsen für noch mehr Bremsleistung und weniger Wartung.
- Ein etwas helleres Display, das auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar ist.
Mein Fazit: Ein tolles E-Bike für Trekking-Enthusiasten
Das Zündapp E-Bike Trekking Z80s ist ein gelungenes E-Bike für alle, die gerne Trekkingtouren unternehmen und dabei eine angenehme Unterstützung wünschen. Es ist solide gebaut, bietet einen guten Fahrkomfort und hat eine hohe Reichweite. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hervorragend. Natürlich gibt es E-Bikes mit noch besseren Komponenten, aber die kosten dann auch deutlich mehr.
Ich kann das Zündapp Z80s wärmstens empfehlen, wenn ihr ein zuverlässiges und erschwingliches E-Bike für eure nächsten Reiseabenteuer sucht. Es ist ideal für Tagesausflüge, Wochenendtouren und den täglichen Gebrauch. Mit diesem E-Bike könnt ihr neue Orte entdecken, ohne euch zu sehr anzustrengen. Und das ist doch das, was wir uns alle wünschen, oder?
Ich hoffe, mein Testbericht hat euch gefallen und weitergeholfen. Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr mir gerne einen Kommentar hinterlassen. Bis zum nächsten Mal und happy travels!
Mein Tipp: Packt euch eine kleine Reparaturset mit ein, inklusive Flickzeug, Luftpumpe und etwas Werkzeug. So seid ihr für alle Eventualitäten gerüstet.
