Outlook übermittlung Verzögern Sieht Das Der Empfänger
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wer von uns hat noch NIE eine E-Mail in Outlook verfasst, sich dann gedacht: "Ups, das sollte ich vielleicht doch nicht sofort losschicken"?
Die Übermittlungsverzögerung-Funktion ist da ein echter Lebensretter. Aber mal Hand aufs Herz: Glaubt ihr wirklich, dass der Empfänger das *nicht* checkt?
Der Verdachtsmoment: Die Verzögerungs-Aura
Stell dir vor: Du schreibst eine knallharte E-Mail an deinen Chef, weil du schon wieder Überstunden machen musst. Voller Adrenalin klickst du auf "Senden" und aktivierst die Verzögerung von 15 Minuten. Clever, denkst du. So kannst du dich noch beruhigen und vielleicht doch noch ein bisschen freundlicher formulieren.
Aber, und jetzt kommt's: Spürt der Chef nicht instinktiv, dass da etwas im Busch ist? Dass diese E-Mail, die so... nun ja, perfekt formuliert daherkommt, nicht *instant* aus deinem Kopf gesprungen ist?
Ich behaupte: Ja! Es ist wie bei einem Krimi. Man spürt einfach, dass der Butler was damit zu tun hat, auch wenn der Beweis noch fehlt. Und bei der E-Mail ist es die subtile Aura der Verzögerung.
Die Anzeichen, die uns verraten
Worauf achtet der Empfänger (unbewusst)?
- Der Zeitpunkt: Kommt die E-Mail zu einer total unüblichen Zeit von dir? Vielleicht sogar nachts um 3 Uhr, obwohl du sonst immer ein Morgenmuffel bist? Verdächtig!
- Die Formulierung: Ist die E-Mail ungewöhnlich diplomatisch und weichgespült, obwohl du sonst eher die direkte Art bevorzugst? Alarmstufe Rot! Da hat jemand nachgebessert.
- Die Reaktion: Dauert es ungewöhnlich lange, bis du auf Rückfragen antwortest? Du musstest ja erst die Panikattacke überwinden, weil du die E-Mail fast doch so abgeschickt hättest, wie sie war.
Ich weiß, das ist jetzt vielleicht ein bisschen paranoid. Aber ich schwöre, ich habe schon Blicke geerntet, die eindeutig sagten: "Ich weiß, dass du diese E-Mail erst nach einer halben Stunde des Nachdenkens abgeschickt hast!"
Unbeliebte Meinung: Wir sollten zur Ehrlichkeit zurückkehren!
Vielleicht sollten wir einfach zu unseren Fehlern stehen. E-Mail schreiben, abschicken, und dann... *damit leben*. Ja, das ist beängstigend. Aber ist es nicht auch befreiend?
Stellt euch vor: Keine schlaflosen Nächte mehr, in denen ihr euch fragt, ob der Chef die Verzögerungs-Masche durchschaut hat. Keine peinlichen Ausreden mehr, warum die E-Mail so komisch formuliert war.
Einfach nur... wir selbst. Mit all unseren Fehlern und spontanen Gefühlsausbrüchen. Klar, das ist riskant. Aber hey, das Leben ist doch auch riskant, oder?
Die Alternativen zur Verzögerung
Wenn die Ehrlichkeit doch zu viel ist (was ich verstehe), dann hier ein paar Alternativen:
- Die Entwurf-Funktion: Schreib die E-Mail, lass sie einen Tag liegen, und lies sie dann noch mal durch.
- Der Kollege-Check: Bitte einen Kollegen, die E-Mail mal querzulesen. Vier Augen sehen mehr als zwei.
- Die innere Ruhe: Atme tief durch, bevor du auf "Senden" klickst. Hilft manchmal Wunder.
Aber egal, für welche Methode du dich entscheidest: Sei dir bewusst, dass die Übermittlungsverzögerung vielleicht nicht so unauffällig ist, wie wir uns das wünschen. Und dass der Empfänger vielleicht doch mehr merkt, als wir denken.
Vielleicht liegt es aber auch nur an meiner Paranoia. Wer weiß?
Unbeliebte Meinung: Die Outlook Übermittlungsverzögerung ist ein durchsichtiges Manöver, das jeder durchschaut!
