Wie Lange Darf Man Hochstens In Der Ausbildung Krank Sein
Mal ehrlich, wer hat sich in der Ausbildung noch nie krank gemeldet? Zeigt euch! Niemand? Dachte ich mir. Aber wie lange darf man eigentlich höchstens krank sein, ohne dass gleich der Himmel einstürzt?
Die Realität vs. Das Gesetz
Das Gesetz sagt natürlich etwas. Irgendwas mit Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Paragraphen und so weiter. Klingt spannend, ist aber eher trocken. Fakt ist: Wenn du krank bist, bist du krank. Egal ob du eine Erkältung hast, die dich komplett flachlegt, oder einfach nur einen "Ich-brauche-einen-Tag-Pause"-Tag. (Psst, ich verrate niemanden! 😉)
Die berüchtigten drei Tage
Manche Ausbildungsbetriebe sind da ganz locker. Andere pochen auf die berühmte Drei-Tages-Regel. Heißt: Wenn du länger als drei Tage krank bist, brauchst du ein Attest vom Arzt. Verstehe ich ja. Aber mal ehrlich: Wer rennt wegen eines harmlosen Schnupfens gleich zum Arzt? Das Wartezimmer ist doch sowieso immer voll.
Und dann ist da noch die Sache mit dem Vertrauen. Vertraut mir mein Ausbildungsbetrieb nicht, dass ich wirklich krank bin? Fühle ich mich direkt wie ein Simulant. Unschön.
Meine (etwas unpopuläre) Meinung
Ich finde ja, solange die Arbeit trotzdem irgendwie läuft und ich nicht ständig fehle, sollte man das Ganze etwas entspannter sehen. Natürlich, Missbrauch ist blöd. Aber ein bisschen Flexibilität schadet doch niemandem, oder?
Klar, es gibt Ausbildungen, da ist das schwieriger. Wenn du zum Beispiel Bäcker bist und jeden Morgen um 3 Uhr in der Backstube stehen musst. Oder Krankenpfleger und deine Kollegen auf dich angewiesen sind. Da muss man sich natürlich absprechen und verantwortungsbewusst handeln.
Aber wenn ich im Büro sitze und meine Aufgaben auch von zu Hause aus erledigen kann… wieso sollte ich mich dann zur Arbeit schleppen und alle anderen anstecken? Das ist doch kontraproduktiv!
Was wirklich zählt: Kommunikation!
Das A und O ist die Kommunikation. Sprich mit deinem Ausbilder! Sag ihm ehrlich, wie es dir geht. Wenn du nur einen schlechten Tag hast, sag es ihm. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten oder einfach mal früher Feierabend zu machen.
Ein offenes Gespräch ist immer besser als heimliches Blaumachen und schlechtes Gewissen.
Und wenn du wirklich länger krank bist, ist es natürlich wichtig, ein Attest vorzulegen und dich ordentlich auszukurieren. Deine Gesundheit sollte immer an erster Stelle stehen! Schließlich willst du ja deine Ausbildung auch erfolgreich abschließen.
Die gefürchtete Fehlzeiten-Statistik
Ich kenne Betriebe, die führen penibel Buch über jede Fehlzeit. Da wird dann am Ende der Ausbildung analysiert, wer wie oft gefehlt hat. Klingt fast wie eine Strichliste. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es mehr darum geht, wer am wenigsten gefehlt hat, als darum, wer am meisten gelernt hat.
Ist das fair? Ich weiß nicht. Ich finde, es kommt immer auf den Einzelfall an. Wenn jemand ständig fehlt und seine Aufgaben nicht erledigt, ist das natürlich ein Problem. Aber wenn jemand ein paar Mal krank war und trotzdem eine super Leistung bringt, sollte man das doch nicht so eng sehen.
Und was, wenn es wirklich zu viel wird?
Okay, es gibt auch die andere Seite der Medaille. Wenn du ständig krank bist, kann das natürlich auch Konsequenzen haben. Dein Ausbildungsbetrieb kann dich abmahnen oder im schlimmsten Fall sogar kündigen. Aber das ist wirklich nur der allerletzte Ausweg.
Bevor es soweit kommt, sollte man das Gespräch suchen und gemeinsam nach einer Lösung suchen. Vielleicht gibt es gesundheitliche Probleme, die man angehen muss. Oder die Ausbildung ist einfach nicht das Richtige für dich.
"Wichtig ist, dass du dich nicht hängen lässt und versuchst, das Beste aus der Situation zu machen."
Also, wie lange darf man höchstens in der Ausbildung krank sein? Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Es kommt auf den Betrieb, die Ausbildung, deine Gesundheit und vor allem auf die Kommunikation an. Hör auf deinen Körper, sei ehrlich und versuche, das Beste daraus zu machen. Und vergiss nicht: Ein bisschen Humor schadet nie! 😉
