Was Schreibt Man Auf Den Umschlag Einer Geburtstagskarte
Was schreibt man auf den Umschlag einer Geburtstagskarte? Eine Frage, die mich mehr beschäftigt, als sie sollte. Ehrlich gesagt, bin ich manchmal kurz davor, einfach nur ein großes, fettes "POST!" draufzuklatschen. Funktioniert auch, oder? (Vielleicht nicht.)
Also gut, die Norm. Name, Adresse. Klar. Aber muss das alles so steif und förmlich sein? "An Frau Dr. Erika Mustermann, Musterstraße 123, 12345 Musterstadt." Klingt nach Behörde, nicht nach Geburtstag.
Die "An"-Frage:
Fangen wir mit dem "An" an. Brauchen wir das wirklich? Ich meine, der Postbote ist ja nicht blöd. Er weiß ja, wer da wohnt. Manchmal denke ich, "An" ist einfach nur Platzverschwendung. Ich plädiere für eine Revolution: Einfach nur den Namen! Erika Mustermann. Zack. Kurz, bündig, effizient.
Meine "Unpopuläre Meinung": Keine Titel!
Und wo wir gerade dabei sind: Titel! Frau Dr. Erika Mustermann. Herr Professor Dr. Heinz Müller. Ganz ehrlich? Auf einer Geburtstagskarte? Ich finde, das wirkt irgendwie… angeberisch. Oder zumindest unnötig. Es ist ein Geburtstag! Wir feiern! Sollen wir jetzt noch den Lebenslauf auf den Umschlag drucken?
Klar, Respekt ist wichtig. Aber muss der Respekt schon auf dem Umschlag ausgedrückt werden? Ich finde, der Respekt kommt von Herzen, nicht von der korrekten Titelangabe. Außerdem: Wer liest das denn wirklich? Der Postbote? Der freut sich wahrscheinlich eher, wenn der Umschlag nicht so kompliziert ist.
Ich gebe zu, es gibt Ausnahmen. Wenn ich eine Karte an meine Oma schicke, dann schreibe ich vielleicht doch "An meine liebe Oma Hildegard". Aber das ist dann eher eine Liebkosung als eine korrekte Adressierung.
Die Adress-Arie:
Die Adresse selbst. Hier gibt's ja eigentlich wenig Spielraum. Straße und Hausnummer müssen stimmen, sonst kommt die Karte nie an. Aber auch hier kann man kreativ werden! (Naja, nicht wirklich. Aber man kann es sich einreden.)
Ich zum Beispiel habe eine Freundin, die in einem Haus wohnt, das so bunt und schrill ist, dass man es von Weitem sieht. Ich überlege jedes Mal, ob ich nicht einfach schreiben soll: "Das bunte Haus mit den Flamingos im Garten". Wäre ehrlicher. Und lustiger.
Postleitzahl-Poesie?
Und die Postleitzahl? Die ist ja sowieso die unspektakulärste Zahl überhaupt. Vielleicht sollte man eine kreative Postleitzahl-Aktion starten! Jede Stadt erfindet ihre eigene, poetische Postleitzahl. Musterstadt bekommt dann die Postleitzahl "Blütenzauber 12". Wäre das nicht viel schöner?
Die Rückseite: Absender-Ängste
Der Absender! Hier scheiden sich die Geister. Die einen sagen, "Muss drauf, sonst kommt die Karte nicht zurück, falls was schiefgeht!". Die anderen sagen, "Braucht kein Mensch, wer soll die Karte denn sonst geschickt haben?".
Ich tendiere eher zur zweiten Gruppe. Außer ich habe eine wirklich furchtbare Handschrift. Dann schreibe ich meinen Namen lieber leserlich drauf, damit der Postbote nicht denkt, ein dreijähriges Kind hätte die Karte geschrieben.
Aber auch hier gilt: Kreativität! Statt "Absender: Max Mustermann" könnte man ja auch schreiben: "Gesendet mit Liebe von Max". Oder: "Ein Gruß von deinem Lieblings-Max".
Okay, vielleicht übertreibe ich es ein bisschen. Aber ich finde, eine Geburtstagskarte sollte Spaß machen. Und das fängt schon beim Umschlag an! Warum also nicht ein bisschen lockerer sein?
Ich bin der festen Überzeugung, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn wir alle ein bisschen weniger "Frau Dr." und ein bisschen mehr "Lieblings-Max" wären.
Also, beim nächsten Geburtstag: Traut euch! Seid kreativ! Lasst den Umschlag zu einem kleinen Kunstwerk werden. Und wenn alles schiefgeht, dann klebt einfach ein großes, fettes "POST!" drauf. Vielleicht funktioniert's ja doch.
