Zwei Faktoren Theorie Von Herzberg
Okay, Leute, lasst uns mal über was reden, das sich echt kompliziert anhört, aber eigentlich ganz lustig ist: die Zwei-Faktoren-Theorie von dem guten alten Herzberg. Klingt nach Raketenwissenschaft, ich weiß. Aber keine Sorge, wir machen's locker.
Also, Herzberg meinte, es gibt zwei Sorten von Dingen, die uns bei der Arbeit beeinflussen. Er hat sie clever "Motivatoren" und "Hygienefaktoren" genannt. Ja, Hygiene. Denk kurz an Händewaschen und saubere Toiletten. Klingt erstmal komisch, oder?
Die Sache mit der Hygiene
Die Hygienefaktoren sind die Dinge, die uns unzufrieden machen, wenn sie fehlen. Stell dir vor: Dein Gehalt ist mies, dein Chef ein Tyrann, und der Kaffee schmeckt wie Spülwasser. Autsch! Das motiviert nicht gerade, oder? Aber Achtung: Wenn alles tiptop ist – gutes Gehalt, netter Chef, lecker Kaffee – bist du deswegen noch lange nicht super motiviert. Du bist einfach nur… nicht unzufrieden. Verstanden?
Ich finde, das ist irgendwie logisch. Keiner tanzt vor Freude, weil der Müll geleert wurde (nichts gegen Müllabfuhrhelden!). Aber wenn der Müll überquillt und stinkt, dann ist die Stimmung im Keller. Ebenso ist das Fehlen von ordentlicher Bürobeleuchtung, ein ergonomischer Stuhl, oder einfach ein anständiger Parkplatz ein Garant für schlechte Laune.
Unpopuläre Meinung: Ich glaube, viele Firmen investieren zu viel Zeit und Geld in diese Hygienefaktoren. Klar, es ist wichtig, dass die Basis stimmt. Aber ein schicker Bürostuhl allein macht noch keinen glücklichen Mitarbeiter. Oder doch? Hmm…
Beispiele gefällig?
Denk an:
- Gehalt
- Arbeitsbedingungen (Büro, Ausstattung)
- Beziehungen zu Kollegen
- Unternehmenspolitik und -verwaltung
- Sicherheit am Arbeitsplatz
Alles Dinge, die du vermissen würdest, wenn sie weg wären, aber die dich nicht unbedingt jeden Morgen jubelnd ins Büro springen lassen.
Und was motiviert uns dann?
Jetzt kommen wir zu den Motivatoren. Das sind die Dinge, die uns wirklich anspornen, die uns Energie geben und uns stolz auf unsere Arbeit machen. Denk an Erfolgserlebnisse, Anerkennung, Verantwortung, Weiterentwicklungsmöglichkeiten und die Arbeit selbst. Wenn du einen Job hast, der dich fordert, in dem du etwas bewegen kannst und für deine Leistungen gelobt wirst, dann bist du motiviert! Dann gehst du mit einem Lächeln zur Arbeit (naja, meistens jedenfalls).
Stell dir vor, dein Chef lobt dich vor dem ganzen Team für deine tolle Präsentation. Oder du bekommst ein Projekt, das dich wirklich interessiert und bei dem du deine Fähigkeiten voll einsetzen kannst. Zack! Motivation pur. Du fühlst dich wertgeschätzt und wichtig. Und das ist doch, was wir alle wollen, oder?
Ich finde ja, dass viele Firmen hier den Fehler machen, zu wenig zu investieren. Klar, ein gutes Gehalt ist wichtig. Aber wenn du jeden Tag das Gleiche machst, ohne Chance auf Weiterentwicklung, dann hilft auch das dickste Gehaltsscheck nicht. Dann fühlst du dich irgendwann wie ein Hamster im Rad.
Nochmal Beispiele:
Die Motivatoren sind:
- Leistung und Erfolg
- Anerkennung
- Verantwortung
- Aufstiegsmöglichkeiten
- Die Arbeit selbst
- Wachstum
Dinge, die dich wirklich glücklich machen, wenn du sie hast.
Also, was lernen wir daraus?
Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg ist eigentlich ganz einfach: Sorg dafür, dass die Hygienefaktoren stimmen, damit deine Mitarbeiter nicht unzufrieden sind. Aber vergiss nicht, in die Motivatoren zu investieren, damit sie wirklich motiviert und engagiert sind. Und vielleicht, nur vielleicht, tanzen sie dann auch mal vor Freude (auch wenn es nicht wegen der Müllabfuhr ist).
Meine unpopuläre Meinung? Ich glaube, viele Firmen konzentrieren sich zu sehr auf die falschen Dinge. Ein Kickertisch im Pausenraum ist nett, aber er ersetzt keine Anerkennung und keine interessanten Aufgaben. Aber was weiß ich schon?
Also, liebe Chefs da draußen: Fragt eure Mitarbeiter, was sie wirklich motiviert. Und hört ihnen zu. Es könnte sich lohnen.
